Gemüsechips selbstgemacht


Wie schon beim ersten Gemüsechips-Rezept waren gesunde Snacks für den Nebenbeiverzehr bei der Arbeit der Antrieb. Es wurde versucht, die Erfahrungen des ersten Rezepts zu berücksichtigen. Auf Öl wurde dieses Mal ganz verzichtet, da es anscheinend beim Dörrgerät nicht nötig ist. Beim Backofen wird es aber in vielen Rezepten empfohlen!

Beim letzten Mal gab es viel zu viel Material und deshalb waren dieses Mal nur drei Sorten am Start, wobei vom Wirsingkohl das “Herz” übrigblieb. Es sind dabei: ein Zucchini, drei helle Süßkartoffeln und ein Wirsingkohl. Letzterer wurde als Ersatz für Grünkohl empfohlen und soll gerade angesagt sein.

Die Süßkartoffel sollte hauptsächlich süß abgeschmeckt werden, während der Zucchini eher salzig / deftig werden sollte. Der Kohl war ein erster Versuch mit Kohl und bekam salzig mit einer minimalen süßlichen Note. Außerdem gab es natürlich noch einige Gartenkräuter, meine LowCarb-Topics (OnTop1 für den Wirsingkohl und OnTop2 für die Zucchinis) und Chilischärfe.


In diesem Rezept gibt es keinen Bereich mit genauen Mengenangaben. Bitte selber experimentieren! Der Geschmack der jeweiligen Soße darf etwas übertrieben sein, da nur ein Teil der Soße auf dem “Chip” hängen bleibt.

Als Anhaltspunkt für den Einkauf:

Für eine reichliche Dörrgerätfüllung mit vier Etagen habe ich einen Zucchini, drei helle Süßkartoffeln und einen Wirsingkohl genutzt.

Für die drei Soßen, die jeweils ca. 30 ml beinhalteten, habe ich folgende Dinge genutzt, wobei alle Gewürze getrocknet waren:

Zucchini:
Bunter Pfeffer, frisch gemahlen; weißen Zucker; Salz; guten, leicht süßlichen Balsamico (Aceto Balsamico – Guiseppe Guisti); Cayenne Pfeffer; Petersilie; Bratkartoffelgewürz; Thymian; Oregano; meine Chilisoße2.

Süßkartoffel:
Mango-/Tamarinden-/Chilisoße (Spicy Mango and Tamarind Sauce); Agavensirup.

Wirsingkohl:
Salzige Sojasoße; weißer Zucker; bunter Pfeffer, gemahlen; Chilipulver; Petersilie.


Das Dörrgerät wurde mit selbstausgeschnittenen Scheiben von Backpapier ausgelegt, wie bereit im ersten Rezept beschrieben. Damit spart man sich eine größere Reinigung.

Nach dem Waschen des Gemüses wurden die Süßkartoffeln minimal geschält. Danach wurden sie mit einem Messer in Längsrichtung geschnitten. Es gab die Hoffnung, dass sie durch mehr Dicke nicht ganz so trocken und hart werden würden.- Nach dem Schneiden wurden sie ganz leicht mit Zucker bestreut und für 30 Minuten in einem Teller liegen gelassen.Es kam nun noch eine Soße aus einer fertigen Mango-/Tamarindensoße und Agavensirup dazu, die kräftig von Hand vermengt wurde. Dann ging es damit ins Dörrgerät, wo sie nach vier Stunden herausgenommen wurden.

Die gewaschenen Zucchinis wurde mit einem speziellen Hobel in ca. 4 mm dicke Scheiben geschnitten, leicht eingesalzen und für 30 Minuten in einem Teller liegen gelassen. Die Soße aus den oben angegebenen Bestandteilen und das Topping mit Kokos/Chili wurde dazu gegeben und ordentlich von Hand mit den Zucchinischeiben vermengt. Dann wurden sie ins Dörrgerät gelegt und für fünf Stunden dort belassen.

Der gewaschene Wirsingkohl wurde seiner äußeren dunkelgrünen Blätter beraubt und diese wurde in Stücke geteilt, die mit der dazugehörigen Soße und dem Sesam-/Hanf-Topping vermengt. Dann ging es mit ihm für drei Stunden ins Dörrgerät.


Das Resultat:

Und der Geschmack?

Zucchini: Kein Eigengeschmack, ziemlich unansehnlich. Soweit so gut – eigentlich sogar sehr gut und ein kräftiger Geschmack durch die leckere Chilisoße 2. Vielleicht beim nächsten Mal einen Pizzageschmack zaubern? Hält sich ca. drei Tage im essbaren Zustand.

Süßkartoffel: Kaum Eigengeschmack. Konsistenz von getrockneten Mangoscheiben und auch Mangogeschmack, vermutlich durch die Mango-Tamarinden-Soße. Wegen des anfänglich genutzten weißen Zuckers jetzt etwas zu süß. Nächstes Mal weniger Sirup nehmen. Die Mango-/Tamarindensoße darf mehr sein, um es etwas säuerlicher zu machen. Nach zwei Tagen ist es gummiähnlich.

Wirsingkohl: Kohlgeschmack noch vorhanden. Generell gar nicht schlecht – sogar gut essbar, wenn auch ungewöhnlich. Nächstes Mal dicke Strunke herausschneiden und mehr Sesam nutzen, vielleicht zusätzlich noch schwarzer Sesam? Etwas zu scharf geworden, also weniger Chilipulver nehmen. Bleiben drei Tage halbwegs kross. – Auf Dauer ist der Kohlgeschmack aber nicht jedermanns Ding! Versuche mit Salat oder Ähnlichem sind sehr zu empfehlen!


Weitere Verbesserungsvorschläge für das nächste Mal:

Damit die Chips alle gleich trocken sind, dürfen sich die Stücke nicht überlappen.
Beim Geschmack sollte noch mehr ausprobiert werden. Vielleicht auch mal eine helle Soße nutzen?

 

Auf jeden Fall lohnt es sich, zu experimentieren!