Jesus 2 go

Das „Infoterminal“ lässt mich nicht los, oder besser gesagt, die Menschen, für die ich es gedacht habe. Diese Woche war es nun doch sehr ruhig um die Geschenke. Ich habe aufgeräumt und die Seiten über die beiden Kirchen aus der rechten Box entfernt, weil sich niemand dafür interessiert hatte. Dafür habe ich deren Links als QR-Code im allgemeinen Schreiben mit den grünen Haftstreifen untergebracht. Um etwas mehr Platz für Neues zu bekommen, sind jetzt nur noch jeweil ein Heft von „Anders leben“ und „Dran“ in der linken Box zu finden. Diese großen Hefte wurden auch nur selten mitgenommen.

Außerdem hat mich das Thema „“Glaube für Anfänger nicht losgelassen und ich hatte angefangen, ein kleines Heft mit Geschichten über Jesus zusammenzustellen. Er bietet deutlich weniger Angriffspunkte, als das Thema „Religion“ oder „Kirche“. Das Heft ist aber noch nicht fertig und außerdem liegt die Befürchtung nahe, dass es, wenn überhaupt, nur für einen kurzen Moment für Interesse sorgt!

Damit war die Idee geboren, ca. zweimal monatlich eine Geschichte von Jesus herauszusuchen und in eigenen Worten so zu erklären, dass Einsteiger etwas damit anfangen können. Dafür steht nur eine Seite zur Verfügung, was heutzutage vollkommen ausreicht. Niemand will viel lesen!

Zuerst eine Ansicht des derzeitigen Infoterminals, bevor es mit diesem neuen Text über Jesus weitergeht. Dabei wird mir gerade klar, dass ich optisch viel deutlicher auf dieses neue „Feature“ hinweisen muss!

Also hab ich noch einen nachgelegt, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch wenn es etwas provisorisch und nach „Wanted!“ aussieht, so fällt es immerhin auf!

Da hat doch jemand in der Zwischenzeit ein Herzchen mitgenommen! smile

Angebot: Ein guter Freund

Nein, es geht dabei nicht um mich, auch wenn man es denken könnte! 😊
Ich beginne mit dieser Seite eine Folge von Beispielen, wo es um einen möglichen neuen Freund geht, der einem in verschiedenen Situationen beisteht. Geplant ist, etwa zweimal im Monat ein weiteres Beispiel zu bringen. Am Ende oder zu Weihnachten gibt es dann alle Beispiele zusammen.

Die Entstehung dieser „Angebots-Seiten“:

Wenn man mit jemandem über Gott, Kirche, Christentum oder Ähnlichem sprechen möchte, kommen in kürzester Zeit Emotionen hoch, die häufig negativ sind. Das möchte ich gerne vermeiden oder versuchen, es ins Gegenteil zu wandeln.

Was bleibt, wenn man die obigen Begriffe weglässt und trotzdem irgendwie darüber sprechen möchte, aber auf eine einfühlsame Art, ohne jemandem das Gefühl zu geben, sie oder ihn zu etwas überreden zu wollen?

Wie wäre es mit Jesus? Was fühlst Du dabei? Was gar nicht sein sollte: ein schlechtes Gewissen! Jesus hat es immer gut mit denjenigen gemeint, die nicht „perfekt“ waren, sondern oft etwas „auf dem Kerbholz“ hatten, aber offen waren, etwas dazu zu lernen. Früher nannte man solch ein Fehlverhalten Sünde und damit waren eigentlich die Situationen gemeint, wo wir etwas ohne Liebe oder Zustimmung Gottes getan hatten. Also häufig die Dinge, bei denen wir hinterher ein schlechtes Gewissen hatten. Das mussten nicht ungesetzliche Dinge sein, sondern es konnte auch moralisch unsauber gewesen sein.

Jesus war häufig bei solchen „Sündern“ zu Gast, was ihm die „Korrekten“ (Pharisäer) sehr übelgenommen hatten. Aber genau diese Korrekten, die ihre teils selbst gemachten Gesetze so stumpf und so vorbildlich einhielten, waren der Stein seines Anstoßes. Sie waren die Unbelehrbaren, die Besserwisser und diejenigen, die nicht wirklich an ihn glauben wollten. Immer wieder kam es vor, dass sie ihn wegen Gotteslästerei oder wegen seiner Überlegenheit, töten wollten, was am Ende dann auch so kam.

Mir geht es nicht um diese ganzen negativen Geschichten. Wie die Überschrift sagt, geht es mir darum, dass Menschen Jesus als Freund annehmen können.

Wieso Jesus als Freund? Warum sollte er als Freund in Frage kommen? Die Frage ließe sich schnell mit der Nennung seiner Geschichte am Kreuz beantworten, aber wer will schon diese gruselige Geschichte hören oder sich bildlich vorstellen?

