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Glaubenswege #41

Ich bete für Dich!

Vor ein paar Wochen hatte ich bei einer Aktion des Bremer Lighthouse mitgemacht: The turning. Für mich ging es darum, mutiger zu werden und meine Grenzen genauer zu bestimmen. Das war mir gelungen!

Bei dem immer wieder veranstalteten "The turning" geht es darum, Menschen in der Bremer Innenstadt auf den Glauben anzusprechen und auch mit ihnen zu beten. Unsere "Einweisung" bekamen wir in der Martini-Kirche, die Pastor Latzel als zentralen Treffpunkt zur Verfügung gestellt hatte.

Dann wurden wir paarweise (ein Mann und eine Frau) in die glaubensfeindliche Welt geschickt, um Menschen von Jesus zu erzählen mit der Einstiegsfrage: "Sind sie sicher in den Himmel zu kommen?" Man hätte es auch so formulieren können: "Wie mache ich mich unbeliebt?" laughing

Am ersten Tag bin ich immerhin bis zu einem Gebet mit einem wildfremden Menschen gekommen, wobei ich so aufgeregt war, dass ich die ungefähre Gebetsvorlage nicht mehr finden konnte und stattdessen aus dem Stehgreif gebetet hatte. Und das, wo ich total ungerne vor anderen bete! Natürlich fielen mir hinterher x Dinge ein, wie ich hätte "besser" beten können, aber man sagte mir, dass das Wie nicht so entscheidend wäre, wie die innere Einstellung. – Ich hatte noch einen weiteren Tag dort mitgemacht, aber an dem Tag wurden wir nur abgewimmelt oder trafen auf Christen. Ja, die gibt es wirklich! smile

Das zweite Mal, wo es um die Qualität des Betens ging, war erst vorgestern, wo mich ein Mitglied meiner ehemaligen Dorfgemeinde anrief, um einfach nur mal zu schnacken. Er machte die ganz deutliche Ansage, dass ich mir wegen des Gebets nicht so viel Gedanken machen soll, sondern ich sollte den Heiligen Geist sprechen lassen. Keine Gedanken machen bekomme ich locker hin, aber der Heilige Geist? Mit meinem tauben Empfänger konnte ich ihn noch nie bewusst hören!

Egal, ich hatte sowieso schon einige Teile bei den Marburger Medien bestellt und bekommen. Da waren kleine Kärtchen mit einem schönen Bild und folgendem Text dabei: "Ich bete für Dich". War mein "Unwohlsein" bezüglich des Betens vor anderen auf einmal weg? Mitnichten! Es war immer noch da! Und warum tue ich mir dann dieses Gebetsangebot an? Nach wie vor möchte ich gerne Menschen mit Jesus in Kontakt bringen, sofern Gott es unterstützt. Da fand ich solch ein Gebetsangebot sehr passend, da ich auch schon Rückmeldungen von Teilnehmern von "The turning" gehört hatte, wo überraschend viele Menschen solch ein Angebot gerne angenommen hatten.

Nun kam wieder meine kleine Version meines "Infoterminals" ins Spiel (Foto rechts). Zuerst gab es einen Abschnitt, bei dem es um mein Banner am Haus ging ("Tu doch mal so, als ob's mich gibt. – Gott"), was auch schon Grund für Nachfragen war. Es folgte auf dem gleichen Blatt einen Text wegen meines Gebetsangebotes und darunter hingen gegen Feuchtigkeit geschützte Kärtchen mit dem bereits genannten Aufdruck "Ich bete für Dich". Um alles möglichst anonym zu machen, bekam jedes Kärtchen eine Nummer und ich bat dann schriftlich nur noch um die Nennung dieser Nummer (statt eines Namens) und um das Gebetsanliegen.

Die Kontaktmöglichkeiten:
1. Haustür
2. Briefkasten
3. AB mit Telefonnummer
4. Mail
5. Als Bastler hatte ich nur für diese Aktion ein WLAN klargemacht, welches keine Verbindung zum Internet hatte und wo eine Webseite mit einem Formular für das Gebetsanliegen zu finden war. WLAN und Webseitenformular waren über QR-Codes ganz einfach einzurichten, auszufüllen und abzuschicken.

Als nach 24 Stunden schon zwei dieser Kärtchen fehlten, war die Freude groß! Allerdings konnte ich in einem Fall feststellen,  dass ein ca. 7 – 10 jähriges Kind eine Karte mitgenommen hatte und dabei recht unentschlossen wirkte. Ich fürchte, es hat in dieser bunten Karte ein schönes Geschenk gesehen, wie vor ein paar Jahren. Es wird Zuhause feststellen, dass es mit der Karte allein nichts anfangen kann. Die Kontaktmöglichkeiten passten nicht mehr darauf und so hätte man sich wenigstens eine der Möglichkeiten, mich zu kontaktieren, aufschreiben oder vom großen Blatt mit dem Handy abfotografieren müssen. Inzwischen habe ich ein zweites Kärtchen beigelegt, auf dem diese Möglichkeiten in Kurzform notiert sind. Das wird kommende Woche noch etwas praktischer erstellt.

Trotz meiner diversen Erfahrungen mit fehlenden Rückmeldungen, erhoffe ich hier eine Rückmeldung pro Monat. Ob das wirklich so kommt? Wenn es ein Auftrag von Gott war, wäre das gut möglich!

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