HiFiPi


Musik und Raspberry ist bei mir ein gutes Gespann und so ist es nicht verwunderlich, ein weiteres Player-Projekt auf meinen Seiten zu finden! Dieses löst alte Varianten des HiFi-MP3-Player mit der Software Volumio oder dem mpc / mpd ab.

Aufgabenstellung:
Das frisch renovierte Wohnzimmer sollte auch bei der Musik mit der Zeit gehen. CDs, Kassetten, Schallplatten – alles raus! Ein NAS mit reichlich gerippten eigenen CDs in MP3 war schon vorhanden. Also war Streaming angesagt!

Wichtig ist noch der Hinweis, dass ich kein Freund der ständigen Erreichbarkeit bin und ein Handy oder Tablet für mich nicht als Fernbedienung einer entspannenden Musik in Frage kommt!

Da mir Musik deutlich wichtiger als Video ist, sind Geräte geplant, die ausschließlich für Musik genutzt werden. Dazu gehören die noch zu bauenden “Referenz-Lautsprecher”, ein Subwooferverstärker und ein simpler Denon-Verstärker, der nur Stereo kann. Diese sollten Zuwachs in Form eines Mediaplayers bekommen. Dies waren die Vorgaben:

* Abspielen meiner VBR-MP3-Dateien,
* sehr gute Tonqualität,
* gut ablesbares Display,
* per Zufall Musik abspielen,
* Anzeige des CD-Cover,
* Anzeige des nächsten Titel,
* Abspielen aller gängigen Streams,
* Flexibilität der Software für Erweiterungen,
* maximaler Preis 500 Euro!

Ergebnis:
Für das gewünschte Geld gibt es solch ein Gerät nicht! Lediglich bei HTPCs hätte etwas dabei sein können, aber da kann ich die Tonqualität nicht beurteilen. Also Eigenbau!

17.12.2016: Das Grübeln hat ein Ende! Ich habe mich entschieden, die nötigen Dinge in die folgende Liste eingetragen, bestellt und größtenteils geliefert bekommen. Es ist nun doch nicht mein Lieblingsgehäuse geworden, weil es zu viel Arbeit gemacht hätte, alles zu befestigen und die Anschlüsse nach außen zu führen.

Meine Bestellung:
Artikel Preis [€]
Raspberry Pi B+ 35.-
SD-Micro-Karte 8GB (10.-)
HiFiBerry DAC+ mit Cinch 40.-
WLAN TL-WDN3200 (15.-)
USB-Stick 2.0 64GB 30.-
Monitor 7 Zoll 65.-
HDMI-Kabel 6.-
NF-Kabel Cinch 1,5m (7.-)
NF-Kabel Cinch 0,3m (2.-)
Gehäuse 45.-
Fernbedienung für XBMC 20.-
XBMC von OpenElec 0.-

Das ergibt rund 280 Euro für ein Gerät , das genauso ist, wie ich es gerne hätte! Das ist für mich noch ok!
Erleichternd kommt hinzu, dass ich die in Klammern stehenden Preise nicht zahlen muss, da ich das jeweilige Bauteil schon habe. Somit sind es ein paar Euro weniger!
Nachtrag vom 03.03.2015:
Bei einer 4GB-SD-Karte hat zwar die BMC-Sicherung funktioniert, aber bei der Rücksicherung war plötzlich zu wenig Platz. Daher die jetzige Empfehlung: 8GB-SD-Karte!

Ungefähr so wie auf den folgenden Fotos wird es aussehen, aber genauer werde ich es erst im Januar wissen, wenn ich die Sachen richtig austesten kann. Außerdem ist der Einsatz des B+ Modells mit dem passenden HiFiBerry geplant.  Bis dahin ist auf dieser Seite leider Pause!

HiFiPi HiFiPi HiFiPi HiFiPi

Da der Raspberry B+ mechanisch schlechter ins Gehäuse passt, als der alte Raspberry und seine Anschlüsse an anderen Stellen sitzen, ist Vorsicht angesagt. So habe ich es sehr schnell geschafft, die 5-Volt-Buchse auf der Gehäuse-Platine herauszureißen! Und noch einmal Vorsicht! Nur die wenigsten Buchsen sind mit dem Gehäuse verlötet und können genauso abreißen! Billig eben! Dafür aber einfach zu nutzen! Was ich nicht brauche, ist die SD-Karte vorne, die jeder herausziehen kann und die beim neuen Raspberry nicht genutzt werden kann. Mir wäre an der Stelle eine USB-Buchse und ein IR-Empfänger lieber! Überhaupt könnte man den Raspberry B+ so in das Gehäuse setzen, dass die USB-Anschlüsse hinten nach außen zeigen. Dann ist die zusätzliche Elektronik eigentlich überflüssig!

