Gartenbewässerung


2019 soll eine automatische Bewässerung für dir richtige Wassermenge in unserem Garten sorgen. Wie so oft lege ich viel Wert auf eine möglichst große Verbreitung der genutzten Software und somit habe ich mich gegen das von mir in der Vergangenheit genutzte FHEM entschieden, was mehr oder weniger eine deutsche Version und damit nicht weltweit verbreitet ist. Dadurch bin ich bei OpenHAB gelandet und versuche nun mich darin einzuarbeiten. FHEM wäre für mich wegen der deutschen Sprache zwar einfacher gewesen, aber die Entscheidung für das englische OpenHAB steht!

Eine Fertiglösung von Hard- und Software wird meines Wissens immer nur zusammen mit einer Cloud angeboten. Wenn es irgendwie geht, versuche ich generell Clouds zu vermeiden.

Da ich noch einen Raspi 2B+ liegen hatte, habe ich mein Glück damit versucht, bevor ich einen meiner wenigen 3Bs verwende. Für möglichst kleine Sicherungskopien wurde vorläufig eine 4GB-SD-Karte genutzt.

Ich habe zwar ein fertiges Image mit OpenHAB gefunden, aber das war schon ein gutes halbes Jahr alt. Eine funktionierende Anleitung für eine Neuinstallation von OpenHAB auf Raspbian habe ich hier gefunden:

https://openhabdoc.readthedocs.io/de/latest/Raspberry/

Ich habe es aber trotzdem noch einmal hier so aufgeschrieben, wie ich es gemacht habe.

Wer später WLAN nutzen möchte, steckt jetzt schon den WLAN-USB-Stick an den Raspi. Wie das Image des aktuellen Raspian-Light auf eine SD-Karte kommt, ist zur Not hier zu finden, wenn auch nicht mehr ganz aktuell. Bei aktuellen Raspbianversionen ist ssh standardmäßig aus und ich aktiviere es mittels einer leeren Datei namens „ssh“, die im Hauptverzeichnis der SD-Karte liegt, um mir eine lokale Tastatur zu sparen.

Es beginnt nun mit der Anmeldung am Raspi mit den Raspbian-Standards und einem Update:

$ sudo apt-get update

Nach einem Reboot und Anmeldung geht es weiter:

$ sudo raspi-config

Die Einstellungen in „RASPI-CONFIG“ werden dann wie folgt gemacht:

1. 1 – Das Passwort ändern, welches man sich in einem geeigneten Tool (z. B. KeePass) abspeichert.

2. 2,N1 – Hostname des Raspi ändern, damit man die verschiedenen Raspis im Netzwerk auseinanderhalten kann.

3. 4,I1-I4 – Auch wenn ich vermutlich nur Putty und keine Tastatur am Raspi nutze, stelle ich doch alles auf Deutsch ein, wie es in der bereits genannten Anleitung beschrieben wurde.

4. 7,A1 – Filesystem vergrößern, um die komplette SD-Karte zu nutzen.

Ich habe nichts an den Netzwerkeinstellungen geändert, da ich diesem Raspi eine feste IP am Router eingestellt habe.

Nach Beendigung von „Raspi-Config“ mit dem nachfolgenden Reboot (eventuell von Hand durch „sudo reboot“) und der Anmeldung am Raspi mit dem neuen Passwort, wird das Upgrade gestartet:

$ sudo apt-get upgrade -y

Das kann einige Minuten dauern und ein abschließender Neustart schadet nicht!

$ sudo reboot

Für OpenHAB wird Java benötigt. Die Befehle stammen aus oben genanntem Link! Bei Bedarf an mehr Informationen bitte dort nachsehen!

$ echo „deb http://ppa.launchpad.net/webupd8team/java/ubuntu xenial main“ | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/webupd8team-java.list

$ echo „deb-src http://ppa.launchpad.net/webupd8team/java/ubuntu xenial main“ | sudo tee -a /etc/apt/sources.list.d/webupd8team-java.list

$ sudo apt-key adv –keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:80 –recv-keys EEA14886

Dabei hatte ich zwar eine Fehlermeldung bekommen, aber die Anleitung fortgesetzt.

Ich ignoriere die Sicherheitshinweise, aber jeder ist für sich selber verantwortlich! Ich übernehme keinerlei Verantwortung, falls jemand die hier abgebildete Anleitung ausführt und dadurch unerwünschte Resultate erhält! Im schlechtesten Fall öffnet man Hackern Tür und Tor!

$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install oracle-java8-installer

Dabei hatte ich ebenfalls eine Fehlermeldung bekommen, dieses Mal wegen einer „Authentication“, was zusätzliche „Y“ erforderlich gemacht hatte, aber die Anleitung fortgesetzt. Bei den dann auftretenden „bunten Nachfragen“ antwortet man immer brav mit „Yes“ oder „OK“, auch wenn es sicherheitskritisch sein könnte, ansonsten kommt man nicht weiter. Möglicherweise würde ein aktueller „recv-key“ helfen. – Zwischendurch war etwas von „jdk-8u191“ zu lesen, was die derzeit aktuellste Javaversion wäre.

$ sudo reboot
$ java -version

java version „1.8.0_191“
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.8.0_191-b12)
Java HotSpot(TM) Client VM (build 25.191-b12, mixed mode)

Da es die aktuellste Javaversion ist, hat es funktioniert. Weiter geht es mit der Installation und Autostart von OpenHAB:

$ wget -qO – ‚https://bintray.com/user/downloadSubjectPublicKey?username=openhab‘ | sudo apt-key add
$ sudo apt-get install apt-transport-https
$ echo ‚deb https://dl.bintray.com/openhab/apt-repo2 stable main‘ | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/openhab2.list
$ sudo apt-get update

Auch hier wieder reichlich Sicherheitshinweise und alles auf eigene Gefahr!

$ sudo apt-get install openhab2
$ sudo apt-get install openhab2-addons
$ sudo /bin/systemctl start openhab2.service
$ sudo systemctl stop openhab2.service

$ sudo systemctl daemon-reload
$ sudo systemctl enable openhab2.service
$ sudo reboot

Nach dem Reboot und einer Minute Wartezeit ruft man die Webseite seines OpenHABs in einem Browser auf:

http://<ip-adresse>:8080