Knalltüte


Planung der KnalltüteDer Name ist eigentlich extrem unpassend, da es sich um sehr hochwertige Lautsprecherchassis von SB Acoustics (SB65WBAC25-4) handelt! Sie sind mit einer Front von gut 6 x 6 cm allerdings extrem klein!

Zur Zeit der Erstellung dieser Seite ist mir nur ein privater Lautsprecherbauvorschlag mit diesen Chassis bekannt, aber in einer Fachzeitschrift waren sie so gut bewertet, dass ich sie den ursprünglich geplanten preiswerteren FRS-8 von Visaton vorgezogen habe, auch wenn sie noch kleiner sind. Das kleinere Gehäuse war allerdings der Hauptgrund neben der Qualität.

Sollte ich je einen passenden Hochtöner für ein Linearray mit den SB-Acoustics-Chassis brauchen, so würde es der Omnes Audio T25H mit 20 Euro werden.

Aber nun endlich von vorn! Zuerst braucht man einen Verwendungszweck. Der kam in Form eines Musik-Players mit Raspberry. Es soll mein “Gesellenstück” werden. Ein Meisterstück wird es nie, da ich kein Meister bin. Ursprünglich hatte ich dafür den auf dem Foto sichtbaren Musicman vorgesehen, aber es gibt immer wieder Probleme mit dem internen Akku oder vergessenen Einstellungen. Das waren die Gründe für einen Selbstbau!

Ich selber kann leider keine so winzigen Lautsprecher inklusive Verstärker bauen, wie es der Musicman zeigt. Auch der Preis von ca. 25 Euro ist beim Selbstbau nicht zu schaffen, selbst wenn man den billigsten Schrott zusammenbaut. So habe ich also mehr Wert auf Qualität und weniger auf den Preis gelegt. In diesem Fall hieß das, dass ich für ein Lautsprecherchassis schon so viel bezahlt habe, wie der Musicman mit Antenne kostet!

Momentan bin ich mir beim Verstärker noch nicht sicher, aber wenn es ein 5-Volt-Verstärker sein soll, gibt es kaum Auswahl und es wird ein 3-Watt-Stereo-Verstärker für rund 5 Euro werden, was eigentlich nicht zu den guten Chassis passt. Die Alternative ist ein Spannungswandler von 5 auf 12 Volt, um leistungsstärkere Verstärker mit meinem Powerpack nutzen zu können.

Mein Plan zum anfangs geplanten Bassreflex-Gehäuse stammt aus diesen Berechnungen:

Plan zur Knalltüte

Auch wenn die simulierten 63 Hertz vermutlich nie erreicht werden, so wäre ein Tiefton unterhalb von 100 Hertz schon sehr ordentlich! Das geht natürlich nur bei minimaler Lautstärke, aber das ist mir egal!

Geschlossene Box mit 1 LiterMitte Dezember 2016 habe ich mich entschieden: Das kleine Chassis wird auch für Schallzeilen empfohlen, wie ich sie in unserer Kirche gerne einsetzen würde. Dort könnte ich aber kein großes Volumen nutzen. Um schon jetzt Erfahrungen zu sammeln, bleibt somit für die jetzige Box nur die geschlossene Variante mit ca. 120 Hertz als unterer Frequenz bei -3dB (Bild links). Mit einem Hochpasskondensator von 470 µF könnten es vielleicht 100 Hertz werden. Ich werde das testen. Auf jeden Fall wird es jetzt nur 1 Liter im geschlossenen Gehäuse pro Chassis geben.

Die von mir geplante Stereo-Mini-Soundbar ist dann rund 26 cm breit, vorne gut 10 cm hoch, hinten ca. 8 cm hoch und rund 15 cm tief mit Extrafach für den Raspberry B, einen 3-Watt-Stereoverstärker und den Akku. Die Löcher für Schalter und Lautstärkeregler fehlen noch. Zu sehen ist aber schon ein Loch für die Sicht auf die Akkuanzeige. Hier also meine Idee als Mini-Soundbar, von vorne und von hinten:
Knalltüte von vorne Knalltüte von hinten

Die Frontplatte ist 10 mm starkes MDF, welches mit matt-schwarzer Wohnraum-Lack-Lasur gestrichen wird. Alle übrigen Bretter sind Birke-Multiplex mit 6 mm Dicke. Die sichtbaren Flächen werden ein dunkles Holzfurnier bekommen, welches mit mattem Klarlack geschützt wird. So der Plan.

Aber es kam anders…