Basics – Hardware


Raspberry Pi
Ich habe 2012 und 2013 insgesamt vier Raspberry Pi V2 von der Firma Reichelt bezogen und alle waren ok, lediglich dem ersten fehlte ein Kondensator, was sich aber im Betrieb nicht ausgewirkt hatte. Ein Firmwareupdate, was ich bei einem Raspberry im Herbst 2013 gemacht hatte, brachte bei meiner Verwendung keinen Unterschied und ich habe bis Mitte 2016 darauf verzichtet, die restlichen mit einem Firmwareupdate zu beglücken.

Raspberry Kühlkörper
Auf Kühlkörper habe ich nie verzichtet, auch wenn ich nicht übertakte. Bei meinem wichtigsten Raspi, dem HiFi-Player, habe ich sogar einen größeren LED-Kühlkörper genutzt, um ganz sicher zu gehen.

Raspberry-Gehäuse
Raspberry-Gehäuse habe ich bisher drei getestet. Das weitverbreite TEK-Gehäuse geht schon beim Schließen kaputt. Dann gibt es (wiederum über Reichelt bezogen, sorry!) ein doppelt so teures unspektakuläres rechteckiges zweiteiliges Gehäuse von CAMDENBOSS, was sich zwar auf den ersten Blick etwas brutal schließen lässt, aber dann doch recht stabil ist. Ich selber bevorzuge ein Himbeer-rotes (Hersteller unbekannt), welches mit vier Schrauben ordentlich geschlossen werden kann. Außerdem sieht es “kultig” aus! Bei der Gehäusewahl kann man sich so richtig austoben! smile
Stand 2016: Gehäuse für Raspberrys mit nur zwei USB-Buchsen werden selten. Besser auf Vorrat kaufen, falls man noch mit diesen alten Raspis arbeitet!

Raspberry-Netzteil
Die Stecker-Netzteile waren wieder einmal von Reichelt bezogen, mit 5V/1A, wobei ich mir später ein 2A-Netzteil bestellt habe, weil der neue 3G-Stick so viel Strom zieht! Bei meinen Raspberry fliegt dabei glücklicherweise keine SMD-Sicherung heraus, wie es wohl in älteren Modellen schon passiert ist!

SD-Karten
ACHTUNG! Ich bin ein “Fan” von Reichelt (von den Versandkosten abgesehen), muss aber hier vor einer SD-Karte der Firma Platinum warnen (2014 über Reichelt bezogen), die mir mein Arbeiten mit dem Raspberry total vermiest hat: Platinum 8GB Class 10! Die Karten haben im Laufe ihres Lebens immer seltener gebootet!
Man kann mit einer 2GB-SD-Karte arbeiten, aber dann stößt man schnell an die Grenze. 4GB sollte reichen, aber wegen des Preis-/Leistungsverhältnis nehme ich recht schnelle (Class 10) 8GB-Karten. Ich habe gute Erfahrungen mit “SanDisk Extreme 2/4/8GB” und “Samsung 8GB class4” gemacht, auch über Reichelt bezogen. Die 4GB-Karte nehme ich zum Testen, weil sie alle 8GB-Karten mit dem Image versorgen lassen. Ein Image der 8GB-SanDisk ist für die 8GB-Samsung zu groß! SD-Karte ist nicht gleich SD-Karte! Selbst zwei Karten nach gleicher Norm, nämlich Class 10, können sichtbar unterschiedlich sein! Eine 8BG-Platinum ist langsamer, als eine 8GB-SanDisk!
Ende Januar 2014 habe ich noch einen SD-Karten-Adapter für rund 8 Euro gekauft und in meinem HiFi-Player eingesetzt. Durch die Verwendung einer Mikro-SD-Karte ragt außer dem Stromanschluss nichts mehr unten aus dem Raspi heraus und die “Montage” war total einfach! Einstecken und geht! Es wird allerdings davon berichtet, dass manch ein Gehäuse nachgearbeitet werden musste.

WLAN
Als WLAN-USB-Sticks habe ich “TL-WN725N” von TP-Link, den gängigen von Edimax “EW-7811”, einen mit Antenne von Logilink “WL0085” und einen mit Antenne von Edimax “EW-7711UAn” getestet. Alle Sticks haben auf Anhieb funktioniert, lediglich bei Nutzung des Tools “wpa_supplicant” sind mehrere Modelle zeitkritisch!

