Chili-Soße 3


Chilisoße feinDa die zweite Chilisoße so gut angekommen ist, habe ich versucht dieses Erfolgserlebnis mit einer dünneren Soße fortzusetzen. “Dünn” sollen aber nur die Zutaten sein aus Gründen der Optik. Es soll keine Soße werden, die einem gleich vom Fleisch oder wo auch immer herunterläuft! – Die scharfe, im Rezept beschriebene Variante, ist rechts an den vielen Chilisamen zu erkennen.

Wer einen guten Geschmack hat, lässt sich durch die vielen Zutaten nicht abschrecken! smiley

Die Zutaten ähneln sehr der zweiten Soße, wobei ich wegen der größeren Dicke auf den Bockshornklee verzichtet habe. Als dessen Ersatz (und auch für den Kurkuma) hält dieses Mal ein fertige Thai-Curry-Mischung aus dem Supermarkt her. Außerdem ist hier noch der Versuch zu finden, aus fertigen Dosentomaten eine schmackhafte Soße zu machen. Ich habe dafür ein südländisch klingendes Fertigprodukt auch aus dem Supermarkt genutzt mit Basilikum und “stückig”. Hintergrund ist die leichtere Nutzung von Tomaten. Für mich alleine würde ich immer wieder geschmackvolle Mini- oder Cherry-Tomaten wählen, aber hier versorge ich noch andere Personen mit dieser Soße und bei größeren Mengen sollte man es sich leichter machen. Als weitere Erleichterung und auch aus Geschmacksgründen nutze ich jetzt weniger Kardamomsamen: Pro 100 Gramm Tomaten sind es 10 Kapseln, die auseinander genommen werden. Und dann waren die Zwiebeln bei der zweiten Soße recht groß. Deshalb versuche ich es jetzt mit Röstzwiebeln.

2 Tl. Kreuzkümmel
2 Tl. Piment
2 Tl. Koriandersamen
4 Tl. Basilikumblätter, getrocknet
4 Tl. Oreganoblätter, getrocknet
3 Tl. Petersilienkraut getrocknet
2 Tl. Rosmarinblätter, getrocknet
2 Tl. Thymian, getrocknet
2 Tl. schwarze Pfefferkörner
20 g Röstzwiebeln
20 g gerösteter Paprika
40 Kardamomkapseln grün ohne Schale


4 Knoblauchzehen
20 g Kräuterbutter


400 g Tomatenstücke aus der Dose
50 g Chilis (nur für Chiliheads!)
1 Paprika rot (kann entfallen)
20 g Ingwer, frisch
2 Zweige grüner Pfeffer, frisch


100 ml Wasser
2 Tl. Salz
2 Tl. Chiliflocken
4 Tl. Currypulver
20 g Palmzucker
2 El. Tomatenmark
8 El. guten Tomatenketchup
Saft von 1/4 Zitrone
20 ml Reisessig

Chilisoße fein
Der erste Teil
beginnt mit dem “Schälen” der 50 Kardamomkapseln, woraus nur der Samen genutzt wird. Eine langweilige Arbeit, aber es gibt später diesen besonderen Geschmack!
Diese gibt man zusammen mit den übrigen Teilen des ersten Rezeptteils in den elektrischen Küchenmixer und lässt ihn so lange laufen, bis alles fein gemahlen ist.

Beim zweiten Teil werden die Knoblauchzehen möglichst fein gewürfelt und für ca. 5 Minuten in der heißen Kräuterbutter gebraten. Ich habe dieses Mal eine Kräuterbutter mit Chili genutzt.

Im dritten Rezeptteil werden die Chilis und der rote Paprika klein geschnitten. Danach werden sie mit einem Handmixer zusammen mit den geschälten Ingwerstücken, den Tomatenstücken und den grünen Pfefferkörnern zu einem dünnflüssigem Brei ohne dicke Stücke vermischt.

Der vierte und damit letzte Teil ist am Langwierigsten. Hier kommen alle bisherigen Zutaten in einen Topf einschließlich der Zutaten des vierten Teils, werden ordentlich vermischt und dann solange erhitzt, bis einem die Konsistenz der Soße gefällt. Dabei muss man aber sehr häufig umrühren, damit nichts anbrennt. Außerdem stehe ich auch nicht so auf die Haut, die sich ansonsten auf der Oberfläche bilden würde.

Nach spätestens 30 Minuten sollte die Konsistenz stimmen und man nimmt den Topf vom Herd. Es gibt nun verschiedene Tricks um die Haltbarkeit der Soße zu verlängern. Ich beherrsche keinen davon! smiley
Meistens geht es dabei um Hygiene der Gläser, in die die Soße abgefüllt wird. Ich mache es mir einfach, spüle das Glas und den Metalldeckel heftig heiß aus und fülle dann langsam die noch heiße Soße hinein. Damit das Glas nicht springt, steht es auf einem feuchten Haushaltstuch. Vor dem Verschließen kommt noch eine kleine Portion Essig oben auf die Soße, die die Oberfläche gut bedecken sollte. Mit einem Handschuh wird das Glas festgehalten, während man den Deckel so fest wie möglich aufschraubt. Ohne das Glas großartig zu kippen oder zu schütteln wird es an einen Ort gestellt, wo es abkühlen und lagern kann.


Anmerkungen zu dieser Soße:

1. Von fein konnte keine Rede sein! Man könnte versuchen, einen Teil der Soße durch ein möglichst grobes Sieb zu filtern, aber ich hatte nur zu feine Siebe. Generell ist es vielleicht sogar die Idee: Die gefilterte Soße ist dann recht dünn und der Teil im Sieb wird als scharfer Aufstrich genutzt!

2. Auf den frischen Paprika kann man verzichten. Ich hatte ihn als Geschmacksgeber gedacht, aber er hat die Soße geschmacklich nur verdünnt.

3. Bei den schwarzen Pfefferkörnern hatte ich guten Tellicherry-Pfeffer genutzt, weil ich ihn noch hatte, war aber hier “Perlen vor die Säue geworfen”, sprich, bei einer derartig scharfen Chilisoße gehen solche Feinheiten unter, wenn man kein Gourmet ist.

4. Die frischen Zwiebeln hatte ich schon in der zweiten Soße nicht herausgeschmeckt und so ging es dann auch mit den Röstzwiebeln, dem gerösteten Paprika und der speziellen Kräuterbutter. Wer’s mag: größere Mengen nehmen!

5. Die Tomaten aus der Dose sind zwar ok, aber aus Prinzip werde ich bei meinen Soßen wieder frische Tomaten nehmen. Ich bilde mir ein, dass der Geschmack besser ist.

6. Feinheiten im Geschmack kann man mit Zucker, Tomatenketchup, Salz oder Zitrone hinbekommen. So habe ich den Teil, den ich für mich nutzen möchte, mit nur einem kleinen Teil der Chilis bestückt, während der restliche Teil der Soße sogar noch 4 Tl. Chiliflocken dazu bekommen hat! Meine Variante links ist durch weniger Chilisamen als im Foto ganz oben erkennbar. Meine Kollegen mögen es allerdings sehr scharf und bekommen die obige Soße!

Dies ist die Weiterentwicklung der zweiten Chilisoße. Auch wenn sie nicht ganz so dünn geworden ist, wie geplant, so steht fest:

Hier zählt nur der Geschmack und der ist jetzt genau meiner! smiley