Glaube   Kürzlich aktualisiert!


Glücklich? Glücklich mit Dir allein oder auch mit anderen?

Eigentlich ist meine Rubrik “Glaube” eher “Leben und Glauben”. So geht es mir dieses Mal besonders um Beziehungen zu anderen Personen. Ich möchte in diesem Beitrag dazu motivieren, über das eigene Verhalten gegenüber anderen nachzudenken, sofern es sich mit der folgenden Beschreibung ungefähr deckt.

Ist es nicht klar, dass wenn man für jemanden Interesse gezeigt hat, diesem auf seine Versuche den Kontakt herzustellen, irgendeine Antwort gibt und wenn es nur ein „nein“ ist?! Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du an seiner Stelle wärst und keine sehnlichst erwartete Antwort bekommst? Natürlich genauso schlecht! Warum bist Du dann so? Wurdest Du ebenfalls so schlecht behandelt? Auge um Auge … 1) ?

Ich stelle immer häufiger fest, dass man sehr gerne Beziehungen anfängt, sich aber nur ungern zu irgendetwas verpflichten möchte. Fast sieht es so aus, als wenn viele Menschen ihr Handy mit den vielen oberflächlichen Kontaktmöglichkeiten für ihr wahres Leben halten! Bloß keine langfristige Bindung eingehen! Lieber unpersönlich am Handy chatten und auch nur dann, wenn man Lust dazu hat. Auf keinen Fall eine bindende Zusage für irgendein Treffen geben, sonst könnte es passieren, dass man auf eine dann eintreffende Nachricht zu spät reagieren und damit DIE Chance seines Lebens verpassen würde, obwohl man zu einer tieferen Bindung eigentlich gar keine Lust und wegen fehlender Praxis sogar eher Angst davor hat! (Eine versteckte Sehnsucht nach der großen Liebe spreche ich niemandem ab.)

So passt es auch gut dazu, dass jede/r lieber alleine lebt, als auf irgend jemanden Rücksicht zu nehmen. Private Verpflichtungen werden weder in Beziehungen, noch in Vereinen, gemeinnützigen Tätigkeiten oder gar in einer kirchlichen Gemeinschaft aufgenommen. Die Kirchen werden noch schlechter gemacht, als sie sind, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, sich verpflichten zu wollen, eine länger anhaltende Beziehung mit Jesus einzugehen.

Was denkst Du darüber? Du stimmst mir zu? Sehr schön! Anders kann es auch gar nicht sein, oder doch?


Wer die obigen Überlegungen für einigermaßen zutreffend hält und auch nicht ganz abgeneigt ist, ein wenig davon für sich selber in Anspruch zu nehmen, der findet folgend eine der möglichen Auflösungen aus diesem Dilemma.

Nimm doch einmal eine Beziehung so ernst, dass Du Zeit dafür opferst. Aber nicht nur Zeit, sondern auch Liebe! Und wer ist die oder der Glückliche?

DU!!!

Nimm Dir Zeit für Dich selbst! Nimm Dich ernst! Gönn’ Dir mal etwas! Wie ich das meine?

Für Bibelfreaks: Mat. 22,37 2). Für andere sinngemäß: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst! Anders ausgedrückt: Wenn Du Dich nicht selber lieben kannst, wirst Du auch andere nicht lieben können!

Dann mal los! Wenn Du Unterstützung brauchst oder Fragen hast


Auch wenn die Bibel nicht jedermanns Lesestoff ist, ist es immer wieder überraschend, wie zutreffend die alten Texte auch heute noch sind!
 

1)
23 Wenn aber doch Schaden entsteht, wird die Strafe wie folgt festgelegt: Leben um Leben,
24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß,
25 Brandwunde um Brandwunde, Verletzung um Verletzung, Strieme um Strieme

(aus 2. Mose 21 – Neues Leben Bibel © 2002/2006, SCM R. Brockhaus im SCM Verlag GmbH & Co. KG, Witten)

Hier ist nicht gemeint, jemanden zwingend genauso zu strafen, wie man selber gestraft wurde, sondern darum, nicht über die Maßen jemanden zu bestrafen! Stichwort: Verhältnismäßigkeit der Mittel!
 

2)
36 »Meister, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz von Mose?«
37 Jesus antwortete: »`Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken!´
38 Das ist das erste und wichtigste Gebot.
39 Ein weiteres ist genauso wichtig: `Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.´
40 Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten gründen sich auf diese beiden Gebote.«

(aus Mat 22 – Neues Leben Bibel © 2002/2006, SCM R. Brockhaus im SCM Verlag GmbH & Co. KG, Witten)

Von den bekannten zehn Geboten abgesehen, ist dieses eine der wichtigsten, wenn nicht DIE wichtigste Stelle in der Bibel, wenn es um Verhaltensvorschriften für Christen geht. Aber auch (Noch-)Nicht-Christen können das gefahrlos beherzigen, wobei es ihnen mehr um den Vers 39 gehen wird, was aber immerhin ein guter Anfang wäre! Es bedeutet nicht nur, Deine Mitmenschen zu lieben, sondern Du musst erst einmal in der Lage sein, Dich selber zu lieben, mit all Deinen Schwächen, bevor Du in der Lage bist, andere mit ihren Schwächen genauso zu lieben!

Ich wünsche Dir und mir viel Erfolg dabei!