Die Kirche im Dorf lassen

Im letzten Beitrag ging es um einige Geschenke die innerhalb 24 Stunden mitgenommen wurden, was sehr auffällig war, weil durchschnittlich nur ein Geschenk in zwei Tagen mitgenommen wird. Vier der mitgenommenen Geschenke lagen einen weiteren Tag später auf unserem Grundstück bei den hängenden Geschenken! Gut oder schlecht?

Schlecht, weil dann ca. vier Personen die Chance verpasst haben, (auf diese Weise) Jesus oder Gott kennenzulernen.
Gut, weil es zeigt, dass die Leute meinen komischen Stand mit dem ungewöhnlichen Konzept der Geschenke akzeptieren und anderen die Möglichkeit geben, die Geschenke mitzunehmen. Sehr löblich und sehr fair! Die Dinge in den Müll zu werfen, wäre einfacher gewesen.

Was bedeutet das nun für mich? Damit kommen wir zur Überschrift: Ich mache weiter, wie bisher. Ich sehe die paar zurückgekommenen Teile nicht als Rückschlag, wo bereits über zwei Dutzend Teile mitgenommen wurden. Irgendwann wird es den Leuten sicherlich langweilig werden, aber noch ist es nicht so weit.

Ich würde gerne etwas Kurzes, Lockeres  zum Thema Glauben schreiben. Ich habe ein missionales Buch gelesen, was das Problem der emotionalen Diskussionen um Missionierungen, Christianisierung, Kirche  und anderen schwierigen Themen aus dem Weg geht, in dem lediglich Jesus thematisiert wird. Mit ihm gibt es sicherlich noch das Problem, dass er als Gott anerkannt wird und auch seine Auferstehung vom Tod ist für manche Menschen nicht akzeptierbar. Immerhin wird seine Existenz außer von Christen, auch von den meisten Juden und Moslems anerkannt. Aber wenn man ein Thema mit glaubensmäßigen „Newcomern“ bereden will, fängt man nicht mit den schwierigen Themen an, die man möglicherweise selber nicht ganz versteht. Dazu fällt mir gleich die Dreieinigkeit ein! 🙂

Möglichen Glaubensanfängern möchte ich also zuerst Jesus zur Diskussion oder eher zum Kennenlernen anbieten. Dazu schwebt mir vor, einige seiner Wunder zu erwähnen und weitere Stellen, wo klar wird, wie sehr er die „normalen“ Menschen liebt, gerade diejenigen, die sich „fehlerhaft“ verhalten oder verhalten haben. Ob mir das als absoluter Laie gelingt? Eine mögliche Antwort ist die gleiche, wie bei einer Hochzeit:

„Ja, mit Gottes Hilfe!“