Ajvar


AjvarIm November 2016 gab es ein Soßentasting von sechs meiner Kollegen mit vier selbstgemachten und zwei gekauften scharfen Tomatensoßen. Zwei Soßen waren von Hela und meine vier sind in meinen Chilisoßen und beim Ajvar zu finden. Die ersten beiden Plätze haben sich die Ajvar-Auberginensoße und meine Chilisoße geteilt. Wäre letztere weniger scharf gewesen, wäre sie die Nummer 1 geworden! Bei meiner Chilisoße hatte ich leider nichts vermerkt und muss sie noch einmal machen, da ich nur noch weiß, dass sie eine Kombination aus den Soßen 1 bis 3 war.

Bei der Hela-Soße “Curry Gewürz Ketchup scharf” war überraschend, dass diese bei einigen Kollegen bekannt und auch im Einsatz war. Somit dürfte diese bei den Fertigsoßen immerhin einen Versuch wert sein.


4 Spitzpaprika, rot
3 Rocoto-Chilis, dickwandig
1/4 Aubergine (optional)
150 g Minitomaten
2 Schalotten
3 Knoblauchzehen
20 ml Olivenöl 


2 El. Tomatenmark
2 Tl. Salz
2 Tl. Pfeffer, schwarz, grob gemahlen
2 Tl. Zucker, weiß
2 Tl. Paprikapulver
2 Tl. Cayennepfeffer
4 Tl. Oregano, getrocknet
4 Tl. Basilikum, getrocknet
1/2 Zitrone

Mit Kollegen hatte ich über die Verwendung von Chilis diskutiert. Dabei kam die Idee, die Soße vom “Jugoslawen” nachzumachen. Da ich noch weitere verschiedene Tomatensoßen habe, wird es nun ein “Tasting” von Tomatensoßen auf Baguette geben. smiley

Nach ein paar Recherchen kam es zum untenstehenden Rezept, welches sicherlich noch verbesserungswürdig und auch nicht original ist. In der Pfanne sieht es aber fast wie “in echt” aus.

Die Rezeptmengen reichen für ca. 200 ml Soße aus.

Es beginnt mit einem großen Abwasch. Beteiligt sind Paprika, Chilis, Aubergine und Tomaten. Zwiebel und Knoblauch werden nach dem Schälen kurz abgewaschen. Die Paprikas und die Chilis werden halbiert, entkernt und die Aubergine geviertelt. Die Paprikahälften, die Chilihälften und ein Viertel Aubergine werden auf ein mit Alufolie ausgelegtem Backblech gelegt und bei 200 Grad erhitzt. Nach 20 Minuten nimmt man Paprika und Chilis heraus. Das überall beschriebene Entfernen der Paprikahaut habe ich mir geschenkt, da ich diese bei den gekauften Spitzpaprikas nicht abbekommen habe. – Die Aubergine darf weitere 20 Minuten schwitzen.

Nebenbei gibt man die Minitomaten in einen Topf mit leicht kochendem Wasser. Nach gut fünf Minuten schreckt man die Tomaten ordentlich mit kaltem Wasser ab und häutet sie. Im Topf glasiert man danach die kleingeschnittene Zwiebeln und die Knoblauchzehen mit etwas Olivenöl.

Wenn die Aubergine abgekühlt ist, gibt man sie zusammen mit den übrigen Teilen des ersten Rezeptteils in einen Mixer und erzeugt daraus einen Brei. ACHTUNG! Da die Aubergine nicht lange haltbar ist, mache ich eine Soße mit Aubergine zum schnellen Verzehr und eine weitere Soße ohne Aubergine, die deutlich länger haltbar sein wird!

Dann gibt man alles in eine große beschichtete Pfanne bei schwacher bis mittlerer Hitze und schmeckt es durch Zugabe der Dinge aus dem zweiten Rezeptteil ab. Nach 20 bis 30 Minuten, wenn die Soße dick genug geworden ist, lässt man diese leicht abkühlen. Möglichst warm gießt man sie dann in ein ganz sauberes Glas und verschließt es fest.

AjvarAuf dem Foto links sieht man die zwei Varianten dieses Rezepts:
Die hellere Soße links mit Aubergine ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich schlapper! Wer allerdings einen feinen Geschmackssinn hat, wird einen grillähnlichen Geschmack feststellen.

Ich hoffe, dass auch für meine Kollegen die Soße so gut sein wird, dass sie sie gerne auf einer Scheibe frisch gebackenen Baguettes essen. Das wird garantiert sehr lecker!

Nachtrag: Nachdem die Soßen abgekühlt sind, hat die Soße mit Aubergine eher das Aussehen und den Geschmack der “jugoslawischen” Soße! Das bedeutet für mich: Die “jugoslawische” Soße, die ich kenne, ist mit Aubergine “verwässert”.

Wie auch immer – es bleibt Geschmackssache! smiley