Chili-Mini-Gewächshaus Nummer 5 ist gestartet!

Heute ging Box 5 mit 38 Samen an den Start und es wird noch eine Box folgen, da die Ausbeute an Keimlingen nicht so gut war, wie erwartet. Ein paar Sorten sind jetzt noch neu ausgesät worden, während es für andere die letzte Chance in dieser Saison ist, sich zu „entfalten“!

Bei Box 1 hatte ich die erste Wasserbefüllung zu sparsam gemacht. Am zweiten Tag muss man noch einmal Wasser hinzugeben, um die Wanne halbvoll hinzubekommen. Ein weiterer Fehler lag an der sehr unregelmäßigen Wasserversorgung, was mir ein paar Keimlinge der Box 2 übel genommen hatten. Außerdem habe ich dort einige Samen zu tief eingegraben und beim Einweichen müsste ich eigentlich warten, bis ein Samen gekeimt hat, bevor ich ihn in die Erde setze. Dann wäre die Chance größer, dass er aus eigener Kraft die Samenhülle abwerfen kann und ich mich nicht als unprofessioneller Geburtshelfer betätigen muss! Wenn dann auch noch die Erdtemperatur nicht deutlich über 30 Grad liegen würde, wären die Keimlinge vermutlich kräftiger, als bei tropischen Temperaturen, um selbstständig ihre Samenhülle abzuwerfen.

Vom neuen LED-Licht aus 2021 bin ich wirklich begeistert und werde meine Anzucht im kommenden Jahr einen Monat später beginnen lassen müssen. Ohne den hohen Blauanteil der Jahre vor 2021, wachsen die Keimlinge vergleichsweise schnell, so dass es großes Gedränge auf der Fensterbank geben wird, was wiederum Läuse zur Folge haben wird! So werde ich Anfang Mai das Gewächshaus draußen beheizen müssen, damit ich dort die Pflanzen aus Box 1 und 2 unterbingen kann, die mir ansonsten die Fensterbank dicht machen würden!

Natürlich hat die Box wieder eine Webcam, deren Fotos auf der üblichen WebCam-Seite zu sehen sind:
https://spassamhobby.de/chili/chili-anzucht/chili-webcams-2022/

Die Pflanzen auf der Fensterbank sind fast Selbstläufer! Bis auf die Wasserzufuhr muss ich nichts mehr tun! So versuche ich zwei bis drei Tage die Wannen wasserfrei zu halten, damit die Wurzeln nicht ertrinken und gut wachsen. Abends springt ein Lüfter an, der ein bisschen Muskelaufbautraining bei den Pflanzen macht und den Läusen vorbeugt. Das Licht der fünf LED-Fluter für eine 1,8 Meter lange Fensterbank ist erprobt und funktioniert einfach, mittels Zeitschaltuhr 16 Stunden pro Tag. Dieses Jahr wurde auf Sonnenschutz in Form einer grünen Folie verzichtet. Die doppelten Glasfenster schlucken ausreichend das gefährliche UV-Licht der Ostseite des Hauses.

Die Alu-Stange mit den roten und blauen LEDs brauche ich anscheinend gar nicht mehr. Blau will ich nicht mehr, damit die Pflanzen später nicht kleinwüchsig bleiben. Rotes Licht, was zum Blühen anregen soll, brauche ich vermutlich auch nicht, weil im neuen LED-Licht und im LED-Licht der Fluter reichlich Rotanteil vorhanden ist. Die ersten Knospen einer Numex Twilight sind bereits deutlich zu sehen!