Mazzen


MazzenFür ein Abendmahl habe ich nach einem passenden Brot gesucht. Es sollte möglichst dicht am “Original” liegen und trotzdem noch schmecken. Verkneifen musste ich mir leider meine Kräuter und auch Hefe oder Säuerungsmittel. So blieb nur Mehl und Wasser übrig. Da mir das geschmacklich dann aber doch zu wenig war, habe ich ganz wenig Salz, Honig und Olivenöl dazu genommen. Das gab es damals auch schon.

400 g Weizenmehl (Typ 550)
200 ml warmes Wasser
1 Tl. Salz
1 Tl. Thymian-Honig
4 El. Oliven-Öl

Weitere Vorgaben waren eine maximale Backzeit von 17 Minuten, was ein sehr dünnes Brot bedeutet und eine maximale Pause von 13 Minuten zwischen dem Fertigstellen des Teigs bis zum Backvorgang. – Heraus kamen zwei von den 5mm dünnen und ca. 20cm Durchmesser großen Scheiben (Foto). Da beim Abendmahl nur Stückchen verteilt werden, reicht eine solcher Scheiben für 10 – 15 Personen.

Die Herstellung ist zum Glück sehr einfach. Als erstes heizt man den Backofen auf 220 Grad vor. Während dieser Vorheizzeit vermischt man das Mehl, das Wasser, das Salz und den Honig in einem Topf, bis sich ein großer einzelner Teigklumpen ergibt. Diesen gibt man entweder komplett oder in Teilen auf ein Brett, um ihn 3 – 5 mm dick auszurollen. Diese Teigscheiben legt man auf ein mit Backpapier vorbereitetes Backblech. Jetzt werden diese Scheiben noch mittels Pinsel und dem Öl von oben eingeölt. Optisch aufwerten könnte man das Brot noch, indem man viele kleine Löcher mittels Zahnstocher von oben einbringt. – Geschmackliche Aufwertungen gibt es viele. Ich hatte das Olivenöl noch mit ein paar Tropfen Chiliöl verfeinert. Außerdem hatte der Thymian-Honig auch seinen speziellen Geschmack.

Sobald man fertig ist, gibt man das Backblech in den Backofen (zweite Halterung von unten). Backspezies haben an eine feuerfeste kleine Schüssel mit Wasser im Backofen gedacht, damit der Teig nicht austrocknet. Dann wird die Zeit von 17 Minuten bei 200 Grad abgewartet. Sollten sich die Ränder braun färben, senkt man die Temperatur auf 150 Grad.

Nach der angegebenen Zeit werden die Scheiben auf einen Rost gelegt und sollten so mindestens eine Stunde (besser zwei) abkühlen.

Damit dieses Brot nicht hart oder zäh wird, sollte es möglichst am gleichen Tag noch verzehrt werden.

Das Brot ist sicherlich kein absoluter Bringer, aber relativ dicht an der Sorte Brot, wie sie früher gebacken wurde und ist trotzdem noch essbar!

Passend zum Abendmahl vermittelt das Brot Bescheidenheit und Demut!