Glühweinmuffins mit Schnee


Glühwein-MuffinsDer Teig ähnelt meinen anderen Muffins und auch sonst ist der Unterschied minimal. Nur der Anfang ist anders. Man gießt nämlich erst einmal den Glühwein in einen Topf, gibt zwei Packungen Glühweingewürz dazu und lässt ihn dann richtig heiß werden. Anschließend sollte der Glühwein auf unter 50 Grad heruntergekühlt sein, bevor man weiter macht.

Für 60 kleine Muffins:
350 g Weizen-Mehl 550
3 El. brauner Zucker
1 Packung Vanilin-Zucker
2 Packung Backpulver
1 Tüte (6 g) Orangenschalen-Aroma
1 Tl. Salz
4 Tl. Honig
2 ml Rumaroma
125 g Waldbeeren, getrocknet
250 g Quark (ca. 40% Fett)
2 El. Oliven-Öl oder warme Butter
200 ml Glühwein + Glühweingewürz


50 g Hagelzucker nach Wunsch

Man gibt alles aus dem oberen Teil der Zutaten in eine passende Schüssel und vermengt es mit dem elektrischen Rührgerät, wobei das Öl und der Glühwein als Letztes hinzukommen. Wer möchte, kann statt des Öls auch warme Butter nehmen.

Danach gibt man den Teig für eine Stunde in den Kühlschrank.

Anschließend wird der Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und der Teig in die passenden Muffin-Formen gegossen. Die Form mit dem Teig wird dann wie gewohnt auf einem Blech oder Gitter in der zweiten Aufhängung von unten aufgebracht. Die geeignete Schale mit Wasser im Backofen ist obligatorisch. Da nur 36 Muffins auf einmal in dieser Ebene Platz finden und ich noch Teig für weitere 24 kleine Muffins hatte, habe ich die Muffins in zwei Gruppen nacheinander gebacken. Mit zwei Etagen beim Backen zu arbeiten erfordert Aufmerksamkeit, die ich in diesem Moment nicht hatte.

Durch den Glühwein habe ich schon beim kalten Teig eine leichte Säure festgestellt. Dieser kann man durch mehr Zucker Herr werden. Wer den Hagelzucker zum Bestreuen der Oberfläche nutzen möchte (=Schnee), der sollte diesen aufstreuen, wenn der Teig noch matschig ist! Meine Versuche nach 10 Minuten Backzeit, ihn per Wasser oder per Ei aufzubringen, waren wegen des “Hügels” auf den Muffins zum Scheitern verurteilt. Ein Eindrücken des Hügels hatte auch nicht den gewünschten Erfolg. Wenn der Muffin aber noch kalt und weich ist, sinkt der Hagelzucker hinein und verbindet sich mit dem Teig. Wenn sich dieser dann beim Backen auftürmt, bleibt fast jeglicher Hagelzucker hängen!

Nach dem Einbringen der Muffins wird die Temperatur auf 180 Grad herunter geregelt. Rund 15 Minuten später sind die Muffins fertig (auf Bräunung achten) und werden zum Abkühlen aus dem Ofen genommen. Erst wenn sie abgekühlt sind, sollte man sie aus der Form nehmen. Im warmen Zustand bleibt leicht etwas in der Form kleben!

Ob sie auch im Juni schmecken? Mir schon!

Und bei einem Sommer mit Temperaturen ständig unter 20 Grad habe ich noch eine Empfehlung für ein Getränk dazu:

Glühwein! smiley

Nachtrag 1: Bei einem späteren Versuch hatte ich Glühwein und Glühweingewürz im Teebeutel genutzt, um noch mehr Glühweingeschmack hinzubekommen. Leider hat das dazu geführt, dass die Muffins schon nach wenigen Minuten schwarz wurden!

Nachtrag 2: Seit Winter 2017 steht für mich fest: Ich werde keine Glühweinmuffins mehr machen – sie sind mir zu sauer! Ich nutze stattdessen das folgende Rezept, aber ganz ohne Glühwein, ohne Apfelmus, aber mit in Rum eingelegten getrockneten Apfelstückchen.


Adventsmuffins

Glühweinmuffins die zweite

Für 90 kleine Muffins:
500 g Weizen-Mehl 550
2 El. weißer Zucker
2 Packung Vanilin-Zucker
2 Packung Backpulver
1 Tüte (6 g) Orangenschalen-Aroma
1 El. Honig
125 g Rumrosinen
500 g Bratapfel-Quark
150 g Apfelmus
200 ml Glühwein
1 Tl. Zimtpulver
50 g Haselnusskrokant, geröstet


50 g Hagelzucker nach Wunsch

Am 14.12.2014 habe ich mir dann bei winterlichen Temperaturen von knapp über 0 Grad noch eine weitere Variante ausgedacht: Es sollte unbedingt nach Apfel und Zimt schmecken!

Ich hatte schon eine große Menge Zutaten eingekauft und so wurden es rund 90 kleine süße Muffins! Aber von vorn!

Mit den Äpfeln fing es an. Frische Äpfel verlieren nach meinen Erfahrungen beim Backen Geschmack, so dass ich getrocknete Äpfel bevorzuge. Ich hatte dieses Mal zwei Sorten im Test, harte (mit einem Hauch von Chilipulver) und weiche. Da aber auch die harten in der feuchten Masse weich wurden, ist es recht unwichtig. Auf jeden Fall wurden sie in kleine Stücke geschnitten.

Der Rest ist wie in den anderen Muffinrezepten auch. Alles kommt in einen Topf und wird vermengt. Dieses Mal wurde auf eine Ruhepause verzichtet und nach dem Befüllen der Muffinformen und dem Bestreuen mit Hagelzucker oder Haselnusskrokant wurden diese gleich auf zwei Backblechen im Backofen bei 200 Grad geparkt, wobei dieser noch nicht vorgeheizt war. Nach 15 Minuten wurden die Plätze der Backbleche getauscht, damit die Muffins im oberen Bereich nicht zu braun wurden. Außerdem wurde die Temperatur auf 150 Grad gesenkt. Nach weiteren 10 Minuten wurden die Bleche herausgeholt und die Muffins durften mindestens eine Stunde in den Formen abkühlen. Danach kamen die nächsten Bleche dran, wobei die Temperatur fest auf 150 Grad bei gleicher Backzeit blieb.

Der leckere Glühweingeschmack des Teiggemischs war leider ziemlich verflogen, aber ansonsten war der Geschmack gut. Äpfel sind nun mal nicht die großen Geschmacksträger beim Backen. Trotzdem sind gerade die (weichen) getrockneten Äpfel herauszuschmecken!

Der Zimtgeschmack war nur sehr schwach. Wer Zimt mag sollte es mit der doppelten Portion versuchen!
Und wer auf den Apfelgeschmack verzichten kann und es lieber deftiger hat, dem sei die doppelte oder dreifache Portion an Rumrosinen empfohlen!

Wenn es zu dieser Jahreszeit ein passendes Getränk dazu gibt, dann einen heißen

Grog: Rum muss, Zucker kann, Wasser braucht nicht! smiley