Surround-Rear-Box


CerAl vom Hersteller Surround-RearBevor ich mit den Yamaha-Boxen anfange, brauche ich noch ein leichtes Projekt. Das sind diese Lautsprecher in jedem Fall, da sie unter 5 kg pro Stück wiegen!

Zwei Dinge haben bei diesen Boxen allerdings Premiere:
Das schwarz durchtränkte MDF und das Arbeiten mit meiner neuen Oberfräse. Dieses Wissen kann ich gut für die Yamahas brauchen!

Eigentlich wollte ich die vom Hersteller CerAl getaufte Box für unser Bad nehmen, weil sie so schön weiß waren und sehr gut zu unserem weißen Badezimmer passen. Den passenden T-Amp hatte ich schon aus Taiwan bekommen. Aber dann hatte ich die Idee, dass diese Boxen Partner für unsere zukünftigen Boxen im Wohnzimmer werden könnten. Letztere haben alles Metallmembranchassis, die sich mit Keramik und Metall aus dieser Box vertragen könnten. Außerdem hat der Hersteller inzwischen Front- und Centerboxen mit diesen Chassis konstruiert, so dass ich tatsächlich damit ein preiswertes, aber qualitativ für mich ausreichendes Surroundsystem bauen könnte. Da wir dieses oder nächstes Jahr einen neuen Fernseher und einen aktuellen DVD-Player kaufen wollen, wäre ein passendes Surroundsystem super! Ein Subwoofer kommt dann auch noch dazu. Zuerst wird aber ein schon seit langem vorhandener und kaum genutzter Magnat-Billig-Subwoofer eingesetzt.

Die Quaakbüdel, die momentan als PC-Lautsprecher eingesetzt sind, werden dann im Bad genutzt. Als PC-Lautsprecher wird es ein Quaakbüdel-Renew geben, in dem neben dem bekannten Chassis ein Hochtöner eingebaut sein wird.

Jetzt kommen wir zum Bau. Da die CerAl auch in einer Lautsprecherbau-Zeitschrift getestet wurden, hatte ich diese Zeitschrift und auch den Herstellerbauvorschlag. Da ich diese Boxen möglicherweise mit dem Rücken an die Wand stellen will, habe ich den Bassreflexausgang nach vorne verlegt. Da ich die Abmessungen nur geringfügig verändert habe, ist die ursprüngliche Weiche nutzbar.

Heute habe ich endlich mal angefangen und die Frontplatten erstellt. Wie schon erwähnt: Schwarzes MDF und erstmaliger Einsatz meiner Oberfräse. Ende letzten Jahres habe ich die ersten Gehversuche mit einer Oberfräse in meinem Leben gemacht. Zusätzlich hatte ich einen Fräszirkel von Intertechnik und natürlich ein paar Fräser mittlerer Qualität gekauft.

Als erstes wurden die Einfräsungen für die Lautsprecherchassis in die Schallwand gemacht. Danach wurden alle Bohrungen ausgeführt. Die kleinen Tieftöner wurden von hinten mit 45 Grad eingefräst, damit sie mehr Luft bekommen.
Die Längsseiten haben eine runde Fase von gut einem Zentimeter. Außerdem haben alle Seiten aus optischen Gründen eine Schattenfuge bekommen. Leider hat mein Lieblingsbaumarkt beim Sägen gepfuscht, so dass ich alle Bretter nachbearbeiten muss! Insofern geht es erst in einer Woche mit dem Verkleben der Bretter weiter!

Hier ein paar Bilder von der Frontplatte:

Front Surround-Rear Frontplatte Surround-Rear Rückseite der Front des Surround-Rear

Surround-Rear und Alu-Studio-BoxDie Wartezeit wurde schon genutzt, um diese Frontplatten mit schwarzer Farbe anzumalen. Sobald dann die restlichen Platten gesägt sind, kann es mit dem Zusammenkleben weitergehen, wie es links im Bild zu sehen ist. Weitere Fotos werden folgen.

Das Anmalen war doch recht überflüssig. Nach dem Kleben muss man schleifen, egal, wie genau gesägt wurde! Stand 06.02.2011 ist, dass die Weichenbauteile eingebaut sind und nur noch die Rückwand befestigt werden muss. Danach geht es nochmals ans Schleifen. Die Front mit 400er Schleifpapier! Das kommt echt gut!

Am 14.02.2011 sind alle Bretter verklebt, die komplette Box geschliffen und die Front zweímal schwarz und einmal klar gestrichen.

In den nächsten Tagen werden die Reflexrohre eingeklebt, das Sonofill (Dämpfung) eingebracht, fünf Seiten bei beiden Boxen mit PVC beklebt, die Füße angeklebt und die Chassis angeschlossen und angeschraubt.

