Rollo mit Chilisoßenfüllung


Rollo mit Chilisoße Rollo mit Chilisoße Für mein Mittagessen und auch mal für unterwegs wollte ich ein leckeres mit Chilisoße gefülltes Brötchen machen, wo einem der Inhalt aber nicht sofort auf die Hose tropft. So habe ich das Rezept meines gefüllten Brötchens zu einem recht dünnen Rollo (Durchmesser im kalten Zustand rund 4 cm) verändert, aber Teile davon übernommen. Als Inhalt dient meine Chilisoße 2, die für dieses Rezept bereits vorhanden sein muss!

250 g Weizenmehl 550
1 Pkg. Trockenhefe
1/2 Tl. Salz
2 Tl. Honig
150 ml. warmes Wasser
2 Tl. Thymianblätter, getrocknet
2 Tl. Oreganoblätter, getrocknet
2 El. Olivenöl

Der Teig bietet keine Überraschungen: Man gibt alles aus dem linksstehenden Rezept in ein passendes Gefäß und vermengt es ca. fünf Minuten mit einem Knethaken, wobei das Öl zum Schluss dazu gegeben wird. Danach stellt man den Teig für eine Stunde an einen warmen Ort und deckt ihn ab.

Später wird der Teig wird auf knapp einen halben Zentimeter Dicke ausgerollt und in acht Stücke geteilt. Darauf wird die fertige Chilisoße gleichmäßig verteilt, wobei für die Ränder (oben, unten und eine Seite) 2 cm frei bleiben. Diesen freien Rand bestreicht man mittels Pinsel leicht mit Wasser. Dann rollt man die Teigstücke nacheinander zusammen und drückt die beiden Enden, leicht an. Dann wird der Rollo auf die Längsnaht gelegt.

Jetzt wird der Backofen auf 220 Grad vorgeheizt und man stellt eine kleine feuerfeste Schale mit heißem Wasser hinein. Der Teig darf sich noch einmal für 10 Minuten ausruhen.

Die Temperatur im Backofen sollte man nun auf 180 Grad senken, denn es kommt das Backblech mit dem gerollten Teig hinein und sollte darin verweilen, bis die Oberfläche des Teigs leicht bräunlich schimmert (ca. 25 Minuten). Am Ende pinselt man die Oberfläche mit Wasser ein. (Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wie ich vermeiden kann, dass der Teig platzt, ohne diesen dicker zu machen.)

Auch wenn es verführerisch riecht und aussieht, muss man mit dem Essen noch warten, bis der Teig etwas abgekühlt ist!

Obwohl der Chilisoßengeschmack durch den Teig ein wenig an Schärfe verloren hat, schmeckt es einfach super!


Es gab noch eine leichte Abwandlung des obigen Rezeptes: Ich wollte kleine Teigtaschen machen, die man sich einfach in den Mund stecken kann. So bin ich ohne große Veränderungen des Rollo-Rezeptes damit angefangen.

Der Teig wurde wie oben zubereitet, auf einen halben Zentimeter Dicke ausgerollt und mit einer runden Form ausgeschnitten. Darauf wird die fertige Chilisoße verteilt, wobei für die Ränder rundherum 2 cm frei bleiben. Diesen freien Rand bestreicht man mittels Pinsel leicht mit Wasser. Auf die Soße werden noch ein paar Schinkenwürfel und Stückchen von Salamischeiben gegeben, bevor man die Teigstücke nacheinander zusammenklappt und die Rundungen der oberen und unteren Teighälfte gut andrückt.

Soweit die Theorie! Ich habe aber schnell gemerkt dass ich nicht sehr geschickt darin bin und schnell ungeduldig werde. So wurde die Teile immer größer: Zuerst wurden die runden Teigstücke nicht mehr geknickt, sondern es wurden zwei aufeinander gelegt und zusammengeklebt. Das hatte mir immer noch zu lange gedauert und es ist auch immer viel Soße daneben gegangen. Die Teile waren einfach zu klein für eine vernünftige Portion Soße. So wurden es dann wieder Rollos. Ein Versuch war noch, diese zu teilen, aber beim Schnitt habe ich es nicht richtig verschließen können, so dass im Backofen die Soße herauslief.

