Roggen-Bauernbrot

Nicht nachmachen ohne auch den Nachtrag gelesen zu haben!

Durch eine Fernsehsendung mit Sauerteig wurde ich motiviert, mich noch einmal daran zu versuchen. Der Sauerteig sollte bei dieser Gelegenheit besonders gut sein und nicht aus dem Supermarkt stammen. Deshalb habe ich mir eine gut bewertete Sorte aus dem Interet beschafft. Weiterhin sollte keine Hefe verwendet werden und es sollte ein lockeres, körniges, geschmackvolles Brot werden. Derartige Brote sind oft als Bauernbrot benannt. Ich habe durch zusätzliche Gewürze für ein nur „bäuerliches“ Brot gesorgt!

 

 

 

200 g Roggenmehl 997
60 g Roggenschrot
180 g Roggen-Sauerteig
140 ml Wasser
60 g Sonnenblumenkerne
2 El. Honig
1 Tl. Salz
1 Tl. Rosmarin, getrocknet
1 Tl. Thymian, getrocknet
1 Tl. Petersilie, getrocknet
1 Tl. Schwarzkümmel
1/4 Tl. Anis, gemahlen
1 Prise Kümmel, gemahlen
2 El. Malzextrakt
1 Prise Chilipulver

Ich beginne dieses Mal mit dem Bemehlen des Inneren des Gärkörbchens, damit ich es nicht wieder vergesse. Das hat außerdem den Vorteil, dass man das überschüssige Mehl gleich für den Teig nutzen kann und nicht entsorgen muss. Dann geht es weiter, wie immer:

Alle Zutaten aus dem Rezept zu einem Teig vermischen, in ein bemehltes Gärkörbchen legen, ganz leicht die Oberfläche bemehlen, glatt streichen und dann drei Stunden bei Zimmertemperatur (gut 20 Grad) abgedeckt ruhen lassen. 20 Minuten vor Ende gibt man die leere Backform in den Backofen bei mindestens 240 Grad. Da mein Teig trotz des guten Sauerteigs nicht einmal ansatzweise aufgegangen ist, hätte ich hier aufhören können, aber das wäre zu langweilig gewesen! Vielleicht kann ich das Brot als Briefbeschwerer nutzen! laughing

Dann kippt man den Teig aus dem Gärkörbchen auf ein leicht bemehltes Brett und gibt ihn von dort aus in die minimal größere Backform, die man vorübergehend aus dem Backofen genommen hat. Anschließend geht es aber sofort wieder damit in den Backofen. – Da ich eine Backform mit Deckel habe, kann ich auf eine kleine Wasserschüssel im Backofen verzichten.

Nach 20 Minuten regelt man auf 210 Grad herunter und nach weiteren 20 Minuten auf 180 Grad. Beim Feuchtigkeitstest kann man nach weiteren 20 Minuten mittels eines langen Holzspießes feststellen, ob das Brot innen trocken und somit fertig ist. Ansonsten die Backzeit um 5 – 10 Minuten verlängern. Sollte das Brot dabei zu dunkel werden, legt man rechtzeitig Alufolie locker auf die Oberfläche.

Nun wird die Form mit dem Brot aus dem Backofen genommen. Dann pinselt man mit Wasser die Oberfläche ein. Das gibt eine schönere Kruste.

Wenn das Brot nach rund zwei Stunden wirklich abgekühlt ist, kann man es sehr vorsichtig anschneiden und probieren. Wäre es aufgegangen, hätte es wirklich gut schmecken können! Die Unterseite ist allerdings etwas zu hart. Ich werde testen, ob die zweite Aufhängung von unten besser geeignet ist, als die unterste. – Wenn man von der Konsistenz des Brotes absieht, ist der Geschmack sehr neutral, wie bei einem gekauften Brot. Als geschmacklicher Grobmotoriker würde ich beim nächsten Mal doppelt so viel Honig, Malzextrakt und Gewürze (außer Salz) nehmen!

*****

Nachtrag: In einem Rezept des Sauerteigherstellers steht, dass man den Teig von Hand kneten soll. Eine Maschine soll nur etwas für Geübte sein! Das wird der Grund für diesen Fehlversuch sein, da ich mittels Handmixers und auch noch schnell geknetet hatte! Weil meine Gelenke kein langes Kneten von Hand zulassen, werde ich mir eine preiswerte Knetmaschine kaufen (ca. 100 Euro) und damit experimentieren. Die Maschine soll unbedingt nur langsam kneten. Vielleicht tut es dann sogar ein Sauerteig aus dem Supermarkt!

Zweiter Nachtrag: Ich hatte mir eine (einfache) Knetmaschine gekauft. Damit wurde das Rezept wiederholt. Obwohl ich mich über das Kneten schlau gemacht hatte, ist der Teig wieder nicht aufgegangen. Ich gebe es nun mit Sauerteig auf, bis mir jemand zeigt, wie es geht. Die Knetmaschine ist aber nicht verkehrt. Die kann ich auch für Weizenmehl mit Hefe nutzen!

Ich hatte wie folgt geknetet: 6 Minuten Stufe 1 und 90 Sekunden Stufe 2. Dann wurde der Teig 10 Minuten in der Rührschüssel belassen, damit er etwas ruhen konnte. Danach gab es 3 Stunden Ruhe bei 30 Grad im Gärkörbchen. Dann war klar, dass es wieder nicht funktioniert hatte. Trotzdem wurde noch gebacken, in der Hoffnung, dass etwas Essbares dabei herauskommt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Fotos gibt es nicht mehr, da sie nichts Neues zeigen.