Chili-Erdnuss-Creme


Chili-Erdnuss-CremeGanz links auf dem Foto ist das Ausgangsprodukt zu sehen: die fertige Erdnusscreme. Mittig auf dem Foto von oben nach unten: Sesamöl, Balsamico-Essig und dunkle Sojasoße. Rechts ist das Ergebnis: die hier beschriebene Chili-Erdnusscreme, wobei die Betonung auf Erdnuss liegt. Woher die dunkle Farbe kommt, lässt sich unschwer erraten!

Diese Soße wurde auch im Hinblick auf mein Chilithema für 2018 erstellt: Verwendung von Chilis.

80 gr Erdnusscreme
1/2 El. Sojasoße, dick, süß
2 El. Sesamöl
2 El. Balsamico-Essig
2 El. Agavensirup
1 El. Saft einer Limette
1 Tl. Cayennepfeffer
1/4 Tl. Chilipulver

Für einen ersten Test wurde nur eine kleine Menge Erdnusscreme genutzt, so dass sich hinterher damit ein 100 g Glas füllen lassen würde. Ein Kollege hatte mich zu diesem Test durch seinen eigenen gelungenen Versuch motiviert, eine solche Chili-Creme herzustellen. Ich werde ihn testen lassen. Vielleicht können wir sie gemeinsam verbessern.

Die wenigen Rezepte im Internet waren mit den Zutaten sehr spartanisch und deshalb habe ich es ebenso gehalten. Erweitern geht immer!

Die Zutaten wurden alle in einen kleinen Topf gegeben und bei kleiner Hitze miteinander vermengt. Dabei habe ich natürlich laufend abgeschmeckt, wobei ich das Chilipulver als letztes zugegeben habe, um meine Geschmacksnerven nicht zu sehr zu strapazieren! Welche Konsistenz und welchen Geschmack die Soße / Creme nach dem Erkalten bekommen würde, war beim ersten Versuch vollkommen unklar. Warm hat mir die Soße jedenfalls gut geschmeckt und sie war auch reichlich scharf.

Die Zubereitung hat sich also hiermit bereits erledigt! Die warme Soße wird in diesem Zustand gleich in ein kleines heiß abgewaschenes Glas gefüllt und verschlossen.

Ich hatte Erdnusscreme mit deutlich sichtbaren Kernstückchen gekauft, damit es nicht so langweilig wird. Man kann natürlich auch glatte Creme kaufen. Außerdem war in meiner Creme gut 1% Salz und 7% Zucker enthalten bei gut 50% Fett. Bei anderer Creme müsste mit süß und salzig experimentiert werden.

Die Sojasoße hatte ich bei meiner thailändischen Frau ausgeliehen. Der Balsamico-Essig stand fast unbenutzt im Schrank und ist aus meiner Sicht recht unkritisch. Da das Chilipulver erst nach einigen Sekunden richtig scharf im Mund wird, brauchte ich einen Übergang. Pfeffergeschmack wollte ich dieses Mal nicht und so habe ich einfach den Cayennepfeffer genutzt, damit man sich schon langsam an die später hochkommende Chilischärfe gewöhnen kann. Im Mai hatte ich keine frischen Chilis zur Hand, aber später wird diese Creme dann mit einem frischen, klein geschnittenen Chili hergestellt.

Nach rund zwei Stunden war die Soße auf Raumtemperatur und sie war fast cremig, aber bei Weitem flüssiger, als die ursprüngliche Erdnusscreme. Die Schärfe hat im Vergleich zum warmen / heißen Zustand deutlich abgenommen und ist jetzt als angenehm zu bezeichnen.

Wer generell keine Erdnusscreme oder -Butter mag, wird diese Soße vermutlich auch nicht lieben. Dem empfehle ich eine meiner Tomaten-Chilisoßen.

Aber alle anderen müssen sicherlich an sich halten, das Glas mit der abgekühlten Creme nicht gleich auszulöffeln!