Frühstücksbrötchen zum Aufbacken


Aus Süddeutschland hatte ich den Hinweis für ein Rezept von leckeren Brötchen bekommen. Allerdings mit Sauerteig! Ob das mein Geschmack ist? Es folgt nicht das ausgefeilte Originalrezept aus dem Internet (“Auffrisch-Brötchen”), sondern meine vereinfachte Abwandlung davon, die hoffentlich süßlicher und durch zusätzliches Getreide interessanter wird.

Das Foto zeigt 18 Minuten Backzeit! Also zu lange! Die Form war noch nicht typisch und die Einschnitte hatte ich auch vergessen! Da es mein erster Versuch dieser Art war, lässt sich noch vieles verbessern! 😳

60 g 5-Korngetreide


150 g Weizenmehl 450
150 g Weizenmehl 550
75 g Sauerteig (Profis nehmen Lievito Madre)
20 g Agavensirup
8 g Frischhefe
6 g Salz
150 ml Milch


30 ml Sesamöl

Im ersten Rezeptteil wird das Getreide in Wasser für 12 bis 24 Stunden eingeweicht, danach abgetropft und leicht ausgedrückt.

Erst danach werden die Bestandteile des zweiten Rezeptteils in einer Schüssel mit einem Knethaken vermengt, wobei die Milch als Letztes hinzu gegeben wird.

Im dritten Teil wird nach 2 – 3 Minuten wird das Öl zugegeben und 5 Minuten vermengt, bis der Teig schön glatt ist. Dann wird der Teig für 90 Minuten auf ein mit Mehl bestäubtes Brett gelegt, worauf man später auch kneten wird.

Varianten sind viele denkbar: Anderes oder kein Getreide; anderes Mehl; anderen Sauerteig; Honig statt Agavensirup; trockene Hefe statt Frischhefe; Oliven- oder Sonnenblumenkernöl statt Sesamöl.

Dann teilt man den Teig in sechs bis acht Teile und macht daraus rechteckige Brötchenformen. Man dreht diese Teigrollen einmal im Mehl und klopft es wieder leicht ab. Wer diese Brötchen gleich backen möchte, lässt sie bei 30 Grad für 60 Minuten aufgehen und überspringt den Rest dieses Absatzes. Wer die Brötchen erst am nächsten Tag essen möchte, legt die Teigrollen auf ein Bäckerleinen (ich hatte nur ein Geschirrhandtuch), welches auf einem Backblech oder Brettchen liegt, wickelt beides zusammen ein, gibt alles zusammen in eine Plastiktüte und legt diese dann in den Kühlschrank bei 5 bis 6 Grad für 10 bis 20 Stunden.

Zum eigentlichen Backen wird der Backofen auf 220 Grad inklusive kleiner Wasserschüssel vorgeheizt. Die Teigrollen legt man auf ein Backblech mit Backfolie. Kurz bevor die Teigrollen in den Backofen gebracht werden, schneidet man sie oben einmal längs oder zweimal schräg ein und sprüht sie und das Innere des Backofens mit Wasser ein. Die Brötchen sind bei 220 Grad nach ca. 15 Minuten fertig. Die Zeit variiert etwas zwischen Brötchen aus dem Kühlschrank und den Brötchen, die bereits im Warmen lagen.

Dann wird probiert! – Na, wie war’s?

 

Wenn ich das Dunkle vergesse, war der Geschmack zwar wegen des Sauerteigs etwas ungewohnt, aber nicht schlecht! Die Konsistenz des Inneren war schön locker und fast saftig. Lediglich das Getreide war zu hart, was im obigen Rezept aber bereits durch Einweichen korrigiert wurde.

 

Aber es kommt noch etwas nach! Wie sind die Brötchen, wenn man sie einen Tag später aufbackt?

PLATT!  🙁 

Wie man auf dem Foto sieht, hatte ich vier vorgeformte “Brötchen” (die Form lässt sich noch optimieren 🙂 ) zusammen in den Kühlschrank gelegt. Logischerweise kleben sie dann an den Berührungspunkten wieder zusammen. Also sollte man etwas Passendes dazwischen legen.

Der zweite Punkt, den man verbessern sollte: Nach dem Aufbacken sind die Brötchen recht flach. Ich habe das nicht mehr getestet, aber ich denke, dass ein vorheriges Aufwärmen von ca. 30 Minuten bei ungefähr 30 Grad den Teig noch einmal etwas aufgehen lassen könnte und damit eine brauchbare Brötchenform herauskommt. Da wir aber bei unserem Frühstück nicht eine Stunde auf Brötchen warten wollen, sind selbstgemachte Aufbackbrötchen für mich mit diesem Versuch abgehakt! Weitere Verbesserungsvorschläge gerne an mich!