Tomatensoße süß-sauer


Tomatensoße süß-sauerInzwischen hat sich der leckere Geschmack meiner Chilisoßen 2 und 3 herumgesprochen und die Personen, die scharfes Essen nicht vertragen können, fühlen sich diskriminiert! smiley
Für diesen Personenkreis (und auch für mich) wollte ich eine leckere, nicht scharfe, fruchtige Tomatensoße machen. Ein wenig scharfer Jalapeno-Chili muss aber unbedingt mit hinein! Und weil bei mir gerade Tamarindensoße Thema war, wurde es eine süß-saure Soße. Tamarinden sind nämlich in gewisser Weise ein Zitronenersatz. Wer das saure nicht mag, lässt einfach die Tamarindensoße weg und verzichtet später auch auf den Agavendicksaft!

Dieses Mal lege ich mehr Wert auf geschmackvolle Zutaten, wie roter Pfeffer oder Tellicherrypfeffer, weil bei dieser milden Soße eher, als bei einer scharfen Soße, die Chance besteht, es herauszuschmecken!

5 Tamarinden oder deren Fruchfleisch
250 ml Wasser 


250 g Mini-Tomaten
250 g Mini-Paprika
1 Jalapeno-Chili
20 g Ingwer, frisch
1 Dose Mangoscheiben
4 Knoblauchzehen
4 Schalotten, klein


1 Tl. Kreuzkümmel
1 Tl. Piment
1 Tl. Koriandersamen
3 Tl. Basilikumblätter, getrocknet
3 Tl. Oreganoblätter, getrocknet
1 Tl. Petersilienkraut getrocknet
1 Tl. Rosmarinblätter, getrocknet
1 Tl. Thymian, getrocknet
1 Tl. Bockshornkleesamen
1 Tl. Annattosamen
1/2 Tl. Tellicherry-Pfefferkörner
1/4 Tl. Szechuanpfefferkörner
1/4 Tl. grüne Pfefferkörner
1/4 Tl. weiße Pfefferkörner
2 Tl. rote Pfefferkörner
20 Kardamomkapseln grün ohne Schale


50 ml Wasser
2 Tl. Salz
2 Tl. Currypulver
10 g Palmzucker
4 El. Tomatenmark
6 El. guten Tomatenketchup
4 El. Sesamöl
2 El. Agavendicksaft
20 ml Reisessig

Da sich die Gewürzmischung der vorherigen Chilisoßen bewährt hatte, habe ich daraus viele Zutaten übernommen, wenn auch in geringerer Menge. Auch der Prozess der Herstellung ist ähnlich. Allerdings beginnt man im ersten Teil mit der Herstellung der Tamarindensoße. Man gibt 5 frische geschälte entkernte Tamarinden in einen Topf mit 250 ml Wasser, lässt dieses 30 Minuten lang ganz leicht köcheln und gibt die abgekühlte Soße in ein Glas.

Die Gewürz- und Kräutermischung aus dem zweiten Teil mixt (oder mahlt man) sehr ordentlich, damit später möglichst wenig dicke Teile entstehen, falls man ohne Sieben auskommen möchte. Wie auch in meinen Chilisoßen wird beim grünen Kardamom nur der Inhalt der Kapseln genutzt.

Der dirtte Teil besteht aus dem fünfminütigen Kochen und anschließendem Häuten der Tomaten. Deren Fruchtfleisch gibt man dann in einen hochstehenden Topf zusammen mit der gemahlenen Gewürzmischung, dem Ingwer, einem Chili (Jalapeno), den Mangoscheiben, den Knoblauchzehen, den Schalotten und den Mini-Paprikas, wobei alles vorher kleingeschnitten wurde. Von der Tamarindensoße kommen noch 10 ml (oder weniger) hinzu. Danach zerkleinert man die gesamte Mischung mit einem Handmixer.

Die Zutaten des vierten Rezeptteils gibt man zusammen mit dem soeben Gemixten in einen Topf und reduziert es ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze, bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat. Man kann dabei auf ein paar der schwierig zu beschaffenden Gewürze verzichten, aber nicht auf die grünen Kardamomkapseln (Asiashop)!

Kurz vor dem Abkühlen gibt man noch den Mangosaft aus der Dose und etwas Agavendicksaft hinzu. Ein letztes Umrühren und Abschmecken und das war’s!

Da die mir die Soße zu viele “Brocken” enthielt, habe ich sie dieses Mal doch gesiebt. Dabei kam allerdings eine sehr dünne Soße heraus. Diese könnte man anschließend noch einmal durch Köcheln reduzieren, aber ich habe aus Bequemlichkeit darauf verzichtet.

Wer sich jetzt fragt, wozu man eine süß-saure Tomatensoße brauchen kann, dem kann ich nur sagen: für alles! smiley

Der eingangs erwähnte Geschmackstest bezüglich des Pfeffer hat wieder nichts ergeben. Auch ohne Chili hat die Soße so viel Geschmack, dass ich den Tellicherrypfeffer nicht herausschmecke! Ein Teelöffel mit einer Sorte Pfeffer ist also ausreichend.

Mein erster Versuch mit Annettosamen hatte auch nichts ergeben. Weder optisch noch geschmacklich ist der eine Teelöffel voll Samen aufgefallen. Zumindest spricht das nicht gegen ihn!

Am Ende ist mir der Geschmack doch ein wenig zu säuerlich. Ich würde beim nächstem Mal nur die Hälfte der angegebenen Tamarindensoße nehmen.

Als Merker für weitere Soßen: Bockshornklee ist vom Geruch super, aber die Konsistenz ist nicht besonders lecker.

Ich habe bei dieser Soße wieder einiges gelernt und der “Feinabgleich” mit Tomatenmark und Tomatenketchup hat wieder recht gut funktioniert. Auch wenn manches negativ klingen könnte:

Für diese Soße brauche ich keine Mahlzeit. Diese Soße genieße ich gerne pur! 😀