Ajvar 2


AjvarDas Foto konnte von der ersten Soße übernommen werden. Es war die gleiche Pfanne, der gleiche Holzlöffel und die gleiche Farbe der Soße. Nur war es dieses Mal eine größere Menge und ein etwas anderer Geschmack.

2 Paprika, rot (besser Spitzpaprika)
6 Mini-Chilis oder 3 Peperonis
1/2 Aubergine
150 g Minitomaten
1 Schalotten
2 Knoblauchzehen
15 Kardamomkapseln, grün
30 Pfefferkörner, grün, frisch
10 ml Olivenöl2 El. Tomatenmark 


1 Tl. Salz
2 Tl. Zucker, weiß
1 El. Paprikapulver
2 Tl. Cayennepfeffer
1 El. Oregano, getrocknet
2 Tl. Basilikum, getrocknet
2 Tl. Petersilie
1 Prise Kümmel, gemahlen
1/2 Limette (Saft)
3 El. Balsamico-Essig

Mein Thema ist wieder einmal die Vorbereitung auf die Chilisoßen, die ich 2018 machen möchte. Dazu wollte ich noch mehr Erfahrung sammeln und versuchen zu erkennen, ob sich bestimmte Chilisorten besser für bestimmte Soßen eignen. Momentaner Stand: Keine nennenswerten Unterschiede!

Dieses Mal wollte ich die Soße mit normalen roten Paprikas herstellen. Im Nachhinein empfehle ich aber Spitzpaprika, besonders wegen des besseren Geschmacks. Das spart Gewürze. Das Entfernen der Paprikahaut war fast unmöglich und so wurde die Haut durch den Mixer gejagt, was nicht weiter schlimm ist.

Auch wollte ich bei den Gewürzen / beim Geschmack nachlegen. So gab es zusätzlich noch etwas Kümmel und grünen Kardamom und der Tomaten- und Paprikageschmack sollte verstärkt werden.

Es beginnt mit dem Waschen von Paprika, Chilis, Tomaten, frischen Pfefferkörner, geschälter Schalotte und geschälten Knoblauchzehen. Die Paprikas werden halbiert, entstielt und entkernt. Dann legt man sie auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech. Dort findet auch eine halbe Aubergine Platz. Nun wird „Gas gegeben“! 200 Grad und 30 Minuten für die Paprikas, während sich die Aubergine noch weitere 30 Minuten wärmen darf.

Zwischendurch legt man die Tomaten in einen Topf mit Wasser und lässt sie 10 Minuten in heißem Wasser liegen, bevor man sie mit kaltem Wasser abschreckt und die Schale entfernt. Sie finden Platz in einem Mixbecher, in den nach und nach alle Dinge aus dem ersten Rezeptteil landen.

Wo doch gerade der Topf mit den Tomaten frei geworden ist, nutzt man ihn, um die kleingeschnittenen Knoblauchzehen und die Schalotte mit etwas Olivenöl 10 Minuten zu glasieren, aber nicht zu braten. Anschließend gibt man diese Mischung auch in den Mixbecher.

Die Paprikas dürften inzwischen fertig sein. Nach kurzem Abschrecken schneide ich sie klein und gebe die Stücke auch in den Mixbecher. – Irgendwann ist auch die Aubergine dran und sobald sie abgekühlt ist, gibt man ihr Fleisch auch in den Mixbecher und kann endlich mixen!

Diese Mischung gibt man nun in eine beschichtete Pfanne und gibt die Teile des zweiten Rezeptteils hinzu. In der folgenden Stunde erhitzt man diese Mischung leicht, damit sie dicker wird. Vorsicht! Es spritzt! Ein Deckel schützt die Küche, lenkt aber den Wasserdampf, der eigentlich aus der Soße entweichen soll, in diese wieder zurück. Ideen zu mir!

Nun säubert man ein verschließbares Glas mit richtig heißem Wasser und gibt die noch warme Soße hinein. Auch wenn Essig darin enthalten ist, so muss man wegen der Aubergine mit einer Haltbarkeit von nur ein bis zwei Monaten rechnen! Geschmacklich ist diese unauffällig und vielleicht sogar unnötig. Aber so ist der Geschmack zumindest etwas unterschiedlich zu den gängigen Tomatensoßen.

Wem normale Tomatensoßen zu scharf sind, der hat durch Zugabe von Aubergine und Weglassen der Chilis / Peperonis eine gute Möglichkeit, doch noch zu einer leckeren roten Soße zu kommen!