Chilianzuchtstart ist jetzt!

Nachdem die vor einer Woche eingeweichten Samen nun schon sehr kräftig gekeimt hatten, wollte ich die Keime nicht noch länger werden lassen, da sie mir beim Wechsel zwischen Miniplastiktüte und Anzuchtbox schnell abreißen können. Also wurde die Aussaat um eine Woche vorverlegt! Zukünftig werden die Samen dann nur eine Woche in warmem Wasser eingeweicht.

Wegen der diversen Vorarbeiten ist es jedes Mal ein kleiner Kick, die Samen zu setzen und den Inhalt der Box im Internet anzusehen, auch wenn es noch nichts zu sehen gibt!

Zuerst wird die gute Kräuteranzuchterde gesiebt, die gesiebte Erde zweieinhalb Minuten in die Mikrowelle bei 650 Watt eingeworfen, mit Perlite und Vermeculite vermengt und diese Mischung in die 24-Fach-Anzuchtplatte gefüllt, die in einer Bodenwanne liegt. In die Mitte jedes Fachs bohre ich mit einem Holzbleistift einen kleinen ca. 3 mm tiefen „Krater“. Dann nehme ich die erste Miniplastiktüte mit den gekeimten Samen und etwas Wasser und kippe alles mit Schwung in ein kleines mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb. Dann nehme ich nach und nach jeden Samen einzeln mit einer Pinzette aus dem Sieb und lege ihn in eines der „Kraterlöcher“. Natürlich ist alles genau beschriftet, damit ich später weiß, welcher Keimling zu welcher Chilisorte gehört!

Das alles wiederholt sich, bis alle 24 Samen in einem der Fächer untergebracht sind. Dann stellt man die Bodenwanne mit der Anzuchtplatte auf eine passende Heizmatte, die auf einer 5 – 10 mm starken Styroporplatte liegt. Nun wird möglichst viel Wasser eingefüllt und es kommt noch einer meiner sehr speziellen Deckel auf die Bodenwanne, der neben der Kamera und ein paar Sensoren auch einen Raspberry enthält. Das muss alles funktional angeschlossen werden, wie auch die Lüfter und die LEDs dieses Deckels. LEDs (die neuen LED-Strips vom letzten Jahr) und Raspberry werden über eine Schaltuhr gesteuert, die nachts für ca. 8 Stunden den Strom trennt. Die Heizung läuft ständig, sofern die Erdtemperatur zwischen 26 und 34 Grad liegt. Die Lüfter laufen dann, wenn das Licht aus ist, was für gesunde „Nachttemperaturen“ und weniger Schimmel sorgt.

Was die Automatisierung angeht, so sollte man meine entsprechende Doku ansehen. Ich muss aber noch etwas an diesem Raspberry vorbereiten, damit ich mit der neuesten Raspberry-Betriebssystemversion loslegen kann. Außerdem sollte auch der Erdfeuchtesensor seinen Betrieb aufnehmen. Wenn das alles funktioniert, wird die Kamera Fotos auf eine Webseite schicken, die man sich dann ansehen kann. Das sollte noch im Januar 2022 klappen! Dann gibt es auch hier ein schickes Foto der ersten Keimlinge und nicht nur trockenen Text!