Krustenbrot mit Blüten und Chilis


Krustenbrot mit Blüten und ChiliDieses Rezept braucht drei Tage!

Am ersten Tag fängt man an, die Getreidemischung in warmem Wasser quellen zu lassen. Das Wasser sollte bis zum Gebrauch des Getreides mehrmals gewechselt werden.

50 g Getreidemischung


100 g Roggenmehl 1150
75 g Sauerteig
1 Tl. Salz
200 ml warmes Wasser


100 g Weizenvollkornmehl
150 g Weizenmehl (Typ 1050)
1/2 Päckchen Trockenhefe
150 ml Wasser
1 El. Zuckerrübensirup
2 El. Rosenblüten, getrocknet
1 Msp. Chilipulver
4 El. Kräuter der Provence, getrocknet

Am zweiten Tag wird die Roggenteigmischung angesetzt und über Nacht an einem warmen Ort (mindestens 22 Grad) zugedeckt stehen gelassen. Für den Teig werden die Dinge aus dem zweiten Abschnitt der Zutaten vermischt und fünf Minuten mit einem Knethaken bearbeitet, bevor sich der Teig zur Ruhe begibt. Statt Roggenmehl eignet sich auch gut Roggenvollkornmehl. – Wer am dritten Tag nicht in Stress verfallen will, kümmert sich jetzt noch um die Blüten. Die Blütenblätter werden zerkleinert (maximal 3 cm lang), wobei es eigentlich egal ist, um welche Blüten es sich handelt. Weich müssen sie sein und je bunter, desto schöner!

Am dritten Tag kommt es zum Endspurt. Das Getreide des ersten Tages wird gut getrocknet und mit den Dingen des dritten Abschnitts aus den Zutaten vermischt. Die Roggenteigmischung vom zweiten Tag kommt auch mit dazu. Man knetet kräftig und legt den Teig in eine Schüssel, die man mit einem Tuch abdeckt.

Nach drei Stunden Wartezeit sollte der Teig ungefähr doppelt so hoch geworden sein und man kann ihn in die gewünschte Form bringen. Da ich am gleichen Tag meine Rosinenbrötchen machen wollte, habe ich die klassische rechteckige Form bevorzugt. Somit wurde der Teig auf Backpapier in die Form gelegt und knapp oberhalb der Mitte des Backofens gebracht. Der Backofen sollte bereits die 220 Grad mit Umluft erreicht haben und der Teig bleibt für zehn Minuten bei dieser Hitze liegen, bevor man ihn weitere 45 Minuten mit 180 Grad “befeuert”. Eine Schale mit Wasser im Backofen ist wie immer Pflicht. – Damit es auch wirklich eine gute Kruste gibt, sprüht man die Teigoberfläche mehrmals mit Wasser ein. Das anschließende Abkühlen passiert wieder auf einem Gitter. Minimum drei Stunden!

Auf dem Foto ist zu erkennen, dass das Kneten oder Backen noch nicht perfekt war, da der Teig seitlich leicht gerissen ist. Außerdem hatte ich das Brot zu weit unten eingehängt. Aber am Geschmack ändert das nichts! Und wer überhaupt keine Blüten essen mag, der kann statt dessen auf einen El. Zuckerrübensirup verzichten und statt der Blüten 50 g Röstzwiebeln nehmen. Das wird deftig!

Zum Chili lässt sich sagen, dass es für mich genau die richtige Menge war. Nicht so viel, dass der Brotgeschmack übertönt wird, aber genug um es ein kleines bisschen warm im Magen zu haben.

Ich hatte beim ersten Versuch auch Lavendelblüten mit gebacken. Da ich persönlich Lavendel aber nicht so gerne mag, war das ein Fehler und mir schmeckte das Brot nicht so gut, wie erwartet. Man lernt daraus:

Wenn man seine Lieblingsblüten benutzt, könnte das Brot zum Lieblingsbrot werden!