Also müssen Beispiele her, die von der Liebe Jesu oder von Gottes Liebe erzählen! (Christen glauben daran, dass Jesus Gottes Sohn war und damit Gott gleich ist. Juden und Moslems erkennen häufig die Existenz Jesu als Lehrer oder Prophet an, aber nicht seine Gottgleichheit oder seine Auferstehung von den Toten.) Damit alle die Chance haben, sich selber ein Bild von den Beispielen zu machen, hier ein Link zu diversen Bibeln im Internet, auf die ich verweisen werde: www.bibleserver.com. Ich nenne nur ein paar Auszüge. Bitte bei Interesse den gesamten Absatz nachlesen, damit nichts aus dem Zusammenhang gerissen wird. Ich selber hole mir „Wissen“ aus verschiedenen Studienbibeln.

Beispiel 1 – Wasser in Wein verwandeln

https://www.bibleserver.com/NLB/Johannes2%2C1-12

Bei diesen Zeilen geht es mir nicht darum, etwas hieb- und stichfest zu beweisen, sondern ich möchte eine Geschichte von Jesus erzählen, um zu zeigen, wie er „tickt“. Nur wenn man jemanden versteht und mit ihm in wesentlichen Dingen übereinstimmt, kann man ihm vertrauen. Und ohne Vertrauen gibt es keine Freundschaft.

Der Text, um den es in diesem Beispiel geht, ist sein erstes Wunder, was so klein war, dass es oft nur als „Zeichen“ benannt wurde. Es ist fast schon als „Spielerei“ oder „einen Gefallen tun“ zu werten und nicht so spektakulär, wie andere seiner Wunder. Aber es soll zeigen, dass er auch bei Kleinigkeiten des Alltags zur Seite steht. Allerdings ist er keine „Wunscherfüllungsmaschine“, die gegen Einwurf von Münzen Wünsche erfüllt. Im Endeffekt bleibt es immer bei dieser Aussage: „Dein Wille geschehe!“ Das heißt, er entscheidet, wann und wie er hilft.

Die Versnummerierung und die Verweise wurden entfernt, um ein flüssigeres Lesen zu ermöglichen.

 

Die Hochzeit in Kana

Am übernächsten Tag war die Mutter von Jesus bei einer Hochzeitsfeier in Kana, einem Dorf in Galiläa. Auch Jesus und seine Jünger waren zu der Feier eingeladen. Während des Festes ging der Wein aus, und die Mutter von Jesus machte ihn darauf aufmerksam. »Sie haben keinen Wein mehr«, sagte sie zu ihm. »Was hat das mit mir und dir zu tun?«, fragte Jesus. »Meine Zeit ist noch nicht gekommen.« Doch seine Mutter wies die Diener an: »Tut, was immer er euch befiehlt.« Im Haus gab es sechs steinerne Wasserbehälter, die für die vorgeschriebenen Reinigungshandlungen der Juden verwendet wurden und jeweils rund hundert Liter fassten. Jesus sprach zu den Dienern: »Füllt die Krüge mit Wasser.« Als sie die Krüge bis zum Rand gefüllt hatten, sagte er: »Schöpft daraus und bringt es dem Zeremonienmeister.« Sie folgten seiner Anweisung. Der Zeremonienmeister kostete von dem Wasser, das nun Wein war. Da er nicht wusste, woher der Wein kam – denn nur die Diener, die ihn geschöpft hatten, wussten es -, ließ er den Bräutigam holen. »Eigentlich schenkt ein Gastgeber den besseren Wein zuerst aus«, sagte er. »Später, wenn alle betrunken sind und es ihnen nichts mehr ausmacht, holt er den weniger guten. Du dagegen hast den besten Wein bis jetzt zurückbehalten!« Durch dieses Wunder in Kana in Galiläa zeigte Jesus zum ersten Mal seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Nach der Hochzeit ging er nach Kapernaum, wo er einige Tage mit seiner Mutter, seinen Brüdern und seinen Jüngern verbrachte.

(Aus Johannes 2, Verse 1-12, – Neues Leben Bibel © 2002/2006, SCM R. Brockhaus im SCM Verlag GmbH & Co. KG, Witten)

 

Der Inhalt spricht für sich. Eigentlich wollte Jesus gar nicht aktiv werden, aber die Bitte seiner Mutter hat ihn dann doch aktiv werden lassen. Unter dem Motto „Wenn schon, denn schon“ hat er für einen guten Wein in großer Menge gesorgt! Dabei hatte er es nebenbei auch noch vermieden, den Gastgeber in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Die große Menge erklärt sich aus den vielen Menschen und daraus, dass solche Feste oft eine Woche gedauert haben.

Wie er das Wunder genau gemacht hat, wird nicht erzählt. Bei anderen Wundern wird berichtet, dass er vorher gebetet hatte.

Auch wenn hier nicht beschrieben ist, dass Jesus von dem Wein getrunken hatte, so hat er das nicht verurteilt. Später wird berichtet, dass er auch Wein getrunken hat. Das tat er vermutlich in Maßen, aber Alkohol ist damit nicht generell „verboten“. Wein war damals ein übliches Getränk.

Es gäbe noch mehr dazu zu schreiben, aber lassen wir die Kirche im Dorf! 😊