Aufzucht 2016


Am 25.03.2016 hatten wir bei schlechtem Wetter nichts anderes zu tun, als eine elektrische Heizung in unser 4qm-Gewächshaus zu stellen, welches die Temperatur nicht deutlich unter 10 Grad fallen lassen soll. Außerdem wurden die größten, rund die Hälfte unserer Chilis (ca. 70 Stück) aus dem Haus ins Gewächshaus gebracht. Dort bekamen sie immerhin noch mein rotes LED-Licht (schwarze Stange), damit das Blütenwachstum angeregt wird. Wenn ich in einem Monat die Pflanzen an Personen verteile, wäre es gut, wenn sie schon blühen würden! Ein paar wenige blühen bereits!

Hier ein Foto der “leer” gewordenen Fensterbank, die noch Keimlinge von zwei Mini-Gewächshäusern hinzubekam:

Chili-Fensterbank Ende März 2016

Ein Foto aus dem Gewächshaus:

Gewächshaus mit jungen ChilipflanzenDer große Chili links ist ein Limon, der aus 2015 stammt und überwintert hat. – Aus Platzgründen bekommen die Pflanzen noch keine größeren Töpfe. – Einer der Töpfe zwischen den Chilis enthält eine thailändische Pflanze, deren Blätter auch zum Kochen genutzt werden können.
Hier noch ein Bild aus dem Chili-Rotlichtmilieu (Gewächshaus von außen):

Chilis im RotlichtAnfang April war ich bei Pflanzen-Jäger und Rühlemann bummeln und habe noch je einen Chili gekauft: Carolina Reaper, Ecuador Purple, gelber Baumchili und Naga Jolokia. Die in fetter Schrift waren für mich, während ich die anderen beiden weitergegeben habe und lediglich auf eine reife Frucht mit Samen gehofft hatte! (Leider vergeblich!)

Habanero Mexican OrangeIm Juli 2016 hatte ich noch zwei “Habanero Mexican Orange” als Pflanzen gekauft. Die waren hervorragend gewachsen und der Geruch und Geschmack war wirklich “fruchtig / aromatisch”, wenn auch mit der üblichen Habaneroschärfe! Diese Sorte ist eine echte Empfehlung, auch wenn sie total normal aussieht!

Mit der Aufzucht war ich ansonsten schon auf der vorhergehenden Seite am Ende und so sind hier nur noch ein paar Erkenntnisse und Bilder der Ernte zu finden. Hier nur ein Verweis auf meine Seite mit den Sorten, die ich 2016 neu “im Sortiment” hatte!

Der Sommer war besser, als der von 2015, aber dadurch auch trockener. Möglicherweise sind die Chilis deshalb nicht so gewachsen und reif geworden, wie bislang. Vielleicht wäre auch mehr Dünger hilfreich gewesen. Merkwürdigerweise hat sich die Ernte von ansonsten früh reifenden Sorten von Mitte Juli bis Mitte Oktober hingezogen! Aber immerhin sind auch Spezialsorten reif geworden, die sonst Probleme machen, wie Scotch Bonnet und Trinidad Scorpion! Sehr schwierig zu durchschauen!

Rocoto not brownThai prik jaewDie Rocotos (links) sind Mitte Oktober natürlich noch nicht fertig, auch wenn dieser eine schon gut aussieht. Die müssen vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden! Die anderen Sorten werden rechtzeitig abgeerntet, auch wenn sie noch nicht ganz reif sind. Rechts ist der erste und einzige rote Thai Prik Jaew aus 2016 zu sehen. Sie reifen sehr spät und sollen die schärfsten der thailändischen Sorten sein. Eigentlich sind sie rund 5 cm lang und nicht nur 3cm, wie dieser.

Chilis 2016Chilis für scharfe SoßeHier zwei Fotos mit einer Auswahl von Chilis. Auf dem linken Foto sind einige schon getrocknet, während ich andere gerade erst hinzugefügt habe. Auf dem rechten Foto sind ein paar Chilis, mit denen ich demnächst meine Lieblingschilisoße machen möchte. Die Hälfte der Chilis, die großen länglichen roten, sind fruchtig bei geringer Schärfe und der Rest ist sehr scharf bei leichter Fruchtigkeit. Leider fehlen mir meine eigenen süßen Minitomaten, so dass ich welche für die Soße kaufen werde. Tomaten aus der Dose kommen aber nicht in Frage!

Zu meinen Minitomaten aus 2016 noch eine Anmerkung:
Ich hatte mir die mexikanische Honigtomate auf einem relativ ungewöhnlichen Weg als Samen beschafft und aufgezogen. Die Tomatenpflanzen waren auch vergleichbar mit meinen anderen Minitomaten, wobei die Tomaten der mexikanischen Honigtomaten schon nicht mehr ganz “Mini” waren! Dass größere Tomaten geschmacklich nicht so intensiv sind, wie kleine Tomaten, war mir klar. Aber diese mexikanische Honigtomate war eine riesige Enttäuschung! So etwas kann man in keinem Supermarkt verkaufen! Warum diese Sorte dermaßen gelobt wird, ist mir vollkommen unklar, es sei denn, dass ich falschen Samen bekommen habe.

Für 2017 steht fest: Ich mache nur noch wenig Experimente mit Mini-Tomaten und gebe ungetestete Tomatensorten nur mit entsprechendem Hinweis weiter. Man will sich ja nicht mehr blamieren, als nötig! Die “Sprite”, meine Mini-Honigtomaten und auch die “Kleine Süße” sind auf jeden Fall empfehlenswert, was den Geschmack angeht! Die Sprite ist allerdings etwas fest in der Schale. Für 2017 soll zusätzlich eine süße nepalesische Sorte getestet werden. Ein paar neue Chilisorten sind auch noch geplant!

Vor dem Jahreswechsel noch zwei Fotos vom Chiltepin aus November 2016:

Dwarf Chiltepin   Dwarf Chiltepin