Rosinenbrötchen, original

„Rosinenbrötchen, originell“ würde vermutlich besser passen. Im Vergleich zu meinem ersten Rosinenbrötchenrezept gibt es hier ausschließlich die typischen Zutaten, auch wenn Quark eine Option hätte sein können.

Der Bäcker meinr Lieblingsrosinenbrötchen muss in den letzten Monaten sein Rezept geändert haben. Die ehemals süßen leckeren Dinger wurden durch 0-8-15-Rosinenbrötchen ersetzt, die nur noch „normal“ schmecken. Vorher waren die Brötchen extrem lecker und saftig, auch noch nach zwei Tagen! Jetzt sind sie schon gleich nach dem Kauf staubtrocken! Ob es mir gelingt, ein wirklich saftiges Rosinenbrötchen herzustellen? Vielleicht gibt es ein Wunder, ansonsten werden es trockene Scones! smile

Für 8 Brötchen

150 ml Milch
40 g Butter


150 g Weizenmehl 405
100 g Weizenmehl 550
1 Tüte Trocken-Hefe
30 g weißer Zucker
1 Packung Vanilin-Zucker
1/2 Tl. Salz
1 Eigelb


100 g Rosinen


20 ml Milch

Es beginnt mit dem Erwärmen der Milch, in die man die Butter gibt, alles verrührt und abkühlen lässt. Nebenbei werden die Rosinen gewaschen und für 10 Minuten in warmes Wasser eingeweicht. Anschließend gibt man sie in ein Sieb, drückt sie aus und lässt sie weiter abtropfen.

Nun wird der Teig vermischt, in dem man alle Dinge des zweiten Rezeptteils und die warme Mischung des ersten Rezeptteils in der Knetmaschine gibt, die zuerst 5 Minuten auf langsamster Stufe und dann 2 Minuten auf zweiter Stufe läuft. Danach wird der Teig kurz von Hand geknetet, so dass sich eine glatte Oberfläche ergibt. Wenn der Teig klebt, ist es zu wenig Butter gewesen. – Nun darf er eine Stunde an einem warmen Ort abgedeckt ruhen.

Dann knetet man den Teig kurz und formt eine Rolle, die man längsseits öffnet, um die Rosinen gleichmäßig mittig einzufüllen. Jetzt werden 8 gleichgroße Stücke geschnitten und daraus die Rosinenbrötchen geformt. Diese legt man auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, deckt sie mit einem Tuch ab und wartet 30 Minuten. In dieser Zeit wird eine hitzefeste Schale mit Wasser in den Backofen gestellt und der Backofen auf 200 Grad aufgeheizt.

Anschließend entfernt man das Tuch, bepinselt die Oberflächen der Brötchen leicht mit Milch und hängt das Backblech in die zweite Aufhängung von unten ein. Nach 15 Minuten sollten die Brötchen fertig sein. Sie können nun auf einem Gitter abkühlen und am Besten noch warm gegessen werden! Wenn es zu viele sind, kann man sie einfrieren und bei Bedarf 15 Minuten bei 150 Grad aufwärmen.

Wie man sieht, hat es mit der Optik wieder einmal nicht hingehauen: Die sechs Brötchen gleichen sich nicht so ganz und die Oberfläche hat viele Krater und Canyons! Da ist Luft nach oben!

Aber der Geschmack ist entscheidend. Was ist damit? Sind die Brötchen saftiger, als die meines ehemaligen Lieblingsbäckers? Kann ich ihm mein Rezept verkaufen?

Naja, nicht so ganz. Ein Mehr an Butter hatte nicht geholfen und ist im Rezept bereits wieder auf einen niedrigeren Wert korrigiert.

Die Brötchen sind zwar recht locker und weich, aber nicht saftiger, als die gekauften Brötchen. Ich werde demnächst noch einen Test wegen der Saftigkeit, wegen einer glänzenden Oberfläche und für eine bessere Rosinenverteilung machen. Die Ideen dazu sind bereits niedergeschrieben.

Nur eine Frage bleibt: Wie formt man nichtklebrigen Teig zu einer Kugel? Mit Gewalt? Oder ist es Glückssache?