Quiche mit Spargel und Schinken

Durch eine Kochsendung bin ich auf diese Variante einer Pizza gestoßen! laughing

Bevor jetzt jemand protestiert: Die Quiche und die Pizza haben nicht sooo viel gemeinsam. Besonders der Teig ist unterschiedlich, da bei der Quiche kein Treibmittel und viel Butter genutzt wird. Es ist ein sogenannter Mürbeteig. Das bezeichnet bei Lebensmitteln etwas eher Weiches. Mit einem Zwiebelkuchen hätte die Quiche jedenfalls mehr Gemeinsamkeiten – aus meiner Sicht sogar sehr viele!

120 g kalte Butterstückchen
300 g Mehl 405
1 Tl. Salz
2 Tl. Agavensirup
2 Eigelb
5 ml Wasser


150 g Kichererbsen, trocken


250 g Schinkenwürfel
150 g grüner Spargel
3 Lauchstangen
1 große Zwiebel
1 Broccoli
100 g Pfifferlinge
8 Lychees
250 g Schafskäse
150 ml Schlagsahne
150 g Schmand
20 g Knoblauchbutter


1/2 Tl. Pfeffer, sw. gemahlen
1 Tl. Cayennepfeffer
1 Tl. Majoran
1 Tl. Paprikapulver
1 Tl. Petersilie
1/2 Tl. Salz
2 Tl. Zucker


50 g Pinienkerne

Solch einen Teig habe ich noch nie gemacht und somit dürfte das Resultat des ersten Versuchs nicht berauschend sein. Aber wie immer hoffe ich auf einen guten Geschmack!

Die Herstellung des Teigs, wie ich sie beobachtet habe und auch in Teilen aus dem Internet habe, ist wie folgt:

Man gibt die Zutaten des ersten Rezeptteils zusammen in einen Topf und vermengt diese mit einem Rührstab. Anschließend wird diese Teig noch ca. zwei Minuten von Hand. Nachdem es wirklich eine homogene Masse ohne erkennbare Butterstückchen ist, wird der Teig mit einer Rolle auf knapp1 cm platt gedrückt und sollte die runde Form der künftig genutzten Backform bekommen, wobei er ungefähr 5 cm mehr Durchmesser haben sollte. Dann wickelt man ihn in eine Folie ein und gibt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank, aber nicht in das Gefrierfach!

In der Zwischenzeit schneidet man die großen Teile des dritten Rezeptteils in essbare Stücke. Dann kann man alles aus Teil 3 noch für ca. 10 Minuten in der Knoblauchbutter erhitzen und am Ende mit den Gewürzen des vierten Teils abschmecken.

Wenn man eine große Form hat (22 – 26 cm Durchmesser), so wird der Teig nach der Ruhezeit einfach auf die Rolle gelegt und dann in die Form abgerollt. Dabei sollte der Teig etwas über den hochstehenden Formrand hinausragen, um ihn sauber abschneiden zu können! Der Teigboden wird dann noch mehrfach mit einer Gabel angestochen, damit beim Backen keine großen Luftblasen darunter liegen bleiben und sich der Boden wellt!

Nun wird er im Backofen auf der zweiten Schiene von unten bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für 15 Minuten vorgebacken. Umluft wird nicht empfohlen. Das Vorbacken nennt sich Blindbacken, weil man den Boden komplett mit getrockneten Erbsen oder Linsen bedeckt hat, die auf einem Backpapier liegen sollten. Diese sorgen durch ihr Gewicht ebenfalls für einen glatten Boden.

Nach einer minimalen Abkühlzeit des Teigs entnimmt man das Backpapier mit den Erbsen oder Linsen und befüllt den Boden mit den vorbereiteten und vermengten Dingen aus dem dritten und vierten Rezeptteil. Aus dem fünften Rezeptteil werden die Pinienkerne lose auf die Quiche-Oberfläche gestreut. (Auf die geplanten Peperonis wurde wegen zu hoher Schärfe verzichtet.) Anschließend wird alles bei 200 Grad für 25 Minuten und bei 150 Grad für 20 Minuten fertig gebacken. Dabei sollte der Teig und auch die Oberfläche eine goldgelbe bis leicht bräunliche Farbe bekommen.

Am besten schmeckt die Quiche natürlich, wenn sie noch vom Backen heiß ist. Wer einen Rest später essen möchte, sollte die Quiche möglichst zügig aus der Form holen und auf einen Rost legen, damit sie nicht zu sehr durchweicht!

Die Zutaten der Füllung waren bei diesem ersten Versuch sicherlich nicht aufsehenerregend, wenn auch teilweise etwas “speziell”. Aber es war mir wichtig, bei dem neuen Teig nicht weitere hohe Schwierigkeitsgrade hieneinzubringen. Jeder ist aufgerufen zu experimentieren! Im Fernsehen gab es eine Mischung mit Fleisch und Apfel. Ich kann mir auch sehr gut Lachs mit Mangold oder Spinat vorstellen. Und es gab diverse Ideen zu vegetarischen oder veganen Füllungen. Ich hatte noch mein Topping mit Hanf und Sesam genutzt, ohne es hier zu erwähnen. Eines ist klar: Die einzigen Grenzen setzt Dir Dein eigener Geschmack!

Für das erste Mal ist mir dieser buttrige Teig recht gut gelungen, da die Dicke keine Schwierigkeit war, wie es bei Blätterteig gewesen wäre! Lediglich der optische Gesamteindruck war wieder einmal verbesserungswürdig. Das lag aber auch an den Mengen der Zutaten, die nicht gestimmt hatten. So war die Sahne auf jeden Fall zuviel! Ich habe aber schon alles in den Rezeptteilen korrgiert. Ein zusätzliches Manko war die fehlende Festigkeit. Ich hatte gedacht, der Schafskäse würde verlaufen, wie der Käse auf einer Pizza. Das war nicht der Fall. Somit hatte ich keine Oberfläche, wie ich sie von Überbackenem kenne. Da muss ich forschen, ob ich mit zerfließendem Käse falsch liege oder wie ich diese Art von Oberfläche hinbekomme.

Aber wie bei allen Rezepten, die ich hier veröffentliche: Der Geschmack ist deutlich besser, als es das Aussehen erwarten lässt! Somit gilt:

Guten Appetit!

Wer eine Getränkeempfehlung möchte: Ein Bier, je nach Vorlieben mit oder ohne Alkohol.