Für mich ist die Rollovariante die Schmackhafteste, da man dort noch ziemlich viel Soße und andere Dinge hineinbringen kann. In die kleinen Teigtaschen passt nichts hinein. Da ist es wichtig, auch den Teig schon schmackhaft hinzubekommen!

Trotz der Schwierigkeiten mit den Mini-Teigtaschen: die schmackhafte Chilisoße reißt es heraus!


Noch eine minimale Abwandlung des obersten Rezepts, bei dem sich keine eigene Seite lohnt:
Im Mai 2018 wurde eine Packung fertiger Blätterteig gekauft. Anleitung auf der Verpackung: Kühl verarbeiten, Teigstücke inklusive Füllung formen, Oberfläche mit Wasser oder verdünntem Ei bestreichen, Backofen auf 200 Grad vorheizen und auf Backpapier 15 – 25 Minuten goldbraun backen.

Ich habe also damit kleine Rollos erstellt, indem ich den Teig mit einem Pizzaschneider in 10 gleich große Stücke aufgeteilt und mittels eines Teelöffels meine Soße auf das Ende der “Rolle” verteilt habe. Natürlich wurde wieder meine Chilisoße 2 als Füllung genutzt! Es folgte das Zusammenrollen, wobei ich anschließend die jeweiligen Enden (ehemals Seiten) mit der Ei-/Wasser-Mischung innen bestrichen und diese dann zusammengedrückt habe, damit später nichts ausläuft. Die Rollen wurden dann mit der “Naht” nach unten auf das Backpapier des Backblechs gelegt. Als Letztes folgt das Bestreichen der Teigoberfläche mit einer Mischung aus einem Ei und ca. 20 ml Wasser. Ein Zuviel gibt beim Backen hässliche dunkle Ränder! Besser nächstes Mal nur mit Wasser und ohne Ei probieren!

Weil mir die Rollos nach 20 Minuten noch nicht braun genug waren, habe ich testweise die Hälfte kurz vor dem Abkühlen mit Wasser bepinselt, wie ich es auch mit Baguette mache. Die übrigen durften weitere 5 Minuten bei 200 Grad Umluft verweilen. – Es hat sich aber dann gezeigt, dass das Bepinseln mit Wasser unnötig und weitere 5 Minuten zu lang war. Auf dem Foto rechts sind keine Würstchen, sondern in der oberen Reihe die mit Wasser bepinselten und in der unteren Reihe die länger gebackenen Rollos zu sehen.

Im Nachhinein steht fest: Das Befeuchten hätte ich auch mit der inneren Außenkante machen sollen, damit sich die Rolle nicht abrollt! Außerdem war zu wenig Soße in der Rolle und diese Variante der Chilisoße 2 war leider nicht ganz so lecker, wie sonst! 😳 

Da mir der Blätterteig zu fett ist, werde ich irgendwann auch noch den eingefrorenen Fertigteig von Frühlingsrollen testen…

Das Ergebnis: Es hat sich gelohnt! Die Optik ist schon beim ersten Versuch schöner, als mit meinem Teig!


Weitere Versuche mit gleichem Inhalt und mit fertigem Strudelteig, fertigem Pizzateig und fertigem Frühlingsrollenteig:

Ergebnis des Teigtests:

Fertige Teige können eine Alternative sein. Besonders den fertigen Blätterteig werde ich mir noch für etwas Süßes vornehmen!

Bei Geschmack und Optik hat bei mir bisher der Pizzateig gewonnen, wobei der Frühlingrollen- und auch der Blätterteig Alternativen sein können. Da gibt es nur eines: ausprobieren! 🙂