Mitteltöner

 

Die Suche nach dem heiligen Gral – und das Ende meiner Suche! (Meine liebsten Lautsprecherchassis)

Natürlich gibt es keine absolute Antwort auf dieses Thema und meine Antwort ist total subjektiv! ?
Altersbedingt sinkt meine Hörgrenze, so dass ich die ganz hohen Töne nicht mehr höre und für Tiefbass habe ich mich noch nie begeistern können. So ist mein Interesse für einen guten Mitteltöner zu erklären.

Zwei-Wege-Boxen finde ich ungünstig, weil die Übernahmefrequenz in einem Bereich liegt, wo das Ohr am Empfindlichsten ist. Da müssen die zwei Chassis wirklich sehr gut zusammen passen! Solch eine Box ist meine Studio2BR-KE!

Die Drei-Wege-Boxen haben jeweils einen Spezialisten im Hochton, Mittelton und Tiefton. Die müssen allerdings auch zusammen passen, aber die Übernahmefrequenzen sind etwas außerhalb des empfindlichen Bereichs. Für mich ist eine Dreiwegebox das Optimale. Breitbänder sind nicht mein Ding, weil ihr Frequenzgang über den gesamten Hörbereich nicht konstant ist, von der mit der steigenden Frequenz abhängigen festgelegten Hörposition. Einen hügeligen Frequenzgang bemerke ich eher, als eine ungenaue Ortung von Instrumenten.

Vier-Wege-Boxen sind bei mir ab und zu im Focus, um den Tiefmitteltöner von großen Hüben zu entlasten und damit bis ca. 100 Hertz einen detaillierten Klang zu bekommen. Wenn das vierte Chassis nur noch tiefe Bässe macht, braucht es keine leichte Membran und damit nicht übermäßig detailliert zu klingen. Da sind mir Gehäuseformen, wie Bassreflex, TML oder GHP bei der Auswahl eines präzisen Basses wichtiger.

Fünf-Wege-Boxen oder mehr kenne ich nicht. Das dürfte dann auch zu teuer und die Weiche zu aufwändig werden.

Ich suche eine für mich passende Antwort nach dem optimalen Mitteltöner, da mich dieses Thema schon recht lange beschäftigt. Ich mache das an folgenden Faktoren (Rangfolge) fest:

1. Schnelles und Sauberes Ausschwingen (Wasserfalldiagramm) im bewussten Frequenzbereich.
2. Niedrige Klirrwerte bei niedriger Spannung/Leistung, aber auch bei hoher.
3. Geringer RMS (in Abhängigkeit von SD).
4. Geringer MMS.

Punkt 2 deshalb, weil ich meistens leise höre, aber auch dann möglichst detailreich und unverzerrt Musik genießen möchte.

Als Maßstab habe ich einen Visaton TI100 ausgesucht, der meines Erachtens schon sehr gut ist, obwohl er „nur“ ein Tief-/Mitteltöner ist. Woran ich momentan mit dieser Einstufung scheitere, ist, dass renommierte Hersteller wie Eton, Focal oder Seas/Excel nicht in der Auswahl auftauchen. Somit könnte an der Einstufung etwas falsch sein. Seit einigen Jahren sind aber auch Hersteller wie Wavecor und SB Acoustics auf dem Plan.

Was tun, wenn man nicht tausend Lautsprecher bauen will, um herauszufinden, welche Chassis für einen „richtig“ klingen?

Ich habe alle Hobby-Hifi- und Klang+Ton-Hefte von 01/2006 bis 06/2015 und alle Hobby-Hifi-Hefte zwischen 01/2016 und 06/2021 nach Chassis durchgesehen, wo mir der Frequenzgang, der Wasserfall und der Klirr (<0,5%) im Bereich zwischen 500 und 4000 Hertz noch einigermaßen zusagen. Die Chassis sind nach Membranfläche (SD), Hersteller und Typ sortiert. Die Angabe des Membranmaterials fand ich außerdem noch wichtig, da hartes Material oft detailreicher Töne wiedergibt, aber auch schwerer zu bändigen ist. (Sorry, ich mag kein Polypropylen!) Und ich habe nur Konus-Chassis > 40cm² und < 141cm² in dieser Liste. Bei den Preisen sieht man, dass ich in Richtung „gehobene Ansprüche“ gehe, wobei ich mir aber auch nicht jedes Chassis leisten will!

