Native Speaker


Die ersten drei Seiten zur Yamahareferenz (Regalbox) haben sich überholt. Warum?

Yamahareferenz mit Bespannung Yamahareferenz, rund Ende 2013 hatte ich mit Acourate geliebäugelt, um den Sound in meinem Arbeitszimmer zu verbessern. Der Händler Herr Brüggemann war so fair und hat mir von seinem Produkt abgeraten, weil ich zu viele Reflexionen in dem Zimmer (10qm) hatte. Das kann nicht einmal sein Produkt ausbügeln. Dann war da das Thema des neuen Wohnzimmers (32qm). Dort sollte einiges umgebaut werden und wo ich schon in der Planung war, wurde gleich noch eine vernünftige Hörposition überlegt, um Musik genießen zu können. Das habe ich inzwischen auf dem Papier hinbekommen und plane jetzt die passenden Boxen mit meinen besten Chassis von Yamaha, dem Hochtöner JA-0526 und dem Mitteltöner JA-0802 . Dabei gehe ich auf uralten Pfaden, wo man noch breite Schallwände bevorzugt hatte. Zusammen mit der Idee eines 26cm-Subwoofers, ergibt das ein Paar von geplanten Boxen mit jeweils folgenden Abmessungen: 150cm Höhe, 40cm Breite und 19 cm Tiefe (innen 16 + 50 Liter). Da ein Hochtöner ganz oben zu hoch wäre, findet der Visaton-Tieftöner ganz oben seinen Platz, womit die mechanische Abtrennung in der Box zum Subwoofer besonders einfach wäre. Die durch eine Neigung nach hinten entstehende zusätzliche Zeitdifferenz der Abstrahlung vom Tieftöner zum Mittel- und Höchtöner, würde ich dabei als Kompromiss in Kauf nehmen oder auf die Neigung verzichten.

Da mir die gut 30 Jahre alten Yamahachassis schon immer zu hässlich waren, um sie in der Stube unterzubringen, gibt es bei der nun entworfenen Standbox eine davorliegende abnehmbare Bespannung mit schwarzem schalldurchlässigen Bespannstoff, der über alle Chassis gehen wird. Schematisch ist es mit und ohne Bespannstoff links und rechts zu sehen, wobei rechts die Chassirahmen der Yamahachassis schwarz angemalt wurden.

An der bereits für die FastReferenzbox entwickelten Weiche werde ich trotz breiterer Schallwand nichts ändern. Nach meinen Simulationen kann ich es mit dem Regler des Mitteltöners in den Griff bekommen.

Subwoofer 26W8534G00Der Subwoofer, ein Tieftöner von ScanSpeak 26W8534G00 wird später mit der Reckhornendstufe betrieben und wird dadurch nur den Frequenzbereich bekommen, der für ihn richtig ist.

Wenn irgendwann alles funktioniert, wird noch einmal über Acourate nachgedacht. (Auch ich versuche fair zu sein.)

Sobald sich etwas Neues ergibt, geht es hier weiter. Da zuerst das Wohnzimmer umgebaut wird und dabei das gesamte Geld gebraucht wird, könnte sich dieses Projekt in Richtung 2015 verschieben. Schließlich will ich eine optisch einwandfreie Box und die bekommt vermutlich nur ein Tischler und eine Lackiererei sauber hin!


Nachtrag vom 29.03.2014:
Ich fand es sinnvoll, den Tieftöner Visaton AL170 gegen einen ScanSpeak 18W8434G00 zu tauschen. Damit hatte ich nur zwei Hersteller in einem Gehäuse und dann auch noch zwei wirklich hochkarätige! Einen deutlich spürbaren Klanggewinn rechne ich mir dabei allerdings nicht aus. So schlecht sind die ALs von Visaton wirklich nicht!

Der Name dieser “neuen” Box, gefunden durch den zu erwartenden natürlichen / naturnahen / dem Original naheliegenden Klang:

Native Speaker!


15.09. – 17.09.2014: Neue Bilder. Meine Boxmöglichkeiten:

Native Speaker native-speaker04 native-speaker05

Aus Gründen der Machbarkeit und des Preises wird es höchstwahrscheinlich die Version des Bildes ganz rechts werden. Ein par kleine Feinheiten werden noch verändert, aber das Erscheinungsbild wird sich nicht mehr ändern. Die ersten Absagen für solch eine Box habe ich schon von CNC-Werkstätten. Im dreistelligen Bereich soll die Herstellung unmöglich sein, wenn auch noch Zusammenbau und Lackierung enthalten sein sollen. Auch wenn ich es nicht wirklich will, so komme ich langsam wieder zu dem Punkt mir das fertig gefräste und fertig furnierte Material kommen zu lassen. Dann bin ich wieder einmal für das Zusammenbauen, Schleifen und den Anstrich des MDF verantwortlich. Möglicherweise kann ich das zu färbende MDF noch fremd vergeben, wenn es nicht zu teuer wird. Aber der elektrische Inhalt hat mich dann maximal 500 Euro für zwei Boxen gekostet. Da habe ich die Messlatte für das Holz mit knapp 1000 Euro für die fertigen Gehäuse aus meiner Sicht schon sehr hoch gelegt! Und Füße sind noch nicht im Preis enthalten.


