Quaakbüdel


So wie man sein kleines Kind liebevoll Quaakbüdel (Schreihals) auf platt genannt hat, so meine ich es auch mit dieser kleinen Box. Natürlich kann man die physikalischen Gesetze nicht verbiegen, aber was dieses Böxchen liefert, ist schon erstaunlich!

ACHTUNG! Dies ist eine Spaßbox! Hören mit ihr macht süchtig!

Ich wollte eine kleine Box bauen, die ich in den Urlaub mitnehmen konnte. Ursprünglich hatte ich vor, einen kleinen Verstärker mit einzubauen, was aber fehlschlug, weil ich nichts Passendes gefunden hatte. So blieb mir bisher nichts anderes übrig, einen kleinen Verstärker (ähnlich Dynavox CS-PA1) einzuplanen, was leider das Gesamtgewicht dieser Anlage auf 7 kg hochschraubt. Damit fällt das Mitnehmen im Flieger schon mal aus! Wer eine Idee bezüglich eines wesentlich leichteren Verstärkers (< 4kg) mit Klangregler und mindestens 2x 10 Watt Sinus hat, bitte mailen!

Hier nun ein Foto und etwas Technik. Beim Pinseln war ich mal wieder etwas hektisch und konnte es nicht abwarten. Daher gibt es ein Foto vor dem Anstrich der Seiten und eines hinterher. Und weil mir das schmutzige helle Braun nicht gefallen hatte, bekamen die Boxen im Oktober noch einen neuen silbrigen Anstrich.

Zwei Quaakbüdels können zwar eine Alu-Studio-Box nicht ersetzen, aber es macht unheimlich Spaß, ihnen zuzuhören!

Mein Quaakbüdel von Mitte 2008 Mein Quaakbüdel aus September 2008 Mein Quaakbüdel aus Oktober 2008

Frequenzgang meiner kleinsten Box

Quaakbüdel Weiche

Hier ist die BoxSim-Datei im ZIP-Format.

Die Boxen haben 1,5 Liter Inhalt. Das 3Zoll-Chassis ist von Aurasound, heißt NS3-193-8A und ist zu diesem Zeitpunkt für ca. 30 Euro pro Stück zu haben. Die Frequenzweiche ist absolutes Minimum. Das fertige Bassreflexrohr wurde auf 3cm abgesägt, um ein gewelltes, gebogenes Kunststoffrohr anzukleben. Damit wurden insgesamt 18cm Bassreflexrohr realisiert (gebogen), bei den Außenabmessungen von 11cm (Breite), 15cm (Höhe) und 13cm (Tiefe). Die Wandstärke beträgt aus Gewichtsgründen nur 4mm.

Auf dem Foto sieht man im Hintergrund meine vorige Box, genannt Alu-Studio-Box. Das dient nur zum Größenvergleich. Ein Vergleich bezüglich Qualität wäre ungerecht. Ein Paar Quaakbüdel für knapp 100 Euro gegen ein Paar Alu-Studio-Boxen für mindestens 400 Euro komplett mit Weichen und Holz, das kann man nicht vergleichen. Den kleinen Boxen verzeiht man gerne, dass sie nicht so viel Druck machen und nicht jedes Instrument so fein auflösen können! Jede Box hat ihre Berechtigung!

Getestet habe ich mit Rockmusik aus den Siebzigern. Das macht richtig Spaß! Einzig bei Supermax mit Lovemachine durfte ich den Lautstärkeregler nicht über die Hälfte drehen, um die Chassis nicht zu zerstören. – Wegen der für einen Hochtöner großen Membran sollten die Böxchen auf die Ohren ausgerichtet sein, um den vollen Pegel bei hohen Frequenzen zu bringen. – Wer kann, sollte die Boxenwände etwas dicker machen um das Dröhnen zu minimieren.

Generell macht diese kleine Box aber genügend Dampf und Spaß, um in einem kleinen Zimmer auch mal richtig laut zu hören! Der Druck auf den Magen bei tiefen Bässen gelingt zwar erst dann, wenn man sich eine der Boxen 30cm vor den Magen hält, aber ich ziehe das Musikhören über die Ohren vor!

Also viel Spaß beim Nachbauen! Der Spaß ist garantiert!