Gehäusefazit: Gut für den alten Raspberry geeignet, wenn auch durch den Kunststoff etwas billig wirkend.
Für den neuen Raspberry hätte ich gerne ein schöneres Gehäuse aus schwarz lackiertem Aluminium gehabt!

20.12.2014: Oben das vierte Foto von links zeigt das Gehäuse mit dem HiFiBerry DAC und einem Zollstock, um die freie Fläche auszuloten. Für eine SSD ist es sehr eng und so habe ich mir einen 64GB-USB-Stick bestellt. Da passt meine Musik in MP3 für die nächsten Jahre locker drauf! Und von der Höhe her passt der HiFiBerry auch. Selbst bei montierten Cinch-Buchsen geht es noch ohne Berührung des Deckels! Super! Und dass es den HiFiBerry inzwischen unkompliziert auch bei einem Elektronikversand in Nürnberg gibt, statt in der Schweiz, macht es noch einfacher!


Aber einen hab ich noch! Ein affenstarkes 7-Zoll-Display, bei dem man nur die Stecker in die richtigen Buchsen stecken muss! Eine Änderung oder Konfiguration ist nirgends nötig, dank HDMI-Anschluss! Wer schon mal versucht hat, Displays an den Raspberry anzuschließen, weiß von den Schwierigkeiten!

Ein kleines, aber von mir einkalkuliertes Manko hat das Display: Im Gegensatz zu manch einem guten Fernseher lässt sich XBMC nicht über die Monitor-Fernbedienung steuern (Fachbegriff CEC)! Außerdem braucht es mehr als 5 Volt, aber ein 12Volt-Netzteil liegt bei.

So bin ich einfach nur froh, dass das Display auf Anhieb läuft und ich nicht immer die Fingerabdrücke wegwischen muss! Ein Fernbedienungsempfänger wird einfach über USB am Raspi angeschlossen und über die seitlich sichtbaren Kabel des Displays kann man ja hinwegsehen oder ein Gehäuse bauen! Außerdem ist noch ein Fuß dabei, der sich in fast alle Richtungen drehen lässt!

HiFiPi HiFiPi


Sinn und Zweck des Shutdowns

Was ich schon wieder verdrängt habe ist, dass der Raspi (alle Modelle) keine Möglichkeit eingebaut hat, dass man ihn sauber ausschalten kann! Daraufhin habe ich an meinem “Chilihaus-Raspi-B+” geprüft, ob der Pin 26 noch auf “0” wechselt, wenn der Raspi heruntergefahren ist. Ergebnis: leider nein! Somit fehlt mir ein definierter Aus-Zustand des Raspi, wie ich im HiFi-Player genutzt habe. Schade, dass die Entwickler dieser Sache keinerlei Bedeutung geben! So bleibt es wieder an mir hängen, mir einen sauberen Shutdown mit abschließender Abschaltung auszudenken!

Auf der Suche nach fertigen Lösungen fiel mir RemotePi auf, was außer der Abschaltung auch noch einen Fernbedienungsempfänger bietet. Das würde gut passen!

Aber ich bin gedanklich noch einen anderen Weg gegangen:
Bei voller Nutzung braucht der Raspi B+ bei mir mit USB-Speicherstick und USB-WLAN-Stick 2,25 Watt, wobei der WLAN-Stick fast die Hälfte braucht. Vielleicht mache ich ihn abschaltbar, wenn die Fernbedienung gut funktioniert. – Bei einem Netzteil mit schlechtem 80%igen Wirkungsgrad wären das rund 3 Watt bei 230 Volt. Wenn der Raspi jeden Tag 24 Stunden lang an ist, wären das 20 kWh im Jahr. Bei rund 30 Cent pro kWh ergibt das 6 Euro im Jahr!
Im Gegenzug die Berechnung für minimale Nutzung: 4 Stunden pro Tag und danach aus! Das ergibt rund 1,30 Euro.
Mit gemischter Nutzung, indem man den Raspi zwar sauber herunterfährt, aber danach nicht ausschaltet, ergibt sich folgende Rechnung: Bei 4 Stunden mit 3 Watt und 20 Stunden im “Aus-Zustand” bei 0,3 Watt ergibt sich ein Jahrespreis von gut 3 Euro.

Wenn ich mal ehrlich bin und außerdem den finanziellen Aufwand und Nutzung von zusätzlicher Elektronik betrachte, um Strom zu sparen, die aber wiederum bei ihrer Herstellung die Umwelt belastet, so komme ich tatsächlich zu dem Schluss, den Raspi einfach laufen zu lassen! Dadurch hat man außerdem extrem kurze Einschaltzeiten! smiley