Sauberer Raspi!


Es fing ganz einfach an:

In meiner Kirche gibt es einen USB-Stick mit einer Wave-Datei des aktuellen Gottesdienstes, der dort unverändert verbleiben soll. Mein Team hat die Aufgabe, aus der Datei die Predigt herauszuschneiden und ins Internet zu stellen. Der Raspberry soll nur das winzige Stückchen abbekommen, die Dateien vom Original-USB-Stick zum eigenen USB-Stick zu kopieren. (Über Raspi mit automatisierter Soundbearbeitung werde ich später nachdenken.)

Weitere Anforderungen:
1. Es ist alles dafür zu tun, dass der Original-Stick nicht versehentlich gelöscht wird.
2. Das System ist so zu schützen, dass Hacker, Dummies und Viren bei vertretbarem Aufwand das Betriebssystem nicht dauerhaft schädigen können.
3. Außer zwei USB-Sticks und einer Stromversorgung soll nichts angeschlossen werden müssen.

Die Idee zur Lösung des zweiten Punktes kommt aus meiner täglichen Arbeit mit provisionierten Images:
Das laufende System wird beim nächsten Hochfahren durch ein sauberes System überschrieben!


Meine Testumgebung:

Raspi 2B+

SD-Karte mit 32GB

USB-Stick mit 8GB

Akku von TeckNet (siehe Text)

Netzteil 5V 2A

Tastatur Logitech K400r (drahtlos, mit USB-Stick, mit Mauspanel)

Monitor mit HDMI-Anschluss oder eventuell ein Raspberry-Touchscreen

Internetanschluss über LAN

Raspbian Buster vom 10.07.2019 (mit grafischer Oberfläche, mittelgroße Version)

 

Erklärungen dazu:

Der Raspberry sollte mindestens ein 2B sein. Bei Verwendung einer neuren Version, als 3, bitte auf ein passendes LCD-Display achten oder nur mit HDMI-Monitor betrieben.

SD-Karten sind inzwischen preiswert und bei drei Betriebssystemen halte ich 32 GB für einen passenden Wert.

Die USB-Sticks sollten so groß sein, dass die WAVE-Datei darauf Platz findet.

Der Akku muss von jedem selber ausgesucht werden. Für mich war wichtig, dass er erst durch einen Taster eingeschaltet wird, dass er während des Kopiervorgangs nicht abschaltet und dass er nach einem Shutdown sich selbstständig ausschaltet. Der nicht mehr beschaffbare TeckNet-Akku erfüllt diese Voraussetzungen, sofern man nicht das LCD-Display nutzt. Dafür habe ich leider keinen Akku gefunden, der sich abschaltet, da das Display ständig recht viel Strom braucht, auch nach Shutdown des Raspi!

Das Netzteil sollte mindestens 1,5 A bei 5 Volt schaffen, um den Akku auch dann zu laden, wenn der Raspi in Betrieb ist.

Die Tastatur, Maus und der Monitor sind egal, solange sie am Raspberry funktionieren.

Den Internetanschluss braucht man für Updates.

Das Raspbian war zum Testzeitpunkt das aktuellste Raspbian, was ich bekommen konnte. Ich habe die möglichst kleinste Version mit grafischer Oberfläche gewählt.