Test – Test – Test

Ich muss ja noch von meinen Tests berichten! Meiner Vergleichsboxen waren die „Little Grandson“, die nicht meine Entwicklung, aber sehr gut zum Vergleichen sind, da sie klein sind und von unter 50 Hertz bis mindestens 20 kHz einen sehr gradlinigen Frequenzgang haben. Außerdem sind sie preislich ungefähr im gleichen Rahmen und als Zweiwegeboxen sogar günstiger. Die andere Vergleichsbox ist die angekündigte „Studio2BR-KE“, die preislich doppelt so hoch liegt und der Favorit in diesem Dreierteam ist.

Ein Ziel der Whisper war, eine Box zu bauen, die eindeutig meine Idee ist, also Chassis verbaut hat, die so noch niemand zusammen genutzt hat. Dann sollte sie möglichst preiswert und trotzdem qualitativ hochwertig sein. Und sie muss locker auf einem Schreibtisch Platz finden!

Soweit die Vorüberlegungen – nun der ultimative Test!

Nachdem die Weiche bereits als gut gemessen wurde, was sagt mein Gehör dazu? Das ist zwar nicht berauschend, aber mein wichtigstes Testinstrument! wink

Ich habe wie immer meine Testmusikstücke in Mono abgespielt und zwischen den drei Boxen gewechselt. Die Musikstücke kenne ich so gut wie auswendig und weiß, worauf ich achten muss. Bei Marla Glen ist nicht nur viel Bass zu hören, sondern auch ein Zischeln bei S-Lauten. Ein anderes Musikstück hat ganz schwach zu hörende Hi-Hats an einer Stelle und bei zwei Musikstücken kann man bei sehr guten Lautsprechern hören, dass ein Musiker den Takt mit dem Fuß auf dem Holzfussboden schlägt. Das höre ich aber nur bei hoher Lautstärke oder bei Chassis, die locker unter 30 Hertz schaffen. Das schafft nicht einmal die Studio2BR-KE, sondern nur meine „Native Speaker“.

Ein weiteres Kriterium ist noch die Trompete. In Natura habe ich schon leichte Probleme den Klang schön zu finden. Wenn ein Lautsprecher falsch abgestimmt ist, halte ich es gar nicht aus! Diese drei Lautsprecher haben es gleich gut wiedergegeben!

Die Höhen waren unauffällig und die Mitten sehr natürlich und damit auch unauffällig. Genauso mag ich es! Beim Bass habe ich dann doch noch Unterschiede hören können. Obwohl theoretisch die Whisper minimal tiefer in den Basskeller kommen müsste, als die Studio2BR-KE, macht letztere für meinen Geschmack mehr oder besseren Bass. Nicht umsonst ist das verwendete Chassis seit über 20 Jahren im Lieferprogramm einer deutschen Firma, wobei einige der skandinavischen Chassis mindestens genauso gut sind! Außerdem ist es als 13cm-Chassis eine Nummer größer, als das 10cm-Chassis der Whisper.

Lautstärke: Da liegt die Studio2BR-KE wegen des größeren Tieftöners mit der größeren Fläche und dem größeren Hub eindeutig vorne! Aber das war ja auch der Grund, warum ich die Whisper Whisper getauft hatte!

Ergebnis des Tests:

Beim Vergleich der drei Lautsprecher ist die teuerste und größte Box die beste. Kein Wunder! Die Unterschiede zwischen den anderen beiden Boxen sind für mich nicht wirklich feststellbar. Für Preisbewusste bedeutet das, lieber die Little Grandson zu bauen. Aber für mich, als überzeugter Drei-Wegebox-Freak war es den Versuch Wert und ich werde der Whisper im kommenden Jahr das Gehäuse gönnen, das ich entworfen habe. Vielleicht ist es sogar eine der kleinsten Drei-Wegeboxen, die es gibt!? Auf jeden Fall ist es mir gelungen, aus den 65 Euro für die drei Chassis das Optimum herauszuholen!