Messen mit ARTA


Allgemeines

Ich hatte seit dem Umbau meiner Seiten von HTML auf WordPress nichts an meinen ARTA-Seiten geändert. Nachdem ich zwei Lautsprechertypen gebaut hatte, ohne sie zu messen, wurde es Zeit, dieses nachzuholen. Meine alte ARTA-Box (Foto links) war mir inzwischen zu groß und so gab es eine kleinere Zusammenstellung der nötigen Komponenten ohne gemeinsames Gehäuse (Foto rechts). Von oben nach unten: USB-Soundkarte Behringer UCA-222, selbstgebaute ARTA-Box, Mikrofonvorverstärker Monacor MPA-102, Endverstärker t.amp PM40C.

Die alten ARTA-Seiten sind noch unterhalb der Downloads gespeichert, falls von Interesse. Motivation für die Neuerstellung war, dass meine alten ARTA-Seiten trotz ihrer geringen Qualität immerhin als Einsteigerseiten in einem Forum genannt wurden. Einsteigerseiten sollen sie auch weiterhin sein – und nicht mehr! Außerdem brauchte ich ein “Rezept” zum Messen wegen meiner Vergesslichkeit! 😳 

Meine ARTA-Themen sind wie folgt zu finden:

Seite 1: Allgemeines
Seite 2: Einstellungen unter Windows 10
Seite 3: Einstellungen in ARTA
Seite 4: Frequenzgangmessung des Endverstärkers
Seite 5: Mikrofonkalibrierung
Seite 6: Frequenzgangmessung eines Lautsprechers (mit “Rezept”)
Seite 7: Impedanzmessung eines Lautsprechers
Seite 8: Optimierungen auf Grund der Messungen


Warum ARTA?

Die Antwort kann ich nicht für jeden befriedigend beantworten. Ich hätte mir nach fünf Jahren ARTA fast “ATB PC Pro” gekauft, weil es einfacher zu bedienen sein soll. Das ist durchaus ein wichtiger Punkt! Wenn man ARTA nur zweimal im Jahr nutzt und sich jedes Mal in die Bedienung einarbeiten muss, ist das sehr nervig.  Das soll nun durch diese Seiten mittels eines noch zu erstellenden “Rezepts” vereinfacht werden und außerdem hatte ich schon alle (teuren) Komponenten. ARTA schneidet zudem bei Vergleichen gut ab und die Unterstützung in Foren wird immer wieder als gut bezeichnet. So bin ich dabei geblieben. Und wer hätte sonst diese Anfängerseite erstellen sollen, wenn nicht ein dauerhafter Anfänger? 🙂

Was kann man mit ARTA messen?

Das Wichtigste, was aber auch andere Programme können, ist, den Frequenzgang eines Lautsprecherchassis zu bestimmen. Dass man auf Grund des nicht vorhandenen akustisch perfekten Messraums, besonders unterhalb 150 Hertz, kaum noch zu brauchbaren Ergebnissen kommen kann, ist bei allen Programmen gleich. – Weiterhin gibt es noch die LSP-Parameter, Impedanz, Phasen und einiges mehr. Am Besten selber auf der ARTA-Seite nachlesen.

Was braucht man für Lautsprechermessungen mittels ARTA?

Das kann man natürlich in der originalen Doku in Kapitel 1 (Requirements) nachlesen, aber hier in Kürze:
Ein aktueller PC mit Windows und ARTA, eine USB-Soundkarte (vollduplex), Mikrofon (evtl. mit Vorverstärker), Endverstärker, Lautsprecher, diverse Kabel und möglichst eine “ARTA-Box”.

Woher bekommt man ARTA und was kostet es?

Das ARTA bekommt man über den Download-Link erst einmal kostenlos, kann aber auch eine Vollversion kaufen, bei der ein paar zusätzliche Funktionen freigeschaltet sind. Für Privatgebrauch hat man im November 2018 79 Euro bezahlt. Die sogenannte Box ist aber nicht dabei und gibt es vermutlich auch nicht fertig zu kaufen. Wer weiß, an welcher Seite man einen Lötkolben festhalten sollte, kann sich die Teile für weit unter 50 Euro bestellen und selber zusammen löten (Foto rechts).

Auswahl weiterer ARTA-Links:

http://www.artalabs.hr/download.htm (das Original)
http://www.artalabs.hr/appnotes/ap1_measuringbox-rev4eng.pdf (die ARTA-Box)
https://www.hifi-selbstbau.de/grundlagen-mainmenu-35/softwaremesstechnik-mainmenu-66/85-arta-und-seine-spieesellen-steps-und-limp-fortgeschrittene
https://www.hifi-selbstbau.de/grundlagen-mainmenu-35/fuer-dummies/428-messen-fuer-dummies-teil-1
http://www.uibel.net/bauvor/bv_tutorials/arta/arta.html
http://www.db-junkies-suhl.com/Messsoftware%20und%20BDA/Arta%20BDA.pdf

Meine Beispielkonfiguration:

USB-Soundkarte Behringer UCA-222 (ca. 20 .-)
ARTA-Box (selbstgebaut, ca. 30 .-)
Mikrofonvorverstärker Monacor MPA-102 (ca. 100 .-)
Messmikrofon Behringer ECM-8000 mit Kalibrierung (ca. 100 .-)
Endverstärker t.amp PM40C (60 .-)
Zusätzlich braucht man noch diverse Kabel, Stecker, Kleinteile (20 .-)

Spätestens jetzt wird klar, dass es nur dann Sinn macht darin zu investieren, wenn man es oftmals nutzt!