Was bedeutet Ostern?
Ein Erklärungsversuch für Newcomer
Update 06.04.2026
Ostern ist neben Weihnachten und Pfingsten eines der drei wichtigsten christlichen Feste. Zum besseren Verständnis folgt hier eine kurze Reise in die Vergangenheit, wo Gott die Menschen erschaffen hatte.
Gott, der aus Vater, Sohn und Heiligem Geist besteht, wollte gerne mit ähnlich gestrickten Wesen seine Zeit verbringen und seine Liebe teilen. So erschuf er nach dem Weltall, der Erde mit ihren Pflanzen und Tieren, die ersten beiden Menschen, Adam und Eva.
Diese beiden Menschen waren bereits damals so typisch menschlich, dass wir sie auch heute noch gut verstehen können. Sie lebten lange Zeit sorgenfrei und glücklich. Sie hatten alles, was zum Leben nötig war und noch viel mehr. Man könnte sagen, dass es ihnen fast schon zu gut ging! So war es für sie möglicherweise ein Ansporn oder eine interessante Abwechslung etwas zu tun, was Gott verboten hatte: Das Essen von Früchten eines ganz bestimmten Baumes! Dazu kam noch eine Schlange, die sie dazu verführt hatte.
Im Moment des Essens dieser Früchte bekamen beide die Erkenntnis, wer sie waren und dass sie gar keine Kleidung anhatten. Sie schämten sich voreinander, aber besonders vor Gott, weil sie nun verstanden, dass sie etwas Verbotenes getan hatten, was man nicht mehr rückgängig machen konnte!
Gott war sehr enttäuscht, weil sie ihn hintergangen und seinem Wort nicht vertraut hatten. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als sie aus diesem Paradies auszusperren. Außerdem wurden sie bestraft, indem sie Geburt und Tod unterworfen wurden, was vorher nicht so war. Gott hatte die Hoffnung, dass Teile ihrer Nachkommen den Wunsch verspürten, zu Gott zurückzukehren und sich ihm gegenüber korrekt zu verhalten. Nach einem Neustart (Überschwemmung der Erde und Rettung weniger Menschen durch die Arche von Noah) und einigen Generationen danach, suchte er sich dazu das Volk der Juden, bzw. das Volk Israels, aus.
Dieses Volk hatte durchaus gute Ansätze, sich diesem Gott verstärkt zuzuwenden, aber es verfiel immer wieder in Irrglauben und betete fremde Götter an. Dafür wurden sie von Gott bestraft, aber er gab ihnen aus Liebe immer wieder eine neue Chance, ihren Glauben an ihn zu beweisen, obwohl sich dieses Auf und Ab sehr oft wiederholte.
Im Jahr 0 nach heutiger christlicher Zeitrechnung wurden die Juden in Israel von den Römern beherrscht und musste so hohe Steuern bezahlen, dass sie kaum noch leben konnten. Sie hofften seit Jahrhunderten auf den Retter, der in der Heiligen Schrift (Altes Testament) angekündigt wurde. Dieser sollte Wunder vollbringen, Gefängnisse öffnen und als großer König die Besatzer vertreiben, damit die Juden ein gutes Leben hätten.
So warteten die Juden und warteten und warteten. Als dann Gottes Sohn Jesus von einer einfachen Frau in einem unbedeutenden Dorf großgezogen wurde, und mit ca. 30 Jahren anfing Wunder zu tun, glaubten viele Juden anfangs nicht, dass es der erwartete Retter sein könnte. Von den großen Religionsführern wurde er sogar als Gefahr gesehen, weil sie nur lieblos Gesetze befolgten, aber viel zu wenig für die Menschen taten und von ihm dafür harte Worte zu hören bekamen.
Ein paar Jahre lang hatten sich diese Religionsführer seine harten und berechtigten Worte angehört, aber dann war Schluss! Dass sie ständig die Wortgefechte vor dem einfachen Volk gegen diesen unbedeutenden Jüngling verloren und ihre Autorität untergraben wurde, konnte nicht so weitergehen. Mit einigen Tricks bekamen sie die Besatzer soweit, dass Jesus verhaftet wurde und die Todesstrafe gegen ihn ausgesprochen wurde.
Am sogenannten Karfreitag wurde das Urteil gegen Jesus vollstreckt, indem er zwischen zwei Schwerverbrechern an ein Holzkreuz angeschlagen wurde. Das galt als die schlimmste Form des Tötens für Schwerverbrecher. Jesus starb dann einen langsamen und qualvollen Tod am Kreuz, wobei sein Tod durch die Bibel (Altes Testament) vorhergesagt wurde und damit Gottes Plan erfüllt wurde.
Nach drei Tagen (Ostermontag) wurde er wieder lebendig, was bedeutet, dass das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, der Tod, durch Jesus überwunden werden kann.
Aber warum ließ sich Gottes Sohn durch Menschen töten? Hatte er keine Macht, das zu verhindern? – Die Macht hätte er gehabt und hat sie immer noch, aber es ging um etwas Größeres!
Im Laufe von vielen Generationen hatte Gott immer wieder versucht, den Menschen, die er ursprünglich als gleichberechtigte Gegenüber erschaffen hatte und mit denen er die Ewigkeit verbringen wollte, den Rückweg zu ihm zu ermöglichen. Aber die ursprüngliche Schuld von Adam und Eva und die vielen weiteren angehäuften „Schulden“ der Menschen an ihm, hatten es unmöglich gemacht, dass sie zu ihm zurückkehren konnten, ohne ihre „Schulden“ bei ihm bezahlt zu haben.
Es gab nur eine Lösung: Jemand der noch keine Schulden bei Gott hatte, müsste die Schulden aller Menschen bei Gott bezahlen. Das war der Grund, warum der Vater seinen schuldlosen Sohn auf die Erde geschickt hatte! Dieser hatte durch seinen Tod die Schulden aller Menschen der Vergangenheit und der Zukunft bezahlt! Nun könnten sie Gott gegenübertreten, selbst wenn sie immer noch Fehler machen würden! Sie mussten es allerdings auch wollen!
Gottes Plan für die Zukunft der Menschen sieht vor, dass er die alte Erde auslöscht, eine neue Erde erschafft und alle Menschen, die an seinen Sohn glauben, bei ihm in der Ewigkeit auf der neuen Erde leben lässt! Diejenigen, die nicht an Jesus glauben, sind unwiederbringlich in der Ewigkeit an einem Ort, an dem es Gottes Liebe für sie nicht geben wird.
Wichtig ist also, dass Du an Jesus als Gottes Sohn glaubst und ihm vertraust!