Whisper for all of you!

Die Whisper kann allein schon aus Preisgründen keine Referenzbox sein, aber sie kann trotzdem gefallen! Sie kann gut klingen! Sie wird, trotz ihres Namens, in den meisten Situationen laut genug sein!

Diese Box wird Spaß machen!

Aber sie muss auch optisch gefallen und das ist Geschmackssache!

Ich habe hier meinen Entwurf, den ich in den nächsten Wochen umsetzen möchte:

 

Passt es so für Dich?

Noch einmal zum geschätzten Preis:

Die sechs Chassis liegen bei 100 Euro, was der absolute Knaller ist! Leider ist das nicht alles und so ist bei den zwei Weichen mit mindestens 70 Euro zu rechnen. Die Gehäuse kann man im günstigtsten Fall für 30 Euro hinbekommen. Summe (mindestens) 200 Euro! Günstiger geht es bei einer Drei-Wege-Box vermutlich nicht mehr!

Da sich der Klang im Vergleich zum Testgehäuse kaum verändern wird, kann ich jetzt schon sagen:

Es lohnt sich!

Am Anfang der Hinweis, dass dieses Gehäuse bisher noch nie aufgebaut wurde. Es ist nur in Vorbereitung!

So sehen die beiden Frontplatten aus, die aufeinander geklebt wurden:

  

Im folgenden beschreibe ich die Bearbeitung der Bretter für den Fall, dass eine Oberfräse vorhanden ist. Es ist aber möglich. auch ohne Oberfräse das Gehäuse nachzubauen. Auf Einfräsungen der Chassis in die sichtbare Front konnte verzichtet werden. Allerdings habe ich, wie im Clip zu sehen, die Fronten seitlich mit einer 8 x 8mm breiten 45 Grad Fase versehen.

Front1 ist von außen sichtbar und sitzt frontal vor dem gesamten Gehäuse. Front2 ist mit Front1 verklebt und sitz im Gehäuse ganz vorne. Diese zweite Front soll für mehr Stabilität sorgen, hält aber nur den Tieftöner, der von vorne auf die Front1 geschraubt wird und auf Front 1 keine Einfräsung bekommt. Dafür hat Front 2 zum Gehäuseinneren eine 45-Grad-Aufweitung, damit es zu keinen Luftstaus hinter dem Tieftöner kommt.

Mitteltöner und Hochtöner werden mit kurzen Schrauben von hinten auf die Front 1 geschraubt. Beim Mitteltöner muss man leider den Kompromiß eingehen, dass er nicht nur mit den zwei Befestigungsschrauben verschraubt, sondern anschließend mit einem Kleber rundherum luftdicht verklebt wird. Dabei darf die Membran selbstverständlich keinen Kleber abbekommen! Falls der Hochtöner mit seinen drei Schrauben nicht fest genug sitzen sollte, könnte man diesen ebenfalls zusätzlich festkleben. – Für diese beiden Chassis wurden vorher die Schallaustritte nach vorne mit einem 8mm-Radius verrundet, so dass trichterähnliche Öffnungen entstehen.

Das Anschlussterminal für die Rückwand wurde nicht gezeichnet und muss selbstständig eingebaut werden, aber zwei schraubbare Klinkenbuchsen wären auch ok. Den Platz dafür kann man sich selber aussuchen. Wenn es beispielsweise ein ca. 9 cm großes Terminal ist, lege ich dessen Mittelpunkt beim Einbau auf ca. 8 cm Höhe vom Boden. Für das Terminal wäre ein MDM5-Dichtungsband sinnvoll, bzw. zwingend notwendig, um es dicht zu bekommen.

Auf den Bildern fehlen auch noch die 1cm x 1cm Schienen, auf die die Rückwand festgeschraubt wird. Sie hätten die Längen von 124, 124, 272 und 272 mm. Sie müssen mindestens 13mm tief im Gehäuse befestigt werden oder sogar mindestens 14mm, wenn man auch hier ein MDM5-Dichtungsband benutzt, was sehr zu empfehlen ist. Mit dem gleichen Band können auch noch die Lautsprecher abgedichtet werden, die keine eigene Dichtung mitbringen.

Der auf dem Video-Clip sichtbare schwarze “Rallye-Streifen” ist 7 cm breit. Wegen der trichterförmigen Fräsungen ist von der Nutzung von Folien abzusehen. Das wird man streichen, sprühen oder pinseln müssen. Ich habe wenig Erfahrungen, wie man verhindert, dass es einen unscharfen Rand gibt, daher bitte selber informieren, welches die beste Lösung ist. Ich werde zuerst MDF-Vorstreichfarbe (weiß) und danach mehrfach weißen Lack nutzen. Wenn das alles trocken und schön glatt ist, hoffe ich, das Malerkrepp ok ist, wenn ich den schwarzen Streifen mehrfach rolle. Ob ich danach noch eine Schutzschicht lackieren werde, überlege ich mir dann.

Die Fronten sind weiter oben in den Zeichnungen bemaßt und hier kommen die Abmessungen der übrigen Bretter, wobei ich davon ausgehe, dass Seiten, Deckel und Böden jeweils eine 45 Grad Fase zueinander bekommen, damit die Schnittkanten nicht zu sehen sind:

Seiten: 27 x 31,8 cm; 13mm dick
Deckel, Boden: 27 x 15 cm; 13mm dick
Rückwand: 29,2 x 12,4 cm; 13mm dick
Bassreflexbrett: 19,2 x 12,4 cm; 8mm dick
Abteil1: 12,4 x 5,2 cm; 8 mm dick
Abteil2: 12,4 x 15,4 cm; 8 mm dick

Zum “Abteil”: Damit ist der Bereich innerhalb des Lautsprechers gemeint, der Mitteltöner und Hochtöner vom Rest trennt. Dabei sollte auch hier mit 1cm x 1cm Hölzern als Befestigung der Rückwand (=Abteil2) gearbeitet werden, wenn man später die Chance haben möchte, an Mitteltöner oder Hochtöner heranzukommen!

Damit ist alles gesagt oder besser, geschrieben! Zugegeben, es klingt viel, aber wer schon Lautsprecher selber gebaut hat, ist damit nicht überfordert. Neulinge sollten versuchen, sich ein Hintertürchen offenzuhalten und damit rechnen, dass etwas falsch läuft. Glücklicherweise sind die Preise für MDF recht günstig und so kann man das eine oder andere Brett bei einem Fehler in die Tonne tun! Es ist dann lediglich schade um die Zeit!

Aber noch einmal der Hinweis:

Die Box wurde in dieser Form noch nie gebaut und somit können die hier angegebenen Werte Fehler enthalten!

Wer Zeit hat, wartet ein paar Wochen, bis ich es hinbekommen habe und eventuelle Fehler korrigieren konnte! Außerdem ist mit Fotos zu rechnen, die möglicherweise offene Fragen zum Aufbau klären können!