19.10.2014: Ich habe jetzt zwei Wochen lang immer wieder Gehäuse gezeichnet und weiß allmählich, was ich will. Die obigen Bilder zeigen schon grob mein Gehäuse und tatsächlich – so etwas gibt es schon, wenn auch in super super teuer:
Sonus Faber –  Elipsa red bzw. Stradivari für 16000 bzw. 33000 Euro!

Deren Preis von gut 16000 Euro versuche ich mit maximal 1000 Euro nur für die Gehäuse leicht zu unterbieten! Meine Anfragen bei verschiedenen CNC-Werkstätten wurden dementsprechend “unwillig” beantwortet, wenn überhaupt. Mir ist vollkommen klar, dass ich für dieses “kleine Geld” keine ernsthafte Kopie bekommen kann, aber kopieren will ich ja auch nicht. Die Gehäuseform hatte ich schon vor dem Mir-Bekanntwerden von Sonus Faber Anfang September im Auge.

Mein Ziel:

Tiefe links und rechts außen 15 cm; Tiefe mittig 25 cm; Breite zwischen 50 und 60 cm; Höhe zwischen 120 und 140 cm; Volumen innen 100 – 110 Liter. Mittig und außen MDF schwarz gestrichen und der Rest Mahagonifurnier auf MDF oder Multiplex.

Merkwürdigerweise hat es sich ergeben, dass ich jemanden in Belgien gefunden habe, der mich ermutigt und mir Tipps gibt, wie ich möglicherweise den Preis von 1000 Euro für beide Boxen erreichen kann und dabei nicht zu weit von meinem Wunschziel abweichen werde. Das ist aber wenn überhaupt nur möglich, wenn ich selber die Box zusammenbaue, schleife und anmale. Ob das etwas wird?


20.10.2014: Es wurde nichts! Passend zu meinem ersten wirklich misslungenem Brotrezept kam einen Tag später die Info, dass meine geplante elliptische Box mehr als doppelt so teuer werden würde, wie geplant. Das ist es mir dann doch nicht wert und so bin ich wieder am Zeichnen! Statt oval versuche ich es jetzt mit der typisch rechteckigen Form, wobei ich die Seiten leicht runden und die Front etwas herausziehen möchte, wie auf den obigen Bildern schon zu erkennen ist. Mal sehen, was es damit wird!


23.10.2014: Der Kontakt in Belgien hatte doch nicht so gut gepasst. Aus meiner Sicht hat er zu hohe Ansprüche an sich und an die von ihm gefertigten Lautsprecherboxen, die mit meinem “Billigteil” (1000 für die “Kopie” eines 16000 Euro Originals) nicht zusammengepasst haben. Aber der Kontakt mit ihm war nett – selbst bis zum Ende!
So bin ich wieder bei meinem “alten” Lautsprecherbauer gelandet. Nachdem wir immerhin die Machbarkeit des Gehäuses hinbekommen haben, muss ich jetzt noch einen geänderten Plan hinschicken. Dazu muss ich aber alles neu zeichnen, weil sich vieles geändert hat und er für meinen Geschmack die Fräsungen recht knapp macht. Da muss ich an manchen Stellen etwas dazu addieren. Aber wenn es gar nicht für 1000 Euro machbar wäre, hätte er hoffentlich schon jetzt abgelehnt.


Native SpeakerNative Speaker25.10.2014 00:30: Es ist vollbracht! In nur 5 Stunden habe ich die komplette Box neu gezeichnet! Jetzt muss sie nur noch angenommen und gefräst werden!

Und so etwas soll nicht für 1000 Euro gefertigt werden können?!

Mir bleibt mit dem Bausatz noch genug Arbeit: Der schwierige Zusammenbau, verkleben, Furnier aufkleben, schleifen, Kabeldurchführungen bohren, Weiche bauen, Weiche + Chassis + Regler + Terminal befestigen und alles mit verschiedenen Lacken streichen!

Mit der Form gehe ich bewusst gegen den Trend der schmalen Schallwände wegen der besseren Abstrahlung und dem geringer ausgeprägtem baffle step. Außerdem sieht es doch mehr nach einem schönen Möbelstück, als nach einem hochtechnischen Lautsprecher aus, oder?

Und am 31.10.2014 wurde der Auftrag für die Holzteile für knapp unter 1000 Euro angenommen. Ein Hoch auf meinen langjährigen Boxenbauer in Lippstadt!

Die Dokumentation meines Zusammenbaus, der Anfang 2015 beginnen wird, wird dann auf der nächsten Seite fortgesetzt. Vor dem Zusammenbau geht es aber mit meinem Raspberry-Chiligewächshausprojekt weiter.