Von Whisper keine Spur!

Heute war es ENDLICH so weit: Der erste Soundcheck mit der Whisper (-Easy)!

Das erste Foto ist von gestern und die zwei danach sind von heute:

  

Im obersten Foto ist noch das MDM-5 zu sehen, welches ich im vorherigen Beitrag vergessen hatte zu erwähnen. Das ist das graue 5 mm breite Dichtungsband, welches ich doppelt nebeneinander im Bereich der Rückwand verklebt hatte. Da die Rückwand nicht geklebt wird, muss sie anderweitig abgedichtet werden. – Die Chassis hatten schon eine Dichtung, aber das Anschlussfeld (Terminal) hatte keines, was mir beim Soundcheck auffiel und wo ich dann ebenfalls zwei Lagen nebeneinander verklebt hatte. Wenn alles fertig ist und funktioniert, wird es eine Teileliste mit allen nötigen Bauteilen und Werkzeugen geben.

Ich bin auch als Mr. Ungeduld bekannt und so wurde erst einmal auf optisches Schickimicki verzichtet. Die Front muss später noch gespachtelt werden und es war mittig ein sehr breiter schwarzer Streifen mit D-C-Fix vorgesehen. Die Leitungen der drei Chassis wurden testweise durch die Bassreflexöffnung nach draußen geführt. Dort liegt die sehr provisorische Weiche (mit Visatonchassis) und wartet auf Feinjustage:


Erst wenn ich sicher bin, dass der Frequenzgang möglichst gradlinig ist, werden Bauteile für die beiden endgültigen Weichen bestellt und die Weichen in das Gehäuse eingebaut. Die Messorgie kann sich aber durchaus über zwei bis drei Wochen hinziehen, da sich mein Urlaub dem Ende nähert und ich dann nur noch am Wochenende Zeit dafür haben werde.

Soundcheck heute – Ziel verfehlt – im positiven Sinn!

Wie auf dem letzten Foto zu sehen, musste die Whisper gegen meine Studio2BR-KE antreten – 8 Liter gegen 12 Liter! Dazu wurden sie recht dicht zusammen und auf gleiche Höhe gestellt. Beide waren am gleichen Verstärker angestöpselt und es gab meine mir bekannten Test-Musikstücke in Mono, um beide Lautsprecher mittels der Einstellung des Balancereglers gut vergleichen zu können. Natürlich spielt man neue Boxen erst einmal reichlich ein, aber es kam jetzt nicht auf die Feinheiten an.

Die erste Frage, die sich ein Lautsprecherbauer stellt: Wie laut kann die Kiste eigentlich, ohne dass die Membranen an den Anschlag kommen? Die Anwort darauf ist die Überschrift des heutigen Beitrags:
von Whisper keine Spur!
Im Vergleich zum AL130 von Visaton (in meiner Studio2BR-KE) geht es genauso tief in den Basskeller (ca. 45 Hertz bei -3dB), aber der AL130 hat etwas mehr Reservern, was den Hub und damit die Maximal-Lautstärke angeht. Das war aber auch zu erwarten.

Test des Basses mit Marla Glen “The cost of freedom” von der Manger CD oder noch lieber die Eagles mit “Hotel California” von der CD “Hell freezes over” mit einer tierischen Pauke. Auch wenn der Mini-Bass hier seine Grenzen klar aufgezeigt bekommt, wird schnell deutlich: Dieser Lautsprecher kann mehr, als nur wispern! wink

Ein leiser Bass ist immer etwas halbgar. Das empfinde ich bei allen Lautsprechern so. Erst wenn ein gewisser Pegel an Lautstärke vorhanden ist, klingt der Bass “echt”. Das ist bei beiden Boxen gleich. Der Minibass zaubert nicht mehr, als der nur unwesentlich größere AL130. Wäre die Membranfläche doppelt so groß, wie beim Minibass der Whisper, wäre möglicherweise ein Qualitätsunterschied im Bass bei leisen Lautstärken festzustellen.

Zu den Mitten und Höhen möchte ich jetzt noch nichts schreiben, sondern erst, wenn beide Boxen annähernd den gleichen gradlinigen Frequenzgang haben. Sicherlich wird auch noch die Little Grandson dazustoßen, die ich gerade in ein neues Gehäuse zwinge, um sie dann zu verschenken. Diese drei Boxen sollten am Ende alle einen ähnlichen Frequenzgang und fast den gleichen Pegel von ungefähr 81,5 dB haben: von 50 Hz bis 20 kHz +/- 1,5 dB, unter 50 Hz geht es bei rund 45 dB mit -3 dB abwärts.

Nun ist also mit etwas Wartezeit zu rechnen, da zuerst die neue Messbox fertig werden muss, bevor es mit der Whisper weitergeht. Die “Little Grandson” wird nebenbei fertiggestellt.