3G/GSM/UMTS
Mein bisheriger 3G-Stick ist aus einem Vodafone-Paket von 2010 und hatte glücklicherweise keine Provider-Bindung: K3565-Z. Er hatte problemlos funktioniert, wenn man von meinen standortbezogenen Empfangsproblemen absieht. Neu ist ein zweiter von Huawei, der E303, der auch einfach so funktioniert hatte. – Bei meinem Streamingclient mit Lautsprecher an der Klinkenbuchse hatte ich das typische “Handybrummen” im Lautsprecher! Also gut getrennt voneinander betreiben! (Mindestens ein Meter USB-Verlängerung für den 3G-Stick!) Ich teste dazu gerade Bluetooth.

Bluetooth
Bei Bluetooth habe ich inzwischen mit einem alten Hama “Nano” V2.1 und dem brandneuen “Inateck BTA-CSR4B2 V4.0” Erfahrungen sammeln können. Beide haben als Hardware problemlos funktioniert, lediglich die Installation und Konfiguration beim Raspberry ist noch komplizierter, als bei WLAN! Ich habe mich aber aus Stabilitätsgründen generell von Bluetooth beim Raspberry verabschiedet, besonders weil das gebräuchlichste WLAN (2,4 GHz) im gleichen Frequenzbereich arbeitet und vom Bluetooth gestört wird!

Soundkarte
Zuerst habe ich klein angefangen und eine USB-Soundkarte von Creative gekauft. Die war besser, als der Raspisound, aber noch nicht top. Immerhin hatte sie auch noch einen Mikrofoneingang, was die DACs nicht hatten.

HiFi-Soundkarte (DAC)
Für einen guten Sound musste es etwas mehr sein. Zuerst war der kleine “Sabre USB DAC” dran und der war sogar für mich hörbar besser, als die Creative, aber leider noch minimal schlechter, als mein alter iPod. Der anschließend gekaufte “Sabre U2 USB DAC” war dann endlich eine Winzigkeit schöner im Klang. Damit konnte ich leben!

Lautsprecher
Meine Lieblings-Lautsprecher, weil klein und effektiv bei annehmbarem Preis, sind die würfelförmigen der Firma Jaytech, die ich scherzhaft auch als Brüllwürfel bezeichne. Die Bluetoothversion ist identisch, bis eben auf Bluetooth und auf 5 Euro Aufpreis. Andere Hersteller solcher Würfel haben sich in der Bluetoothversion die Micro-SD-Karte und den Kopfhöreranschluss geschenkt. Letzteren möchte ich aber unbedingt nutzen können!

Tastatur und Maus
Nachdem die USB-Anschlüsse des Raspberry für Tests doch recht wenige waren, habe ich mir von Logitech eine Funk-Tastatur mit Pad gekauft: K400r. Damit bleibt zumindest ein USB-Anschluss frei. Wer unbedingt beide benötigt, muss den Raspberry remote bedienen oder mittels aktivem USB-Hub die USB-Anschlüsse vervielfältigen.

Akku
Für den GoDi-Player hatte ich Januar 2014 einen Akku in Betrieb genommen und bin sehr zufrieden damit. Lediglich das Ausschalten der Spannung wäre schön gewesen! Es ist ein “TeckNet POWER-BANK iEP360”. Der Betrieb geht bis zu 6 Stunden und die Aufladezeit ist ungefähr 1,5 mal so lang. Schön war, dass das Raspi-Netzteil genau passt und mit dem mitgelieferten ca. 20 cm langen Kabel der Raspi ohne Adapter angeschlossen werden konnte!


Hardware-Beispiele mit ungefähren Preisen aus 2015

Funktion Preiswertes Bauteil ca. € Getestete Empfehlung ca. €
Minicomputer Raspberry Pi Modell B mit 512MB 40 Raspberry Pi Modell B mit 512MB 40
Kühlkörper Kühlkörper-Set 5 Kühlkörper-Set 5
Minicomputer-Gehäuse Tek-Berry 5 Camdenboss 12
Stromversorgung Steckernetzteil 5V 1A microUSB 5 Steckernetzteil 5V 1,2A microUSB 7
Speicher SD-Karte 4GB Class4 4 SD-Karte 8GB Class 10 10
WLAN USB-WLAN-Stick 6 Edimax EW-7811 8
UMTS UMTS-USB-Stick 25 Huawei E303 25
Bluetooth Bluetooth-USB-Stick 3 Inatek V4 10
Soundkarte Soundkarte-USB-Stick 5 Creative Soundblaster Play 20
HiFi-Soundkarte DAC-USB-Stick 30 HiFiMeDiy Sabre U2 50
Mini-Lautsprecher Mini-Aktiv-Lautsprecher 10 Jaytech Mini Bass Cube 15
Tastatur + Maus (USB) Standard 20 Logitech K400r 30
Akku Power-Bank 17 TeckNet Power-Bank iEP360 23