Basics – Stream software


Musik-Software

Gleich am Anfang der Hinweis, dass ich inzwischen ausschließlich XBMC mit HiFiBerry nutze!

a) Installation und Konfiguration der Abspielsoftware “mpd” und “mpc”

Zuerst wird der Raspberry wieder auf den neuesten Stand gebracht. In die Kommandozeile gibt man ein:

$sudo apt-get update
$sudo apt-get upgrade

Wenn bei einer Installation “Do you want to continue…” dort steht, gibt man ein “y” ein und schließt es mit der “Enter”-Taste ab.

MPD ist der Dienst, der laufen muss, um überhaupt Musik hören zu können und MPC ist die Bedienung dazu. Für die Installation beider gibt man folgenden Befehl ein und behandelt die Frage genauso wie oben:

$sudo apt-get install mpd mpc

Bei mir tauchen am Ende der Installation Fehler auf. zum Einen kann nicht auf “[::1]:6600 gebunden werden und zum Zweiten kann eine Datenbank in “/var/lib/mpd/tag_cache” nicht gefunden werden. Zur Beseitigung der diversen Meldungen werden zuerst ein paar Zeilen eingetippt:

$sudo service mpd stop
$sudo chmod -R g+w /var/lib/mpd
$sudo chmod -R g+w /var/run/mpd
$sudo chmod -R g+w /var/log/mpd

Und als weitere “Schikane” wird jetzt noch ein Editor geöffnet, um die Fehlermeldung für den “bind” wegzubekommen.

$sudo nano /etc/mpd.conf

In der angezeigten Datei such man die Zeile, die mit “bind_to_address” anfängt. Mittels der Cursortasten kann das Bild nach unten gescrollt werden. Den Cursor positioniert man unter das “b” von “bind” und drückt auf die #-Taste, so dass dieses Zeichen (Doppelkreuz) vor “bind…” zu stehen kommt. Damit ist die Zeile auskommentiert und sollte wenig Schaden anrichten! smile
Wirksam wird das aber erst nach Abspeichern und Neustart. Das Abspeichern geschieht mit <Strg> gedrückt halten und zusätzliches kurzes Drücken der “X”-Taste, Loslassen beider Tasten, einmaliges Drücken der “Y”-Taste und der “Enter”-Taste. Wenn der Prompt wieder sichtbar ist (ein paar Zeichen mit einem “$” am Ende) und man damit eine der schwierigsten Hürden geschafft hat, gibt man den folgenden Befehl für einen Neustart ein:

$sudo reboot

Jetzt kann man endlich einen aktiven Lautsprecher (immer deutlich über 8 Ohm) in die Klinkenbuchse des Raspberry stecken und mit gemäßigter Lautstärke einschalten. Nach dem Neustart meldet man sich wieder mit Adminrechten an und kann den ersten Soundcheck machen, indem man die folgenden Befehle eingibt. Der erste fügt eine abzuspielende Internetadresse zu den bestehenden hinzu. Das ist auch nach Neustart gespeichert. Der zweite Befehl setzt die Lautstärke auf 100%. Der dritte Befehl startet den Abspielvorgang und wenn alles funktioniert hat, kann man mit dem vierten Befehl das Abspielen anhalten. Der fünfte Befehl spuckt die Hilfe mit den weiteren Möglichkeiten aus.

$mpc add http://player.ffn.de/ffn.mp3
$mpc volume 100
$mpc play
$mpc stop
$mpc help

Leider funktioniert das Abspielen nicht bei jedem Sender. Da muss jeder für sich Ursachenforschung betreiben. Die von mir angegebene Adresse hat zumindest um den 15.06.2013 herum bei mir funktioniert.

Wem das noch zu leise ist, der sollte mal mit den Einstellungen des amixers experimentieren. Beispielsweise bringt es schon dieser Befehl:

$sudo amixer cset numid=1 98%

23.06.2013:
Leider funktioniert das Abspielen eines No23Live-Streams ohne zusätzliche AddIns bei mir nicht mit dem mpd. Deshalb folgt jetzt der VLC-Player!

b) Installation und Konfiguration der Abspielsoftware VLC

Der VLC-Player ist auch unter Windows recht bekannt und ich bin froh, endlich eine Software gefunden zu haben, die mir den MMS-Stream von No23Live abspielen kann. Und das sogar, ohne die grafische Oberfläche zu nutzen, was die CPU entlasten dürfte. So ganz “nebenbei” kann VLC auch Videos abspielen, was ich hier aber nicht benötige.

Die Installation und auch die Konfiguration sind extrem einfach:

$sudo apt-get install vlc

Nach dem obligatorischen “y” wird reichlich Software installiert, aber bei einer 8GB-SD-Karte ist das kein Thema. Ich mache aus Prinzip noch einen Reboot:

$sudo reboot

Dann melde ich mich mit meinem User “Pi” an und starte den VLC mit angehängtem Link, der wiederum auf einen funktionierenden No23Live-MMS-Stream verweist. Man kann natürlich hier auch den MMS-Link angeben!

$vlc https://spassamhobby.de/test.php –volume=256

Obwohl ganz viele rote Fehlermeldungen erscheinen, die ich leider nicht komplett deuten kann, außer dass er wegen der fehlenden Grafikoberfläche meckert, geht es! Als Prompt erscheint allerdings ein “>”. Da ich aber keine weitere Bedienung benötige, ist mir das egal. Linux-Freaks werden wissen, was zu tun ist. Mittels “quit” oder <Strg> + <c> wird dann VLC beendet und man erhält wieder den typischen Prompt “$”. Am 30.06.2013 hat es tatsächlich mit dem Livestream aus der Kirche funktioniert! Am 18.12.2013 habe ich vlc wegen Instabilität des “pulseaudio” aus dem Raspi verbannt! Im Januar 2014 wurde Bluetooth entfernt und seitdem arbeitet auch VLC und Pulseaudio wieder gut!


Im Sommer 2017 war das Thema Stream wieder aktuell und ich habe noch ein paar Tipps unter Jessie:

Abspielen:

$cvlc -L http://c14000-l.i.core.cdn.streamfarm.net/14000cina/live/3212erf_96/live_de_96.mp3 –sout=file/ps:test.mp3 vlc://quit

Stream speichern:

$cvlc -L http://c14000-l.i.core.cdn.streamfarm.net/14000cina/live/3212erf_96/live_de_96.mp3 –sout “#transcode{acodec=mp3,ab=128,channels=2,samplerate=44100}:std{access=file,mux=raw,dst=OUTPUT}” vlc://quit

Abspielen und speichern auf der SD-Karte:

$cvlc -L http://c14000-l.i.core.cdn.streamfarm.net/14000cina/live/3212erf_96/live_de_96.mp3 –sout ‘#duplicate{dst=display,dst=”transcode{acodec=mp3,ab=128,channels=2,samplerate=44100}:std{access=file,mux=raw,dst=OUTPUT}”}’ vlc://quit

c) Sprachausgabe

Ich habe außerdem mit Sprachausgabe experimentiert und zumindest ein funktionierendes Beispiel, wobei es sicherlich bessere Stimmen gibt.

Die Installation der Software:

$sudo apt-get install espeak

Aufruf zum Vorlesen des aktuellen Datums, bzw. aus einer Datei:

$echo $(date +%d)ter $(date +%m)ter $(date +%Y) > datum.txt
$espeak -v de -s 120 -p 30 -f datum.txt 2>/dev/null