FERTIG!!!

Rear-Surround-Box Rear-Surround-Box Am 17.02.2011 war es soweit. Die kleinen Boxen waren fertig! Zumindest vorerst. Ich hatte inzwischen festgestellt, dass Wachsfarbe trotz Hartwachsüberzug viel zu empfindlich ist! Naja, und dass D-C-Fix nicht optimal für so etwas ist, war eh klar. Da ich die nächsten Boxen (Yamaha) ganz besonders “hübsch” haben möchte, werde ich das D-C-Fix wieder entfernen und das helle MDF furnieren. Das übt! – Die Front wird so bleiben. Wenn die Boxen später auf dem Schrank stehen, fallen die empfindlichen schwarzen Flächen nicht auf.

Der Klang:

Keine besonders große Überraschung. Die Bässe sind mir zu wenig. Das war aber zu erwarten. Für einen erwachsenen Lautsprecher sollte man mindestens einen 17er dazu nehmen! Für Rear-Boxen sollte es aber reichen.

Die Mitten habe ich unfairer Weise mit meinen Yamaha-Mitteltonkalotten verglichen. Der verwendete Lautsprecher kostet knapp 30 Euro und die Yamaha-Kalotte dürfte ca. 300 Euro wert sein. Insofern ist es klar, dass ihr der verwendete W4-657 (Tangband) nicht das Wasser reichen kann. Für sich genommen ist er aber für diesen Einsatzzweck ein guter Tief-Mitteltöner mit einem klaren Klang.

Der Hochtöner 25-1719 ist nicht nur klar, der macht klanglich durchaus etwas her! Ganz mühelos bringt der Höhen, dass es eine Freude ist. Ich werde den Bauvorschlag des Lieferanten noch dahingehend verändern, dass ich die bereits gesenkten Höhen um weitere 2 bis 3 dB senken werde. Der Hochtöner ist mir sonst zu vorlaut und der Musikgenuss nicht entspannt genug. Für den Einsatz als Rear-Box geht es aber auch schon ohne den Eingriff.

Insgesamt ist die Kombination der beiden Chassis optisch und akustisch sehr gut, auch wenn sie nicht an die 10 mal teurere Kombination der Yamahas herankommt. Alles hat eben seinen Preis!

Fazit:

Als Surroundsystem für annähernd kinoreife Brachiallautstärken ist diese Box als Rear zu gebrauchen (Räume bis 40 qm – kein Problem). Die Qualität ist für diesen Preis außerordentlich gut! Für die Frontbeschallung würde mir aber nicht der vom Lieferanten empfohlene doppelte Einsatz des W4-657gefallen, sondern ein Chassis mit 17 bis 20 cm Durchmesser. Die beiden ovalen Tangbands mag ich wegen ihrer Form nicht. Aber man könnte den W6-1108SA dazu nehmen. Das wäre einen Versuch wert! Ich schenke mir das und werde meine Yamahas für vorne links und rechts nehmen. Was ich mit dem Center anstelle, überlege ich mir noch. Vielleicht doch diese Box plus W6-1108SA?

STOOOOOOOOPPP!

Einen hab ich noch:
Da mir die D-C-Fix-Variante nicht gefällt und ich die Yamaha-Box furnieren möchte, nehme ich diese Box zum Üben. Das Mahagnoni-Furnier ist schon bestellt!

Zwischendurch habe ich noch an einem Anfängerkurs für Oberfräsen teilgenommen. Das sind die Übungsstücke:

Kurs Oberfräse - Übungsstücke

Inzwischen habe ich die erste Seite furniert und bin schwer enttäuscht. Die Ränder kleben nicht. Mal sehen, ob ich irgendwoher Tipps bekomme. Bis zur Klärung werde ich die Holzteile der Yamahas nicht bestellen.

Im April ist auch der furnierte Teil fertig. Allerdings sind durch die vielen Arbeiten die schwarzen MDF-Fronten reparaturbedürftig, was die Farbe angeht. Aber zu dieser Jahreszeit habe ich so viel vor, dass ich alles erst einmal so lasse. Ich habe die Boxen noch einmal Probe gehört und generell für gut befunden (mit den bereits genannten Einschränkungen). Sie werden die bisherigen Rear-Boxen ersetzen. Hier ein letztes Foto:

Surround-Rearbox mit Mahagoni furniertIch habe bei dieser Box vieles falsch gemacht und somit auch vieles gelernt. Ganz besonders, dass man keine gebohrte und gefräste Box selber mit einfachen Mitteln gut furnieren kann! Insofern wird die Yamaha-Box vom Tischler gemacht werden. Aber mehr dazu unter Technik/Lautsprecher/Yamaha-Monitorbox.