Appetit-Bällchen

Eigentlich wollte ich einen extrem fruchtigen Muffin mit Orangen- und Zitronengeschmack backen. Mangels Quark wurde es diese Bällchen, die dann recht deftig werden sollten! Was für ein Unterschied!

Schon beim Herstellen des Teigs fiel aber auf, dass es recht schwierig war, einen „deftigen“ Geschmack herzustellen. So wurde dann mehr Wert darauf gelegt, dass diese Bällchen einfach nur gut essbar waren. Paprika und Mais helfen dabei! Auch wenn die Liste der Zutaten sehr lang ist, sind diese Bällchen einfach herzustellen und es sind auch kaum „Raritäten“ enthalten. Also los!

 

Für gut 30 Bällchen:
200 g Weizenmehl 405
120 g Weizenvollkornmehl
1/2 Paprika, rot
60 g Mais
70 g Schinkenwürfel
30 g Röstzwiebeln
1 Packung Hefe
1/2 Tl. Salz
1 Tl. Rosmarinblätter
1 Tl. Thymianblätter
2 Tl. Petersilienblätter
1 Tl. Oreganoblätter
1/2 Tl. Paprikapulver edelsüß
1 El. Agavensirup
150 ml Milch
2 El. Olivenöl


1 Ei
1 El. Olivenöl
10 g Mischung aus hellem +
dunklen Sesam, Mohn,
Kokosraspel und
Schwarzkümmel

Es beginnt mit dem Waschen und dem Kleinschneiden des halben Paprika. Diese gibt man zusammen mit allen festen Bestandteilen des ersten Rezeptteils in einen Topg und knetet es. Die Milch wird gut handwarm gemacht und dazugegeben. Nun wird alles 3 bis 5 Minuten geknetet. Danach kommt noch das Öl hinzu, es wird noch eine Minute geknetet, bevor dann der abgedeckte Topf im Backofen für 30 Minuten bei 40 Grad untergebracht wird.

Nach dieser Zeit knetet man den Teig noch einmal durch und entnimmt eine kleine Handvoll Teig, um daraus ein Bällchen zu formen. Dieses wird dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Nun können so viele Bällchen folgen, bis der Teig im Topf verbraucht ist.

Dann stellt man eine Schale mit Wasser in den Backofen und stellt ihn auf 40 Grad ein. Ein Ei wird mit Öl vermischt und es werden die Oberflächen aller Bällchen damit bepinselt. Darauf wird ein wenig des Samengemischs aus dem zweiten Rezeptteil gestreut.

Nun heisst es vorrübergehend von den Bällchen Abschied nehmen! 20 Minuten bekommen sie 40 Grad, um noch etwas zu wachsen, bevor es dann mit folgenden Einstellungen weitergeht: 10 Minuten 220 Grad, 10 Minuten 180 Grad, 10 Minuten 150 Grad. Sollten sie dann noch nicht durchgebacken sein, kann man sie noch 10 Minuten bei abgestellter Hitze und geschlossener Backofentür liegen lassen. Aber dann raus mit ihnen! Bei meinen Silikonformen kann man sie sofort entnehmen. Aber 30 Minuten Wartezeit schadet in keinem Fall, um sie dann ohne Verbrennungen probieren zu können!

In meinem ersten Versuch habe ich knapp die Hälfte der Bällchen ohne Samen genutzt, weil der Geruch der Samenmischung beim Backen sehr gewöhnungsbedürftig war. Meine Frau hat mir aber erklärt, dass es von den Kokosflocken in der Samenmischung kommt, auch wenn es eher nach altem Fett gerochen hatte.

Was ist es denn nun? Topp oder Flopp? Die Bällchen schaffen es zwar nicht auf einen meiner Favoritenplätze, aber sie sind ideal, um sich zusammen mit einem schmackhaften Getränk, den Fernsehabend zu versüßen und das bei extrem wenig Zucker und sehr wenig Fett!

Die Bällchen sind unauffällig und man muss aufpassen, dass man nicht unbemerkt zu viele davon inhaliert!