Erste Anzuchtbox: ein Erfolgserlebnis!

Nach einer Woche in der Erde war es immerhin schon eine Keimquote von 63%, aber nach zwei Wochen stand es fest: 83% der Samen haben gekeimt! Erfahrungsgemäß fällt die Quote im Laufe der Anzucht ab. Mal sehen, ob es dieses Jahr auch so ist. – Dass ich bei ein paar Keimlingen die Samenhülle entfernen musste und damit vermutlich einen Keimling nicht überlebensfähig gemacht habe, ist leider nicht zu ändern.

Meine Frau hat dieses Jahr fast gleichzeitig mit mir die Anzucht begonnen. Um auf ihre Weise Auberginen aufzuziehen, brauchte sie einen meiner Deckel mit LED-Licht und so war Neukauf angesagt, um später nicht zu wenig Deckel und zu wenig Licht zu haben. Dabei habe ich mir noch einmal angesehen, was Samsung so bietet und bin dieses Mal bei LEDs mit dem schönen Namen LM301B hängen geblieben. Der Unterschied zu den LM301H ist extrem minimal. Die LM301B scheinen häufiger verkauft zu werden, was ein wichtiges Kriterium für mich ist.

Interessant wurde es noch bei der Auswahl der Lichtfarbe. Ich habe versucht, es mit dem durchschnittlichen Tageslicht möglichst gleichzuziehen, was nur mit Abstrichen gelingt. Aber trotz der erneuten Suche nach dem Optimum bin ich wieder bei 3500K-Modulen gelandet. Bei 6 Euro pro Stück, also 12 Euro für ein Mini-Gewächshaus, ist das ein sehr guter Preis! Glücklicherweise hatte ich dokumentiert, dass ich dafür 700mA-Netzteile verwende. Ich habe also zwei passende dazu gekauft, wie auch den passenden Klebstreifen für meine Alu-Schiene, die wiederum mittels Klettband am Plastikdeckel des Mini-Gewächshauses angeklebt wird. Wenn ich dann wieder einmal die LEDs wechseln möchte, muss ich nicht gleich den ganzen Deckel (mit Lüftern) entsorgen.

Beim Raspberry hatte ich versucht, die Erdfeuchte mittels Sensor zu überprüfen. Dazu war ein Analog-Digitalwandler nötig. Der passt aber nicht wirklich in das Raspberry-Gehäuse hinein und außerhalb gibt es Wackelkontakt, wenn man nicht mit einer wirklich stabilen Idee nachhilft. Mir wurde der technische Aufwand bei schlechterer Stabilität zu viel und so hat nur der erste Raspberry diesen Sensor, um noch ein paar Versuche machen zu können. Fertige Mini-Gewächshäuser mit Wasser, Wärme und Licht haben vorne eine Möglichkeit, dass man den Wasserstand sehen und entsprechend gießen kann. Sie sind also auch nicht elektronisch geregelt. Der Aufwand scheint derzeit zu hoch zu sein.

Da ich die Bodenwannen nicht anbohren möchte, bleibt mir noch eine meiner älteren Ideen, mittels Licht in der Bodenwanne den Wasserstand festzustellen. Außerdem habe ich noch Wasserstandsanzeiger von Blumenkästen angedacht. Vielleicht funktioniert das, auch wenn mein Wasserstand nicht höher als 2 cm sein sollte.

Bei dieser Gelegenheit konnte ich noch den Fehler beseitigen, der im obigen Foto zu sehen ist: Die Erdtemperatur wird hin und wieder nicht (richtig) angezeigt. Ab dem 08.02.2022 ist das erledigt. Die falsche Anzeige von Lufttemperatur und -Feuchtigkeit ist inzwischen auch behoben.

Wie ganz oben zu sehen war, bin ich trotzdem äußerst zufrieden mit den jetzigen Mini-Gewächshäusern und habe kaum noch Verbesserungspotential, höchstens bei den Preisen!