Bei der Zeitschrift Klang+Ton musste ich mich schon zwingen, die Jahrgänge durchzusehen. Ab 2016 habe ich aufgegeben, weil der Nutzen nicht in Relation zum Aufwand steht. Das Outfit und die Art, Chassis nur einmal pro Jahrtausend in einer Zeitschrift abzubilden, machen einem die Suche nach Mitteltönern nicht einfach. Die Messergebnisse sind zumindest für mich bei der Konkurrenz besser lesbar. Dafür muss man allerdings keine mit Bauteilen überfrachteten Weichen wie in Hobby-HiFi befürchten!

Wavecor wird häufig sehr positiv beschrieben und das hat sicherlich seine Berechtigung. Trotzdem sollte man genau prüfen, ob man die relativ hohe bewegte Masse vieler Chassis haben möchte. Ich habe schon seit ein paar Jahren SB Acoustics für mich entdeckt, die das Urgestein Udo Wohlgemuth schon seit sehr langer Zeit für seine qualitativ sicherlich hochwertigen Boxen nutzt. Aber man muss immer flexibel bleiben und so habe ich auch immer Mitglieder vom DIY-Contest mit ihren Projekten im Auge.

Meine Zusammenstellung der Mitteltonkonuschassis begann ursprünglich bei einer Membrangröße von 50 cm². Inzwischen kommen immer mehr interessante Chassis mit etwas kleinerer Membran. So habe ich im April 2016 auch noch Chassis ab 40 cm² mit aufgenommen, wobei man hier ganz besonders auf den Klirrfaktor achten sollte. Bei Chassis mit einem SD ab ca. 80 cm² sollte man auf die maximale obere Übertragungsfrequenz (oft < 4000 Hz bei -3dB) achten, um sich dann den passenden Hochtöner auszusuchen.

Die Preise in meiner Liste werden nicht ständig aktualisiert und sollen nur eine grobe Richtung angeben!

Wer nach Daten von Chassis aus den Hobby-HiFi-Heften sucht, für den habe ich diese Links:
http://www.hobby-hifi.de/Archiv/PDF-Downloads/hh205_Testubersicht_Chassis.pdf
https://www.aj-systems.de/Chassis_Tests.htm

 


Die Suche nach dem heiligen Gral ist zu Ende! Für mich geht nichts über eine gute Mitteltonkalotte!

Nachdem ich in den Besitz von zwei Visaton Mitteltonkalotten G50FFL gekommen bin, habe endlich herausgefunden, warum ich Mitteltonkalotten den Konus-Chassis vorziehe:
Konusmitteltöner, die ich bisher gehört habe, hatten entweder einen „Topf-Klang“ oder waren mir nicht detailreich genug! Auch der wirklich gute TI100 hatte nach meinem Gehör einen „Topfklang“, wobei ich später doch nicht mehr so sicher war. Die Mitteltonkalotten von Yamaha, Visaton und Dayton haben diesen „Sound“ nicht. Wer den Sound von ganz alten Papiermembranchassis aus Röhrenradios kennt, weiß, was ich mit „töpferner Klang“ meine. Vielleicht wird aber auch mein Gehör irregeführt, daher als subjektiv abhaken!

Die Diskussion, ob eine Kalotte oder ein Konus besser ist, will ich hier gar nicht führen. Ich habe mich mittlerweile in Mitteltonkalotten verliebt, auch wenn ich bisher nur drei gehört habe: Yamaha JA-802, Visaton G50FFL und Dayton RS52AN-8.

Zugegeben, die technischen Daten sind manchmal gar nicht so toll, aber aus einem mir momentan unbekannten Grund mag ich den Sound dieser Kalotten. Leider sind sie fast ausgestorben. Ich denke, ich hatte schon recht gut recherchiert und wenn dann trotz Internetrecherche nur die obige Liste herausgekommen ist, ist das sehr wenig! Auffällig ist noch, dass es von den 3-Zoll-Vertretern fast keine mehr zu kaufen gibt!

Generell ziehe ich die 3-Zoll-Variante vor. Aber die Visatonkalotte in der „Visaton Symphonie“ ist für mich mehr als ausreichend motorisiert! Der einzige Punkt wäre noch, dass die größeren Kalotten etwas tiefer an den Tieftöner ankoppelbar sind. Für mich ist ein Dreiwegsystem mit Mitteltonkalotte das Optimum.


Im Januar 2016 hatte ich aus den Mitteltonkalotten und den Mitteltonkonussen eine kleine gemeinsame Datenbank erstellt, aber schnell gemerkt, dass ich dann keinen guten Überblick über die jeweilige Bauform hatte. So habe ich wieder zu meiner alten Art gewechselt, beides getrennt darzustellen, sogar wieder auf getrennten Seiten. Das neuere Outfit der Ansicht habe ich aber beibehalten. Beide Tabellen gibt es als PDF-Dateien zum Download.