Paprika-Pesto

Für den zweiten Versuch mit einem Pesto für meine selbstgemachten Grissinis, wollte ich ein Pesto mit kräftigem Geschmack herstellen, welches geschmacklich in Richtung Pizza ging. Tomaten wären zu lasch, also waren Paprika geplant!

Außerdem sollte es nicht zu fettig werden und so habe ich mir Mandeln statt der Pinienkerne ausgesucht. Billiger sind sie auch noch! Im Grissinirezept wurde wegen des hohen Fettgehalts das Einstreichen der Oberflächen mit Eiweiß, statt mit Öl geplant. Und als verrückte, geschmackvolle Zutat würde es im Grissiniteig noch scharfe Wurststückchen geben!

 

3 Spitzpaprika
3 Knoblauchzehen
20 g Mandelkerne, gehackt
20 g Paprika- oder Chilibutter
50 g Tomatenmark
50 ml Lieblingsketchup, scharf
40g Hartkäse, fein gerieben
1/2 Tl. Chilisalz (oder Salz)
1/2 Tl. Pfeffer, gemahlen, bunt
1 Tl Cayennepfeffer
1 Prise Zucker
2 Tl. Basilikumblätter, getrocknet
1 Tl. Oreganoblätter, getrocknet
1/2 Tl. Thymian, getrocknet
3 El. Olivenöl

Natürlich habe ich mich vorher im Internet schlau gemacht und so werden die Paprika im Backofen „gegrillt“, um für einen besseren, kräftigeren Geschmack zu sorgen. Dazu heizt man den Backofen auf 250 Grad mit Umluft ein. Bis er seine Temperatur erreicht hat, wäscht man die Paprikaschoten, viertelt sie und entfernt alles nicht essbare und auch die helle Plazenta mit den Samen. Wenn die Temperatur erreicht ist, gibt man das mit Backpapier und den Paprikavierteln belegte Backblech auf der zweiten Schiene von unten in den Backofen. Nach ungefähr 10 Minuten, wenn die ersten schwarzen Stellen zu sehen sind, nimmt man das Blech heraus und lässt die Schoten abkühlen.

Zwischendurch gibt man die gehackten Mandelnin eine sehr heiße, trockene Pfanne und lässt sie wirklich nur leicht anbräunen. Nachdem man die Mandeln herausgenommen hat und die Pfanne etwas abgekühlt ist, gibt man die Paprika- / Chili-Butter in die Pfanne. Sobald diese geschmolzen ist, kommen die sehr klein geschnittenen Knoblauchzehen hinzu und man bräunt diese bei fast mittlerer Hitze, wobei die Butter nicht zu braun werden darf.

Inzwischen sollten die Paprikschoten soweit abgekühlt sein, dass man sie gefahrlos anfassen kann. Das Häuten schenke ich mir, weil ich es nicht so drauf habe. Dafür gibt die teilweise dunkle Haut noch ein paar zusätzliche Geschmacksstoffe ab. Ganz schwarze Stellen kann man entfernen. Die Schoten werden dann zusammen mit allem aus der nebenstehende Liste mittels Mixer püriert. Der Lieblingsketchup kam später noch hinzu, um das Pesto „gschmackiger“ zu machen!

Am Ende füllt man die Masse in ein kleines Glas, gibt noch etwas Öl obenauf und stellt das verschlossene Glas in den Kühlschrank. Dort kann das Pesto noch etwas durchziehen.

Es wird von einer Haltbarkeit von einer Woche berichtet. Zwei Wochen sollen das Maximum sein. Also zügig verbrauchen!

Beim ersten Versuch mit Grissini hatte ich festgestellt, dass es beim Pesto ähnlich ist, wie bei der Kräuterbutter: Es ist viel mehr Geschmack nötig, als man beim Probieren für sinnvoll hält! Oder anders ausgedrückt: Der Geschmack muss etwas übertrieben sein, damit es später zusammen mit den Zutaten gut schmeckt!