Yamaha-Referenz


Aktualisiert April 2012:

Inzwischen habe ich dieses Projekt noch einmal überdacht und komme zu dem Punkt, wo ich glaube, dass ich mit den Yamahas einfach “MEINE” Chassis gefunden habe, egal, ob sie nun gut oder weniger gut sind und ob die vermehrten Reflexionen durch die Mitteltonkalotte in irgendeiner Form Unschärfe hineinbringen oder nicht. Da käme eher in Frage, das Zimmer mit reflexionsdämpfenden Stoffen sinnvoll zu füllen. Dazu bin ich aber momentan zu faul.

Zusammen mit dem Gedanken, dass ich im Wohnzimmer nur ganz selten Zeit und Gelegenheit haben werde, konzentriert Musik zu hören, gibt es nur eine logische Folgerung:

Die Yamaha-Chassis verbleiben in meinem “Musikzimmer”! (Stand April 2012!)

Jetzt geht es nur noch um ein sinnvolles Konzept, die Chassis in Boxen zu verpacken, die genau in dieses Zimmer passen und dabei möglichst auf nichts zu verzichten, was die aktuellen Monsterboxen bieten!
Dabei wird die Idee der Standboxen, die den Zugriff auf meine Fensterbank verhindern würden, fallen gelassen. Diese würden außerdem nur in die Zimmerecken passen, was einen wummernden Bass bringen würde. Und das bei dem Geld!
Auch breite Schreibtischboxen werden nicht mehr gewünscht, besonders wegen Verdunkelungsgefahr auf meinem Schreibtisch! Am Liebsten würde ich die Boxen in die Seitenwände meines Zimmers einbauen! smiley

Was bleibt, sind schmale Regal- bzw. Schreibtisch-Boxen (ca. 20 cm breit), wo die Chassis aber halbwegs auf Ohrhöhe sein müssen, also die Box nicht höher als 60 cm sein sollte. Und als maximale Tiefe auf dem Schreibtisch habe ich mir 25 cm vorgegeben. Daraus ergibt sich ein Inhalt von gut 20 Liter pro Box bei 2cm dickem Material. Für den weiter unten geplanten Bau ist das zu wenig und so erlaube ich mir, dass die Boxen bis zu 10cm nach hinten überstehen dürfen.

Als Tieftöner könnte ich den jetzt verbauten 17cm-Tieftöner AL170 weiterhin nutzen. Die geschlossene Gehäuseform habe ich abgehakt und bleibe bei Bassreflex. Ich finde es nämlich klasse, wie Eric Clapton auf “MTV Unplugged” den Rhythmus mit seinem Fuß auf dem Holzfußboden vorgibt! Das will ich auch weiterhin hören können!
Etwas weniger deutlich ist dieser Ton auch bei “Livingston Taylor” mit “Grandma’s Hands” zu hören. Wer Ohren hat, der höre!

Ich brauche also eine eierlegende Wollmilchsau: ein Tieftöner mit viel Tiefton, wenig Gehäusegröße und “excellentem” Klang!

Fangen wir hinten an – excellenter Klang = ein Chassis von Seas/Excel!
Gehäuse (bis 30 Liter) und viel dabei möglichst viel Tiefbass = W18E001!
Ups – Die Idee, dieses Chassis mit den Yamahas zu nutzen, hatte ich schon Oktober 2010!

Wegen obigem Eric Clapton lasse ich mich aber zu der Idee verführen, noch mehr Tiefbass, als bisher (AL170) zu bekommen und plane nun also den W18E001 im Bassreflex-Gehäuse. Da braucht er eigentlich 40 Liter! So groß, wie die momentane Yamaha-Monitorbox! Bei nur wenig Einbußen reicht mir aber ein 33-Liter-Gehäuse plus Sockel für Bassreflexaustritt unten vorne. Die neuen Abmessungen: Breite 24cm, Höhe 56cm, Tiefe 35cm. Das ist nur ein kleines bisschen zu groß!

32 Hz bei -3dB in der Simulation, das ist mir ein 33-Liter-Gehäuse auf dem Schreibtisch wert!
Hallo Eric – ich hör’ Dich!  😕

Das wird eine wirklich tolle Box!

smiley(Stand April 2012)


Auch wenn ich weiß, dass man mit dem Wort “Referenz” sparsam umgehen sollte, so nutze ich dieses jetzt bewusst, da sich alle von mir gebauten Lautsprecher am Klang dieser Boxen messen lassen müssen! Ganz besonders meine HQS-Lines!

Eigentlich wollte ich alle zukünftigen qualitativ hochwertigen Lautsprecherboxen mit “HQS” betiteln. Aber die Yamahachassis hatte ich bereits als Yamaha-Minimonitor verbaut und ändere am Klangbild nur noch wenig.

Am Rest des Frequenzgangs wird sich im Vergleich zum bisherigen Yamaha-Minimonitor nicht viel ändern. Ich werde zwar Excel statt Visaton nutzen  und das Gehäuse wird lang gezogen und nur noch halb so groß sein, aber ich erwarte keine deutlich hörbaren Unterschiede.

Weitere Simulationen sind müßig, da ich bekanntlich keine Daten der Yamahachassis habe und zur Nutzung von BoxSim die Visaton-Mittel- und Hochtonkalotten genutzt habe. Ich war bei der Suche eines passenden Tieftöners allerdings sehr überrascht, dass Chassis von anderen namhaften Herstellern auch bei dreifachem Preis nach meinen Kriterien nicht besser geeignet waren, als die Visatonchassis (AL 130, AL170 oder AL200). Auch wenn ich mit Visaton nicht verheiratet bin, gebührt Ihnen doch einiges an Lob für die gute Arbeit!

Da ich mein Zimmer mit ca. 10qm nicht vergrößern kann und nicht von fetten Bässen erdrückt werden will, lege ich Wert auf ganz leichte Membranen mit niedrigem “RMS” und niedrigem Klirrfaktor, damit schon bei kleinen Lautstärken alles super klingt!

Weiter geht es hier vermutlich erst im Sommer 2012, da ich vorher die HQS-Studioline testen (lassen) will.


Juli 2012:

Die Yamahamonitore auf WandhalterungenAus Kostengründen und auch, weil ich bis auf die Gehäuseform mit dem “Yamaha-Minimonitor” zufrieden bin, bleibt diese Box vorerst, wie sie ist. Sie wurde Ende Juli aber auf Wandhalterungen befestigt, um mehr Licht und mehr Platz auf dem Schreibtisch zu haben. Den Plan, eine Standbox zu bauen, habe ich aus Kostengründen und wegen zu geringem Verbesserungspotential verworfen.

Auch wenn Mitte September die HQS-Studioline gelungen ist,  stand unbewusst meine Entscheidung schon seit dem Frühjahr fest. Mein Erkennungssymbol, welches auf jeder meiner Seiten ganz oben doppelt vorhanden ist, die Yamaha-Minimonitorbox mit Rocoto-Chili geworden.

Allerdings steht die Optimierung der HQS-Studioline noch aus…

Die Entscheidung ist also getroffen:
Yamaha bleibt vorerst meine persönliche Referenz!
Ich habe meine Lieblinge endlich erkannt!