Lieblingsbrötchenrezept

Wem das Original-Rezept „Lieblings-Brötchen und Kekse“ zu viel war, für den folgt hier ein minimal verändertes Rezept, allerdings dieses Mal nur für die Brötchen. Die lassen sich mit ca. drei Tagen deutlich besser als die Kekse essen, die dann schon trocken werden. Außerdem geht es nun wirklich ohne Ausschweifungen Weg zum Ziel.

Um etwas Veganes zu produzieren, wurde auf Ei und damit auf das Bestreuen der Brötchenoberfläche verzichtet.

 

25 g Buchweizengrütze
25 g Dinkelkörner
25 g 5-Korn-Getreidemischung
25 g Hirsekörner
25 g Leinsamen
25 g Quinoasamen
25 g Sonnenblumenkerne
10 g Schwarzkümmelsamen
200 ml Malzbier (150+50ml)


1/2 Rocoto-Chili
250 g Vollkornbrotbackmischung
2 Tüten Hefe
1 Tl. Salz
1Tl. Zucker
2 Tl. Paprikapulver, edelsüß
2 Tl. Oreganoblätter, getrocknet
1 Tl Rosmarinblätter, getrocknet
1 Tl. Thymianblätter, getrocknet
50 ml Malzbier
1 El. Agavendicksaft
1 El. Zuckerrübensirup
2 El. Sonnenblumenöl

Einen Tag vorher wurden die Getreidezutaten aus dem ersten Rezeptteil eingeweicht. Dabei beginnt man, die Buchweizengrütze, die Dinkelkörner, die Getreidemischung, die Hirsekörner und die Quinoasamen fünf Minuten in einem Topf mit heißem Bier (150 ml) ganz leicht köcheln lassen. Durch die geringe Menge an Flüssigkeit muss man fast ständig rühren, aber bei mehr Flüssigkeit wird das Brot später zu weich.

Dann wird der Topf vom Herd genommen. Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Schwarzkümmel und 50 ml Bier kommen hinzu. Auch jetzt solte man hin und wieder umrühren, damit nichts festklebt und sich das Bier gut verteilt. Nach fünfzehn Minuten wird der Topf abgedeckt und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen.

Am Backtag (zweiter Rezeptteil) wäscht man mit dünnen Handschuhen den gut tomatengroßen Rocoto-Chili und schneidet die Hälfte davon in winzige Stücke. Den Rest dieses großen Chilis kann man für andere Dinge nutzen. Vorsicht – Chilis können, je nach Sorte und Reifegrad, sehr scharf sein und sollten nicht mit Schleimhäuten in Berührung kommen!

Jetzt bringt man das Bier in einem Topf auf 40 – 50 Grad und vermischt alle festen Zutaten des zweiten Rezeptteils in einem passenden Gefäß kurz mit dem Knethaken. Erst dann gibt man die abgetropfte Getreidemischung vom Vortag, das soeben erhitzte Bier und den Zuckerrübensirup hinzu und knetet alles. Nach drei Minuten wird das Öl hinzugegeben und vermengt. Der Teig wird mit einem Tuch abgedeckt und 30 Minuten im Backofen bei 40 Grad stehengelassen.

Danach wird der Teig geknetet und es werden damit diverse Brötchen geformt. Diese legt man auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Das hängt man im Backofen in die zweiten Aufhängung von unten ein. Eine kleine Schale mit Wasser sollte auch vorhanden sein. Dann dürfen die angehenden Brötchen für 15 Minuten bei 40 Grad schwitzen und dabei aufgehen. Dabei nur Ober- und Unterhitze nutzen, aber auf keinen Fall Umluft! Wenn sie nicht aufgehen, kann man 15 Minuten zugeben.

Die Brötchen werden dann 15 Minuten bei 220 Grad, dann 15 Minuten bei 180 Grad und 10 Minuten bei 150 Grad gebacken. Danach sollten sie mindestens eine Stunde abkühlen.

Der Geschmackstest mit den Brötchen:

Ich hatte nur 1/4 Rocoto-Chili genutzt und das war so wenig, dass man ihn nicht schmecken konnte. Das Rezept habe ich nun auf 1/2 Chili geändet. Am besten ist es, den Teig vor dem Backen entsprechend abzuschmecken!

Dieses Mal sind die eingeweichten Getreidesorten besser herauszuschmecken und das leicht Süßliche schmeckt sehr gut! – Optisch ist es wieder einmal kein Hingucker. Positiv ausgedrückt könnte man ihm ein „rustikales Äußeres“ andichten. Aber was macht das schon!

Es ist ein rundherum gelungenes Brötchen!

Zwei Probleme gibt es allerdings: Es macht schnell satt und welchen Belag wähle ich eigentlich dafür?

Egal, ob man die Brötchen ohne Belag, mit (Kräuter-) Butter, Chilisoße, Marmelade, Käse oder Wurst isst, es schmeckt immer!